{"id":7163,"date":"2019-06-10T17:21:09","date_gmt":"2019-06-10T16:21:09","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?page_id=7163"},"modified":"2019-06-10T17:49:16","modified_gmt":"2019-06-10T16:49:16","slug":"deutsch-metzger-kapelle-1989","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/max-josef-metzger\/esperanto-kurso-metzger\/deutsch-metzger-kapelle-1989\/","title":{"rendered":"Metzger Kapelle 1989"},"content":{"rendered":"<p>In den 1980er Jahren hat Bernhard Eichkom, Pfarrer und Dekan in Me\u00dfkirch einen Spendenaufruf zur Einrichtung einer Kapelle zu Ehren von Max Josef Metzger im Esperanto-Kulturzentrum La Chaux-de-Fonds, Schweiz, ver\u00f6ffentlicht. Er liegt als ein mit Schreibmaschine geschriebenes Faltblatt mit vier Seiten A5 auf d\u00fcnnen gelbllichem Papier vor. M\u00f6glicherweise wurde es vor Jahren von Gerd Bussing \u00fcbergeben, der es von einem Besuch in La Chaux-de-Fonds mitgebracht hat. Darin lag ein A5-Zettel mit 10 Thesen zum Thema &#8220;Kirche und Esperanto&#8221; und Werbung f\u00fcr Radio Vatikan.<\/p>\n<p>Infolge der Umstrukturierung in La Chaux-de-Fonds d\u00fcrfte sich das Thema bis auf weiteres erledigt haben. \u00dcber die Geschichte in der <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/La_Chaux-de-Fonds#Esperanto-Movado\">Esperanto.Wikipedia<\/a>, die allerdings nicht sehr aussagekr\u00e4ftig ist.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7167\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/KapelleMetgerLCF-Konzept.jpg\" alt=\"\" width=\"1539\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00df Gott!<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7166 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/KapelleMetgerLCFPlan.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"404\" \/>Im Jahre 1987 hat sich zum hundertsten Mal der Geburtstag des Freiburger Di\u00f6zesanpriester Max Josef Metzger gej\u00e4hrt. Die Presse hat vielfach dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Eine beachtliche Ausstellung \u00fcber sein Leben war zu sehen. Akademie-Tagungen in Weingarten und seinem Geburtsort Schopfheim\/Wiesental zeigten die Bedeutung dieses M\u00e4rtyrers des Friedens auf, der anno 1944 von den Nazis enthauptet wurde.<\/p>\n<p>Auf das Prophetische in dieser interessanten Priestergestalt wies Professor Klaus Kienzier, Augsburg, in einem beachtens\u00adwerten Vortrag im Konradihaus, Konstanz, hin. In diesem kirchlichen Studienheim hatte M.J.Metzger seine Gymnasial\u00adjahre verbracht. Liturgische Erneuerung, biblische Bewegung und \u00d6kumene, vor allem auch soziale Aktivit\u00e4t erf\u00fcllten das Leben dieser Pioniergestalt der Kirche der ersten Jahrhun\u00adderth\u00e4lfte. Das von ihm gegr\u00fcndete Christ-K\u00f6nigs-Institut in Meitingen bei Augsburg tr\u00e4gt als S\u00e4kularinstitut weiterhin sein geistiges Erbe in unsere Zeit.<\/p>\n<p>Die Bem\u00fchungen um Frieden und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung erf\u00fcllten das Leben von M.J.Metzger seit dem 1.Weltkrieg. Dabei ben\u00fctzte er besonders die internationale Sprache Esperanto, in der er B\u00fccher und Zeitungen herausbrachte und viele lebendige Kontakte zu Menschen vieler Sprachen unterhielt.<\/p>\n<p>Die Pionierarbeit der Generation von M.J.Metzger hat bereits viele Fr\u00fcchte getragen, denken wir nur an die deutsch-fran\u00adz\u00f6sische Auss\u00f6hnung und an die wachsende europ\u00e4ische Inte\u00adgration. Aber nun dr\u00e4ngt die weltweite Dimension der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung. Und die europ\u00e4ische Einigung braucht weiteres Wachstum und geistige Vertiefung aus dem Reichtum der Kultur des christlichen Abendlandes. M.J.Metzger hatte erkannt, da\u00df Esperanto als leicht zu erlernende Zweitsprache f\u00fcr jedermann in der Lage ist, den kulturellen Reichtum der Muttersprachen gegen \u00dcberfremdung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Im Sinn dieser Arbeit von Max Josef Metzger hat sich die Internationale Katholische Esperanto-Vereinigung (IKUE) zusammen mit evangelischen Christen das \u00f6kumenische Ziel gesetzt, innerhalb der weltweiten Esperanto-Bewegung den christlichen Glauben zu st\u00e4rken. Esperanto ist eine relativ leicht zu erlernende Plansprache, die endlich eine weltweite V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung von Mensch zu Mensch erm\u00f6glicht, ohne eine Nation zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Im Jahre 1987 feierte Esperanto (wie M.J.Metzger) seinen 100. Ge\u00adburtstag. Heute er\u00f6ffnet sich in dieser Sprache bereits ein weltumspannendes Netz von direkten Kontakten. Das w\u00e4re gerade f\u00fcr die Kirche als Weltorganisation dingend n\u00f6tig. Esperanto lebt, und wer es nutzt, hat viele Vorteile. Dabei ist die kommunistische Welt, z.B. China, aktiver als die Christen. Dies mu\u00df anders werden.<\/p>\n<p>Im Zug dieser missionarischen Arbeit m\u00f6chten wir im Espe\u00adranto-Kulturzentrum La Chaux-de-Fonds, Schweiz, eine Kapelle zu Ehren von Max Josef Metzger einrichten. Dort treffen sich jedes Jahr tausende von Besuchern zu Esperanto-Kursen und Ferien. Die Entwicklung dieses Zentrums mit seinen 7 H\u00e4usern zu einer staatlich anerkannten Hochschule wird durch die rasch wachsende Zahl der Besucher gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die Kapelle Max Josef Metzger ist in einem der H\u00e4user mitten im Zentrum untergebracht (siehe umseitige Skizze). Sie wird allen Besuchern &#8211; Christen und Nicht-Christen &#8211; zu Gottes\u00addiensten wie zu pers\u00f6nlichem Gebet und zur Besinnung immer offen stehen. Bei christlichen Treffen werden wir dort unse\u00adre Gottesdienste halten. So wird das Esperanto-Kulturzentrum einen christlichen Akzent erhalten.<\/p>\n<p>Zu diesem wichtigen Vorhaben brauchen wir die Hilfe vieler Menschen guten Willens, denn die Kapelle kann nur \u00fcber Spenden und durch Arbeitseins\u00e4tze eingerichtet werden. Der Roh-Ausbau ist Anfang 1988 bereits geleistet.<\/p>\n<p>Bitte: Helfen Sie uns jetzt weiter?<\/p>\n<p>Mit Spenden an: Postgiro Stuttgart 211 93-704 B. Eichkorn: 7790 Me\u00dfkirch, Kolpingstr. 8 07575\/3620<br \/>\nDie Spenden werden vom kath. Pfarramt St.Martin, Me\u00dfkirch, verwaltet. Spender erhalten zum Jahresende Spendenquittung und Rechenschaftsberichte.<\/p>\n<p>10 Thesen zum Thema Kirche und Esperanto<\/p>\n<h2 id=\"these-1--grenz\u00fcberschreitende\">These 1<\/h2>\n<p>Grenz\u00fcberschreitender Verkehr und internationaler Nachrichtenaustausch rufen in Kirche und Welt immer dringender nach einer einheitlichen Zweitsprache zwischen den Nationen und Kulturen. Der Leidensdruck des Weltsprachenproblems w\u00e4chst, ist aber durch Gew\u00f6hnung und mangelnde Aufkl\u00e4rung meist nicht bewu\u00dft.<\/p>\n<h2 id=\"these-2\">These 2<\/h2>\n<p>F\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der B\u00fcrger dieser Welt ist eine L\u00f6sung des Sprachenproblems mit den traditionellen Mitteln Fremdsprachenunterricht und Dolmetscherwesen zu schwierig, zu zeitraubend und zu teuer. Nur geistige und \u00f6konomische Eliten behelfen sich damit auf Kosten der Allgemeinheit, und dadurch baut sich deren kulturelle Vorrangstellung noch weiter aus.<\/p>\n<h2 id=\"these-3\">These 3<\/h2>\n<p>Ohne eine einheitliche verbindende Kirchensprache zerf\u00e4llt auf Dauer die weltweite Einheit der katholischen Kirche, wie es in den Einflu\u00dfbereichen von Griechisch gegen\u00fcber Latein (Ostkirche &#8211; R\u00f6mische Westkirche) geschehen ist.<\/p>\n<h2 id=\"these-4\">These 4<\/h2>\n<p>Latein verliert seine Funktion als Kirchensprache mehr und mehr. Es ist f\u00fcr zu viele Mitglieder der Kirche nicht erlernbar. Immer weniger beherrschen es; und die meisten, die es gelernen haben, ben\u00fctzen es nicht f\u00fcr internationale Kontakte.<\/p>\n<h2 id=\"these-5\">These 5<\/h2>\n<p>Glaube an eine freie und friedliche Zukunft der Menschheit f\u00fchrt zur Bejahung einer Plansprache, weil nur Gerechtigkeit Frieden in Freiheit schaffen kann (Vgl. Prof.Tammelos Pl\u00e4doyer f\u00fcr lingvistische Gerechtigkeit in Herderb\u00fccherei Initiative 25). Pessimismus \u00fcber die geschichtliche Entwicklung f\u00fchrt zur Hinnahme eines \u00dcbergewichts der jeweiligen Sprache des wirtschaftlich und politisch jeweils dominierenden Volkes zum Nachteil des kulturellen Reichtums aller anderen V\u00f6lker.<\/p>\n<h2 id=\"these-6\">These 6<\/h2>\n<p>Eine Plansprache Esperanto hat als Kirchensprache gegen\u00fcber jeder Nationalsprache, z.B. Italienisch oder Spanisch, die unerreichbaren Vorteile der relativen Lernleichtigkeit und der Gerechtigkeit: Keine Muttersprache wird wesentlich bevorzugt oder benachteiligt. Esperanto hat sich als einzige lebendige Plansprache durchgesetzt und wurde in 100-j\u00e4hriger Praxis erprobt.<\/p>\n<h2 id=\"these-7\">These 7<\/h2>\n<p>Die allgemeine Einf\u00fchrung des Esperanto als erste zu erlernende Fremdsprache bedeutet eine mindestens ebenso gro\u00dfe Revolution wie die Erfindung des Buchdruckes oder des Telefons. Denn die Wirkungen von Druck und Funk werden \u00fcber den Bereich der Muttersprache hinaus unmittelbar auf die ganze Welt erweitert.<\/p>\n<h2 id=\"these-8\">These 8<\/h2>\n<p>Die Vorteile, die der Einzelne schon jetzt aus dem Gebrauch des Esperanto f\u00fcr sich ziehen kann, sind betr\u00e4chtlich. Beispielsweise erleichtert es das Erlernen einer weiteren Fremdsprache, etwa des Englischen f\u00fcr uns Deutsche um 45 % (Siehe Y. Fukuda, Universit\u00e4t Paderborn, 1980).<\/p>\n<h2 id=\"these-9-'\">These 9 &#8216;<\/h2>\n<p>Die Kirche kann durch die Benutzung des Esperanto mit geringen Mitteln sich und der Welt einen gro\u00dfen Dienst erweisen. Wie bei der Entwicklungshilfe wird die Kirche wieder einmal einem wahren Fortschritt zum Nutzen der Menschheit dienen. Auch in der \u00d6kumene wird eine neutrale und relativ leichte internationale Sprache von gro\u00dfem Vorteil sein.<\/p>\n<h2 id=\"these-10\">These 10<\/h2>\n<p>Esperanto als Zweitsprache f\u00fcr jedermann wird Weltkirche jedem interessierten Kirchenmitglied relativ leicht pers\u00f6nlich erfahrbar machen. Direkten multikulturellen Austausch haben heute fast nur die f\u00fchrenden Schichten der Kirche. Wenn diese sich um die Behebung der Sprachbarrieren in der Welt k\u00fcmmern w\u00fcrden, n\u00e4hmen sie ihre Verantwortung wahr, dem ganzen Kirchenvolk die Weltkirche unmittelbar erfahrbar zu machen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den 1980er Jahren hat Bernhard Eichkom, Pfarrer und Dekan in Me\u00dfkirch einen Spendenaufruf zur Einrichtung einer Kapelle zu Ehren von Max Josef Metzger im Esperanto-Kulturzentrum La Chaux-de-Fonds, Schweiz, ver\u00f6ffentlicht. 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