{"id":7505,"date":"2019-10-05T20:48:02","date_gmt":"2019-10-05T19:48:02","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?page_id=7505"},"modified":"2019-10-05T22:40:54","modified_gmt":"2019-10-05T21:40:54","slug":"borgius-weltsprache-problem","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/borgius-biografio\/borgius-weltsprache-problem\/","title":{"rendered":"Borgius Weltsprache Problem"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2 id=\"das-weltsprache-problem\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7492\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Borgius-1907-Titel-400.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"477\" \/>Das Weltsprache-Problem<\/h2>\n<p>von W. Borgius.<\/p>\n<p>Brosch\u00fcre in der Reihe \u00bbKultur und Fortschritt\u00ab Nr. 102<\/p>\n<p>Verlag Felix Dietrich, Leipzig, 1907<\/p>\n<p>Dr. Walter Borgius hatte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zun\u00e4chst f\u00fcr Esperanto engagiert, aber dann mit seiner Schrift \u00bb<a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/borgius1909\/\">Warum ich Esperanto verlie\u00df<\/a>\u00ab kritisch auf den mangelnden Reformwillen reagiert. Er war, wie er dort angibt Vizepr\u00e4sident der Ortsgruppe Berlin der Deutschen Esperanto-Gesellschaft. Seine Name findet sich in der Teilnehmerliste des Kongresses in Dresden von 1908.<\/p>\n<p>Er bef\u00fcrwortete das \u00bbReformesperanto\u00ab (IDO) und dieser Konflikt zog sich in Deutschland noch gut zwei Jahrzehnte hin. Allerdings sind von Borgius keine weiteren Stellungnahmen bekannt. Er ist vor allem wegen seiner schonungslosen Abrechnung mit dem Schulsystem \u00bb<a href=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/ebook-die-schule\">Die Schule, ein Frevel an der Jugend<\/a>\u00ab aus dem Jahr 1930 (<span class=\"st\">Verlag Radikaler Geist<\/span>) bekannt, das 2009 wieder als ebook ver\u00f6ffentlicht wurde. Im Abschnitt \u00bb<a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/borgius-biografio\/fremdsprachen\/\">Fremdsprachen<\/a>\u00ab geht er auch auf Plansprachen ein.<\/p>\n<p>Obwohl er Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines industrienahen Wirtschaftsverbands in Berlin war, ver\u00f6ffentlichte er zu Anarchismus und Sexualreform. Er war im Vorstand des \u00bbBundes f\u00fcr Mutterschutz\u00ab und wohl mit vielen linken, pazifistischen und frauenbewegten Akteueren seiner Zeit pers\u00f6nlich bekannt.<\/p>\n<p>Die Zeitschrift \u00bb<a href=\"https:\/\/www.widersprueche-zeitschrift.de\/article863.html\">Widerspr\u00fcche<\/a>\u00ab charakterisiert ihn 1999 wie folgt:<\/p>\n<ul>\n<li>Walther Borgius, dessen Geburtsjahr nicht bekannt ist &#8211; er starb 1932 -, ist nur schwer in g\u00e4ngige Bilder und Vorstellungen einer politisch-p\u00e4dagogischen Richtung des Anarchismus einzuordnen. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Syndikus eines Handelsvertragsvereins in Berlin f\u00fchrt er ein durchaus b\u00fcrgerliches Leben, andererseits bringt ihn sein Engagement als Gesellschaftskritiker, Privatgelehrter und Publizist in Kontakt mit zahlreichen Menschen der damaligen sozialistischen Bewegung. Bereits kurz nach der Jahrhundertwende besch\u00e4ftigt er sich mit der Theorie und Praxis des Anarchismus, publiziert hierzu und hat enge Verbindungen zu dem \u00f6sterreichischen Pazifisten und Anarchisten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pierre_Ramus\">Pierre Ramus,<\/a> f\u00fcr den er \u00dcbersetzungen besorgt und f\u00fcr dessen Zeitschrift er Artikel schreibt. In den zwanziger Jahren engagiert er sich dar\u00fcber hinaus auch stark in der Sexualreformbewegung und bem\u00fcht sich um eine Reform der deutschen Rechtschreibung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch von Pierre Ramus gibt es einen Aufruf \u00bb<a href=\"https:\/\/www.anarchismus.at\/anarchistische-klassiker\/pierre-ramus\/7173-pierre-ramus-lernt-esperanto\">Lernt Esperanto!<\/a>\u00ab aus dem Jahr 1907 (Die Freie Generation. Dokumente der Weltanschauung des Anarchismus&#8221;, 2. Jahrgang, Nr. 5, November 1907.) in dem er schreibt: <em>Esperanto ist die allt\u00e4gliche, notwendige Praxis des Gedankenaustausches; Esperanto kann jener breite, sprachliche Strom werden, auf dessen R\u00fccken s\u00e4mtliche Kulturelemente der verschiedenen Nationen wechselseitig und internationalisierend nach den diversen heimatlichen K\u00fcsten und Gestaden gebracht werden k\u00f6nnen.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Hingegen r\u00e4t Gustav Landauer zur selben Zeit ausdr\u00fccklich davon ab: <a href=\"https:\/\/www.europa.clio-online.de\/quelle\/id\/q63-28555\">Lernt nicht Esperanto! (1907)<\/a>: \u00bb<em>Der Geist hat zwei schlimme Feinde, erstens, die Dummheit, und zweitens, den Verstand. Oft finden sie sich vereinigt in Form kluger Geistlosigkeit; die hat auch das Esperanto erfunden.<\/em> \u00ab Die Freie Generation 2 (November 1907), H. 5, S. 147\u2012150.<\/p>\n<p>Ramus hat in der Zeit vor dem Krieg die Zeitschrift \u00bb<a href=\"https:\/\/www.anarchismus.at\/zeitungen-bis-1945\/wohlstand-fuer-alle\">Wohlstand f\u00fcr alle<\/a>\u00ab herausgegeben, ein Titel, der dann von <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/ein-inspirierender-berliner-ernst-kliemke\/\">Kliemke<\/a>, sp\u00e4ter von Ludwig Erhard, verwendet wurde.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das vielleicht bezeichnendste Unterscheidungsmerkmal unserer modernen Kultur ist ihre Internationalit\u00e4t. Sie ist nicht, wie in fr\u00fcheren Epochen die nationale Kultur eines f\u00fchrenden Voltes, welches durch seine Weltherrschaft den \u00fcbrigen minder entwickelten V\u00f6lkern den Stempel seiner Kultur aufpr\u00e4gt, sondern ein Produkt dauernden Hand in Hand arbeitens vieler gleich hoch entwickelter V\u00f6lker.<\/p>\n<p>Am deutlichsten tritt dies im Wirtschaftsleben zu Tage: Sind doch selbst die heutigen schutzz\u00f6llnerischen Absperrungstendenzen vieler Staaten nichts als ein Symptom daf\u00fcr, da\u00df in Wahrheit kein Land mehr wirtschaftlich ohne den Weltmarkt auskommcn kann, da\u00df die hohe Qualit\u00e4t und Billigkeit der heutigen Produktion und Konsumtion nur m\u00f6glich ist auf Grund weitgehender internationaler Arbeitsteilung. Und nicht nur die ca. 60 Milliarden des j\u00e4hrlichen internationalen Warenverkehrs kommen in Betracht, sondern die Kapitalsanlagen, die Fracht- und Transportverh\u00e4ltnisse, das Versicherungswesen, der Bank-, B\u00f6rsen- und Geldmarkt, die Ein- und Auswanderung, alles das ist heute international, wie u.a. die wachsende Zahl der internationalen wirtschaftlichen Kongresse, ja der st\u00e4ndigen internationalen Organisationen bestimmter Erwerbszweige und Interessengruppen zeigt.<\/p>\n<p>Das gleiche gilt f\u00fcr das Geistesleben. Kein Gelehrter kann heute mehr erfolgreich schaffen, ohne st\u00e4ndig die Mitarbeit des Auslandes zu verfolgen und ihre Fortschritte zu verwerten. Nirgends st\u00e4nde die nationale Wissenschaft auf ihrer heutigen H\u00f6he, wenn nicht die Erfindungen und Entdeckungen, die Experimente und Gedanken ausl\u00e4ndischer Forscher befruchtend auf sie zur\u00fcckgewirkt h\u00e4tten. Und in der Kunst ist zwar das Schaffen des K\u00fcnstlers in gewisser Hinsicht nationalen Charakters. Aber der Konsum , der Kunstmarkt ist vollkommen international: In unseren Theatern und Konzerts\u00e4len h\u00f6ren wir die Dramatiker und Komponisten aller L\u00e4nder; in unseren Museen finden wir die Plastiken und Gem\u00e4lde aller Kulturv\u00f6lker; in unseren Bibliotheken stehen die Werke aller Rassen.<\/p>\n<p>Auf internationalen Beziehungen baut sich ferner das ganze Gebiet der Politik auf: Mehr als je sind heute die verschiedensten Gebiete des \u00f6ffentlichen Lebens durch Staatsvertr\u00e4ge geregelt und den Ma\u00dfnahmen und Kontrollen der Diplomatie unterworfen. Immer h\u00e4ufiger werden gemeinsame Unternehmungen verschiedener Staaten und internationale Konferenzen der Negierungen zur Er\u00f6rterung gemeinsamer Interessen. Ja selbst die Nationalpolitik par-exellence, das Kriegswesen, wird zunehmend paralysiert durch die internationale Praxis der Friedensbewegung, der Genfer Konvention, der Schiedsgerichte.<\/p>\n<p>Auch im Rechtsleben, wenn schon dieses eigentlich mit dem Begriff der staatlichen (also nationalen) Zwangsgewalt steht und f\u00e4llt, zeigt sich wachsendes Streben zu internationaler Vereinheitlichung der Bestimmungen, zu internationalen Vertr\u00e4gen \u00fcber wichtige Sondergebiete, zur Erleichterung und Sicherung der internationalen Nechtsverfolgung und Nechtshilfe.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dem ausgesprochen nationalen Charakter, welchen der Gottesbegriff in der antiken Welt hatte, haben ferner die Religionen der h\u00f6heren Kulturv\u00f6lker \u2014 die christlichen Konfessionen ebenso wie Buddhismus und Mohammedanismus \u2014 den nationalen Charakter vollst\u00e4ndig abgestreift. Gleicherma\u00dfen die au\u00dferhalb des engeren Begriffs der \u201eReligion&#8221; stehenden Weltanschauungen: Freidenkertum und Monismus, ethische Kultur, Spiritismus und Okkultismus. International ist ihr Geltungsbereich, und daher auch ihre Organisation, ihre Propaganda, ihre Missionsarbeit.<\/p>\n<p>Wachsende Internationalit\u00e4t zeigt endlich der Reiseverkehr, der sich ohnehin auf immer weitere Schichten des Volkes erstreckt. W\u00e4hrend noch vor kurzer Zeit h\u00f6chstens die Schweiz und Italien als Gebiete internationalen Reiseverkehrs gelten konnten, sind neuerdings Schweden und Norwegen, die Karpaten und die bosnischen W\u00e4lder, das Mittelmeer und die Levante, die Pyren\u00e4en und das schottische Hochland, die holl\u00e4ndischen, franz\u00f6sischen und d\u00e4nischen Seeb\u00e4der dem internationalen Reisepublikum erschlossen, \u2014 eine Entwickelung, die noch lange nicht zum Abschlu\u00df gelaugt ist.<\/p>\n<p>Diese unzweifelhafte Entwickelungstendenz unserer Kultur st\u00f6\u00dft nun auf ein wenn auch nicht gerade un\u00fcbersteigbares, so immerhin doch als recht l\u00e4stig empfundenes Hindernis: die Vielsprachigkeit der V\u00f6lker. F\u00fcr das Altertum kam diese Schwierigkeit kaum in Betracht. Seine \u201eInternationalit\u00e4l&#8221; bedeutete Hegemonie eines Volkes \u00fcber den jeweilig bekannten Teil der Welt, und mit den V\u00f6lkern der Weltherrschaft l\u00f6ste sich daher auch die \u201eWeltsprache&#8221; ab. So beherrschte im zweiten Jahrtausend vor Christus die babylonische Sprache und Schrift den ganzen Orient. Ihr folgte die persische, dieser die griechische Sprache. Dann erstand die Weltherrschaft Roms und damit der lateinischen Sprache, wenigstens f\u00fcr den jetzt nach Westen verschobenen Kulturkreis, (wobei sich freilich im Osten die griechische Kultur erhielt, soweit sie nicht durch die Flut des Islams fortgeschwemmt wurde). Und unter ihrem Einflu\u00df steht heute noch das kultivierte Europa von der russischen Grenze bis zum Atlantic, zumal sowohl die \u201eR\u00f6misch-katholische Kirche&#8221;, wie das, das Erbe der Weltherrschaft antreteude \u201eHeilige R\u00f6mische Reich deutscher Nation&#8221; den Zusammenhang mit Nom auch sprachlich gro\u00dfenteils aufrecht erhielt. Romanischen Charakters oder wenigstens mit zahllosen romanischen Lehn- und Fremdw\u00f6rtern durchsetzt sind s\u00e4mtliche europ\u00e4ischen Sprachen, und die Pflanzst\u00e4tten unserer Bildung sind bis zum heutigen Tage Lateinschulen.<\/p>\n<p>Als die einheitlichen beiden M\u00e4chte des Weltreichs und der Weltkirche sich zersetzten und an ihrer Stelle die Landesterritorien zu Tr\u00e4gern der Kultur wurden, erlosch der Begriff einer vorherrschenden Weltsprache. Zwar behielt anfangs das Italienische den Vorrang, bald aber \u2014 namentlich durch die \u00dcberseeherrschaft \u2014 trat daneben das Spanische. Dann kam das siegesgewisse fortschreitende Frankreich in die H\u00f6he und brachte mit der Bl\u00fcte der Geisteskultur des 18. Jahrhunderts der franz\u00f6sischen Sprache den mindestens gleichen Rang, der in der Epoche Ludwigs XIV. und Napoleons I. sogar zum<u> <\/u>Vorrang wurde. Aber nach des letzteren Fall emanzipierten sich die V\u00f6lker wieder von der zeitweiligen Hegemonie franz\u00f6sischen Geistes. Und nun traten auch die germanischen Sprachen und Kulturen in den Vordergrund, namentlich die englische, die mit der staunenerregenden Entwickelung Gro\u00dfbritanniens in der Technik, der Gro\u00dfindustrie und dem \u00dcberseehandel ihre Rivalen schnell \u00fcberholte. Neuestens ist durch das politische und wirtschaftliche Hochkommen des Deutschen Reiches auch die deutsche Sprache zu beachtenswerter Stellung emporgewachsen.<\/p>\n<p>Aber sichtlich geht die Tendenz der Entwicklung dahin, das Bild noch bunter zu machen. Man erw\u00e4ge die steigende Bedeutung, die \u2014 wirtschaftlich, politisch und kulturell \u2014 heute schon Ru\u00dfland gewonnen hat und mit fortschreitender innerer Demokratisierung und Konsolidierung noch vergr\u00f6\u00dfern wird. Man beachte, wie nicht nur in der Politik, sondern st\u00e4rker noch in Kunst, Wissenschaft und Literatur immer wieder neue, vor kurzem noch ganz unbeachtete V\u00f6lker emporkommen: die Skandinavier, die Ungarn, die Tschechen, die Japaner. Und man wird sich der \u00dcberzeugung nicht verschlie\u00dfen k\u00f6nnen, da\u00df die Vielsprachigkeit der Kulturwelt nicht in der Abnahme, sondern im Wachsen begriffen ist.<\/p>\n<p>So ist denn gegenw\u00e4rtig die Kultur der Welt zwar einheitlicher und internationaler, gleichzeitig aber ihr Hauptverbindungsmittel zerrissener und vielf\u00e4ltiger als je, \u2014 ein auf die Dauer unertr\u00e4glicher Widerspruch. Schon heute, welche Kalamit\u00e4t, da\u00df der gebildete Deutsche mindestens englisch und franz\u00f6sisch, der B\u00fcrger anderer Staaten au\u00dfer seiner Muttersprache sogar alle drei Sprachen, lernen mu\u00df, um den Anforderungen des Lebens gen\u00fcgen zu k\u00f6nnen! Und wie unvollkommen ist dies dabei doch der Fall! Man braucht nur einmal einen internationalen Kongre\u00df mitgemacht zu haben, um sich zu \u00fcberzeugen, wie hilflos selbst der kl\u00fcgste Geist dort der Aufgabe internationaler Verst\u00e4ndigung meist gegen\u00fcbersteht, ja, wie gering heute Wert und Wirkung internationaler Kongresse und Konferenzen gerade deshalb ist, weil es einem in seinem Berufe t\u00fcchtiges leistenden Mann kaum m\u00f6glich ist, daneben auch noch zwei oder drei fremde Sprachen so beherrschen zu lernen, da\u00df sie ihm in Rede und Schrift keinerlei Schwierigkeiten machen. Vollends ist die Entwicklung internationaler Organisationen und internationaler Zeitschriften sehen, warum nicht das, was bisher dank der Vielsprachigkeit derart r\u00fcckst\u00e4ndig, das; sie den Anforderungen der Praxis in keiner Weise entspricht.<\/p>\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden ist denn immer wieder und immer dringlicher das Ideal einer allgemeinen Weltsprache aufgetaucht, die als einzige fremde Sprache au\u00dfer der Muttersprache in s\u00e4mtlichen (auch den elementaren) Schulen aller V\u00f6lker gelehrt w\u00fcrde, soda\u00df eine einheitliche sprachliche Grundlage f\u00fcr den internationalen Verkehr vorhanden w\u00e4re. Der Wert, ja die Notwendigkeit einer solchen Weltsprache d\u00fcrfte niemand zweifelhaft sein. Nur die Frage der praktischen Durchf\u00fchrung des Planes ist nicht so einfach zu beantworten.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten erscheint ja der Ausweg, da\u00df man einfach eine der lebenden Sprachen durch einen Akt internationaler Verst\u00e4ndigung zur Weltsprache erkl\u00e4rt. Aber welche? \u2014<\/p>\n<p>Es liegt nahe zu antworten: Diejenige, welche ohnehin bereits am verbreitetsten auf der Welt ist. Dies ist nun aber ungl\u00fccklicherweise das chinesische Idiom, das von mehr als 400 Millionen gesprochen wird. Am n\u00e4chsten kommt ihm die Hindu spr\u00e4che mit 140 Millionen und danach vermutlich die t\u00fcrkische, die in ihren verschiedenen Dialekten von der chinesischen Grenze bis zum Balkan herrscht. Erst dann kommen die europ\u00e4ischen Sprachen, an deren Spitze Wohl englisch mit etwa 135 Millionen steht, falls nicht die russische Sprache ihr noch vorgeht, \u00fcber deren Verbreitung zuverl\u00e4ssige Ziffern nicht vorliegen. Spanisch d\u00fcrfte \u2014 zusammen mit portugiesisch, das ja eigentlich nur ein spanischer Dialekt ist, \u2014 insgesamt etwa von 95 Millionen gesprochen werden, franz\u00f6sisch und deutsch je von etwa 80 Millionen, w\u00e4hrend das Italienische heute nur noch etwa 35 Millionen umfa\u00dft.<\/p>\n<p>Die ziffernm\u00e4\u00dfige Verteilung der Sprachen ist aber auch deshalb ein schlechter Wertma\u00dfstab, weil sie sich dauernd und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schnell \u00e4ndert, d. h. mit der verschiedenen politischen und kommerziellen Expansion des betreffenden Volkes steigt und f\u00e4llt. Die Ziffern, die heute etwa f\u00fcr die Wahl einer Sprache zur \u201eWeltsprache&#8221; den Ausschlag geben w\u00fcrden, k\u00f6nnen also in wenigen Jahrzehnten schon vollst\u00e4ndig antiquiert sein. Und die Nolle speziell des Englischen als Weltsprache im engeren Sinne (d. h. als Verst\u00e4ndigungssprache zwischen Nicht-Engl\u00e4ndern verschiedener Nationalit\u00e4t) ist denn doch eine recht bescheidene: Es herrscht fast nur da, wo englischer Schiffsverkehr oder englische Siedlung der Kultur \u00fcberhaupt einen englischen Stempel aufdr\u00fcckt, also abgesehen von den englischen Kolonialgebieten haupts\u00e4chlich in den gro\u00dfen Hafen- und Handelspl\u00e4tzen des Weltmarktes. Sobald man aus diesen in das Innere des Landes hineinkommt, verliert sich ihre Herrschaft. So bildet in ganz S\u00fcd-Amerika das Spanische und Portugiesische, im Orient und der Levante das Franz\u00f6sische und Portugiesische, im Orient und auch das Deutsche, im inneren Asien vielfach das Russische die internationale Verst\u00e4ndigungssprache.<\/p>\n<p>Vor allem aber sind die lebenden Sprachen ohne Ausnahme viel zu schwer erlernbar. Deutsch und russisch, sowie die asiatischen Sprachen scheiden unter diesem Gesichtspunkte von vornherein aus. Das Englische leidet an der au\u00dferordentlichen Schwierigkeit der Aussprache, zu welcher ein spezifisch angels\u00e4chsisches Sprachwerkzeug geh\u00f6rt; ihre Korrektheit ist schon f\u00fcr gebildete Inl\u00e4nder h\u00e4ufig genug Gegenstand der Meinungsverschiedenheit, f\u00fcr den Ausl\u00e4nder \u00fcberhaupt kaum erreichbar und jedenfalls schwieriger, als die aller anderen Kultursprachen zusammen. Daneben wird die Erlernung erschwert durch die unglaublich regellose Orthographie, die selbst f\u00fcr Einheimische schwer mit Sicherheit erlernbar ist. Das Franz\u00f6sische vermeidet zwar diese Hindernisse eher, wenngleich seine Aussprache auch f\u00fcr viele Nichtromanen gro\u00dfe Schwierigkeiten hat; daf\u00fcr bietet aber Grammatik und Stil dem Ausl\u00e4nder eine schwer \u00fcberwindliche Aufgabe; ist doch z. B. berechnet worden, da\u00df seine unregelm\u00e4\u00dfigen Verben insgesamt 2265 verschiedene Endungen aufweisen! \u2014 Durchg\u00e4ngig fordern alle lebenden Sprachen von dem Lernenden wegen der gro\u00dfen Kompliziertheit und Un\u00fcbersichtlichkeit ihres nur aus der historischen Entwickelung heraus zu erkl\u00e4renden Aufbaues viel zu gro\u00dfe Opfer an Zeit und M\u00fche, um als Weltsprache in Betracht zu kommen. Denn Vorbedingung einer solchen ist, da\u00df sie auch dem nur mit Elementarkenntnissen Versehenen innerhalb kurzer Zeit ohne f\u00fchlbare Belastung seines Bildungsganges und \u2014 Geldbeutels erlernbar ist.<\/p>\n<p>Dazu kommt aber, da\u00df die Rivalit\u00e4t der Nationen es nie und nimmer gestatten w\u00fcrde, da\u00df \u00fcberhaupt eine lebende Sprache zum offiziellen internationalen Verst\u00e4ndigungsmittel gemacht wird. Denn die Sprache ist auch ein Macht mittel der Staaten, ist Waffe und Werkzeug der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Erpansion der V\u00f6lker. Das Volk, dessen Muttersprache durch einen internationalen Akt -um allgemeinen internationalen Verst\u00e4ndigungsn\u00fcttel erkl\u00e4rt w\u00fcrde, gew\u00f6nne dadurch solchen Vorsprung vor den anderen, ein derartiges politisches, wirtschaftliches und kulturelles \u00dcbergewicht, das; nur ein Staat, welcher von vornherein auf eine f\u00fchrende Stellung auf allen Gebieten der Kultur verzichtet, solchem Akte zustimmen und zu seiner Durchf\u00fchrung die Hand bieten k\u00f6nnte. Und gerade dem englischen Volke, dessen Sprache vielleicht am ehesten gew\u00e4hlt werden w\u00fcrde, d\u00fcrften seine gro\u00dfen Rivalen vorn europ\u00e4ischen Kontinent am allerletzten eine solche Pr\u00e4ponderanz f\u00fcr alle Zukunft der menschlichen Kultur zugestehen wollen und d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Es ist nun weiter die Frage aufgeworfen worden, ob nicht eine tote Sprache den gew\u00fcnschten Dienst leisten k\u00f6nne. Am n\u00e4chsten l\u00e4ge das Lateinische, das ja im Mittelalter bereits die Funktion einer internationalen Gelehrtensprache hatte. Es liegt aber auf der Hand, das; eine Sprache in ihrem ganzen Aufbau und Wortschatz der Kultur angcpa\u00dft sein mu\u00df, der sie als Verst\u00e4ndigungsmittel dienen soll; und darum \u2014 ganz abgesehen von ihrer auch sehr schwierigen Erlernbarkeit \u2014 d\u00fcrfte es sich schwerlich als m\u00f6glich erweisen, die lateinische Sprache zu einem schmiegsamen und anpassungsf\u00e4higen Verst\u00e4ndigungsmittel zwischen Angeh\u00f6rigen unserer modernen westeurop\u00e4ischen Kultur zu gestalten. Man denke nur, welche Anforderungen an Pr\u00e4zision und Ausdrucksf\u00e4higkeit etwa das Gebiet der modernen Technik, Kunst usw. verlangt. Es ist daher erkl\u00e4rlich, da\u00df eine von dem franz\u00f6sischen Sprachgelehrten Jean Ren\u00e9 Aubert unl\u00e4ngst an ca. 100 Fachkollegen in verschiedenen L\u00e4ndern erlassene Umfrage hier\u00fcber von allen Befragten, auch von den Altphilologen, rundweg ablehnend beantwortet wurde.<\/p>\n<p>Es fragt sich jedoch, ob sich die lateinische Sprache nicht derartig modernisieren lie\u00dfe, da\u00df sie den Anforderungen der Gegenwart Gen\u00fcge leistet. Diese Idee ist wiederholentlich aufgetaucht und eine ganze Reihe von geistreichen K\u00f6pfen hat sich mit Versuchen zu ihrer Durchf\u00fchrung besch\u00e4ftigt. Diesen Bestrebungen entsprang die \u201eIangue internationale n\u00e9olatine&#8221; von Courtonnes (1883), Eugen Laudas \u201eKosmos&#8221; (1888) und Dr. Roses \u201eNov Latim (1890), Beermanns \u201eNovilatin&#8221; (1805), Puchners \u201eNuove Roman&#8221; (1807), Fr\u00f6hlichs \u201eReformlatein&#8221; (1902), Prof. G. Peanos \u201eIatine sine flexione&#8221; u.a.m. Indessen kann man alle diese Versuche, so \u00fcberaus geschickt sie sprachtechnisch gro\u00dfenteils durchgef\u00fchrt sind, nicht als eine zureichende L\u00f6sung des Problems anerkennen, wie es denn auch keine von ihnen nur zu Ans\u00e4tzen einer praktischen Verwendung im gr\u00f6\u00dferen Kreise gebracht hat. Der Gedanke eines modernisierten Neulateins d\u00fcrfte vielmehr im Gegenteil durch diese Versuche als utopisch bewiesen sein.<\/p>\n<p>Nun l\u00e4ge noch eine dritte M\u00f6glichkeit vor. Man k\u00f6nnte sich der Erwartung hingeben, da\u00df vielleicht im Laufe der Zeit eine allm\u00e4hliche Verschmelzung der Hauptkultursprachen vor sich gehen w\u00fcrde, da\u00df also etwa ebenso wie im Orient aus dem Franz\u00f6sischen und dem einheimischen Dialekte die sogenannte \u201elingua franca&#8221;. oder in Ostasien das \u201ePidgen-English&#8221;, in Amerika das \u201eChinook&#8221;, das \u201eDeutsch-Amerikanisch&#8221;, das \u201eYiddish&#8221;, entstanden ist, einmal auch eine slavo-germanisch-romanische Mischsprache sich herausbilden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Diesen Gedanken f\u00fchrt u. a. der spanische Marmearzt in Chile, Dr. Liptay (Eine Gemeinsprache der Kulturv\u00f6lker, 1891, Brockhaus, Leipzig), n\u00e4her aus: Er erblickt die Grundlage zu einer solchen Gemeinsprache (\u201eLengua Catolica&#8221;) in den mehr oder weniger allen gebildeten Kultursprachen gemeinsamen, meist romanischen Fremdw\u00f6rtern, deren z.B. die deutsche Sprache nach Kaltschmidt 70.000, nach Heyse 90.000 z\u00e4hle, w\u00e4hrend das Englische mit seinem allm\u00e4hlich aufgenommenen Wortsch\u00e4tze von 70 % romanischer Elemente schon geradezu eine Mischsprache darstelle. Man solle nur anerkennen, \u201eda\u00df diese so verha\u00dften Fremdw\u00f6rter &#8230;. ein Gemeingut aller Kulturv\u00f6lker und die Br\u00fccke sind, die den unmittelbaren geistigen Verkehr zwischen den Deutschen und ihren Nachbarn ringsum erm\u00f6glicht, da\u00df diese Eindringlinge berufen sind, die Assimilation zwischen Germanen und Nomanen anzubahnen, und da\u00df deren Ausrottung &#8230;. der Auff\u00fchrung eines Walles gleichkommt, der an Undurchdringlichkeit die ber\u00fchmte Mauer Chinas weit hinter sich l\u00e4\u00dft&#8221;. Es gelte daher lediglich, auch f\u00fcr die Begriffe mit noch nationalsprachlicher Benennung \u201eWeltw\u00f6rter&#8221; nach Analogie der Fremdw\u00f6rter aufzustellen, resp. die Ans\u00e4tze dazu aus dem vorhandenen Sprachmaterial richtig herauszufinden, und dann eine einfache Grammatik dazu zu f\u00fcgen, so w\u00e4re die nat\u00fcrliche Weltsprache der Zukunft sertiggestellt.<\/p>\n<p>Hiergegen ist zweierlei geltend zu machen: Zun\u00e4chst \u00fcbersieht Liptay den leidigen Umstand, da\u00df der weitaus gr\u00f6sste Teil jener Fremdw\u00f6rter seltene Fachausdr\u00fccke sind, w\u00e4hrend die Sprache des n\u00fcchternen Alltagslebens verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig fremdwortrein ist. Zweitens beurteilt er die Entwickelung falsch. So notwendig und berechtigt das Fremdwort ist, zu seiner dauernden Aufnahme als \u201eLehnwort&#8221; geh\u00f6ren noch bestimmte Voraussetzungen, die seine Anpassung an Ton und Rhythmus, Flexion usw. der Gastsprache erm\u00f6glichen. Diese nun erf\u00fcllt nur ein Bruchteil der gebrauchten Fremdworte. Die andern aber werden erfahrungsgem\u00e4\u00df im Laufe der Jahrzehnte von der Sprache wieder ausgeschieden und durch einen national-sprachlichen Ausdruck ersetzt.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndige Mischsprachen aber sind stets nur eine Begleiterscheinung vorausgegangener V\u00f6lkermischung und nur auf dieser Basis lebensf\u00e4hig. Die Entstehung einer Welt-Mischsprache setzte also eine allgemeine V\u00f6lker- und Rassenmischung voraus, die nicht nur unwahrscheinlich ist, sondern auch bestenfalls erst im Laufe langer Jahrhunderte eintreten k\u00f6nnte, womit uns nicht geholfen ist. Liptaps Versuche zur Vorauskonstruktion der Mischsprache sind denn auch ergebnislos geblieben.<\/p>\n<p>Es ergibt sich also: Wenn das Bed\u00fcrfnis nach einem internationalen Verst\u00e4ndigungsmittel \u00fcberhaupt befriedigt werden kann, so kann dies nur geschehen durch eine ad hoc zu konstruierende neue k\u00fcnstliche Neutralspr\u00e4che.<\/p>\n<p>Dieser Gedankeerscheint zun\u00e4chst absurd. Man hat sich gew\u00f6hnt. die Sprache als etwas gewisserma\u00dfen organisch Gewachsenes zu betrachten, dessen k\u00fcnstliche Herstellung eine Unm\u00f6glichkeit bedeute. Indessen ist es mit dem angeblich organischen Charakter der lebenden Sprachen eine eigene Sache: Die Sprache ist ja lediglich eine bestimmte Form interpersonaler Verst\u00e4ndigung, genau so, wie andere diesem Zwecke dienende Formen, also etwa die Verst\u00e4ndigung durch Gesten oder Bilder. Die Sch\u00f6pfung geeigneter Formen und Ausdr\u00fccke ist aber ein individueller Vorgang; sozial wird er erst nachtr\u00e4glich durch Adoption, dieser seitens eines gr\u00f6\u00dferen Kreises.<\/p>\n<p>Es ist daher nicht einzusehen, warum nicht das, was faktisch einige Hunderte oder Tausende Personen im Laufe l\u00e4ngerer Zeiten geleistet haben, grunds\u00e4tzlich ebensogut von einem Einzelnen innerhalb kurzer Zeit geleistet werden k\u00f6nnen soll. Wird diese Sch\u00f6pfung alsdann von einem gr\u00f6\u00dferen Kreise adoptiert, so ist damit eben eine neue Sprache gegeben.<\/p>\n<p>Die gleichen Bedenken h\u00e4tten sich ja auch gegen die Sch\u00f6pfung anderer k\u00fcnstlicher Verst\u00e4ndigungsmittel, wie z. B. die stenographische Kurzschrift als (teilweisen) Ersatz der organisch entwickelten Kurrentschrift, das Dezimalsystem in Ma\u00df, M\u00fcnze und Gewicht, das Morse-Alphabet, den Telegraphen-Code, die Flaggensignale der Seeschiffe, die internationale Noten- und Ziffernschrift u.a.m. einwenden lassen. Das alles sind individuell erdachte, durch Konvention international bzw. allgemein gewordene Verst\u00e4ndigungsmittel. \u2014 Im \u00fcbrigen hat die Praxis bereits unwiderleglich die M\u00f6glichkeit erwiesen, eine Kunstsprache zu schaffen, die allen Bed\u00fcrfnissen einer lebenden Sprache entspricht: In Esperanto z.B. verst\u00e4ndigen sich heute bereits Hunderttausende von Personen verschiedenster Nationalit\u00e4t m\u00fcndlich und brieflich miteinander und konsumieren die Lekt\u00fcre von mehr als 20 verschiedenen Zeitschriften und von bereits Hunderten von Literaturwerken. Und \u00e4hnlich fr\u00fcher in Volap\u00fck.<\/p>\n<p>Indessen l\u00e4\u00dft sich der gemachte Einwand dahin erweitern: Selbst wenn eine brauchbare Kunstsprache erschaffbar ist, kann sie aus die Dauer nicht lebensf\u00e4hig sein, weil jede Sprache sich weiter entwickeln, also ver\u00e4ndern mu\u00df, und \u00fcberdies die nationalen Eigent\u00fcmlichkeiten in Aussprache und Stil allm\u00e4hlich aus der Ursprache wieder eine Anzahl verschiedener Nationalsprachen machen w\u00fcrden, wie aus der einen r\u00f6mischen Sprache die verschiedenen romanischen Sprachen entstanden seien.<\/p>\n<p>Die Entwickelung einer Sprache ist nun eine dreifache. Zun\u00e4chst eine grammatikalische; und zwar in der Richtung zu immer weitergehender Vereinfachung der grammatikalischen Formen wie der Satzbildung. Da aber eine Kunstsprache begreiflicherweise von vornherein auf einer derma\u00dfen vereinfachten Grammatik aufgebaut wird, da\u00df deren weitere Vereinfachung unm\u00f6glich ist, so scheidet Wohl dieses Moment vollkommen aus.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Der Text stammt aus einem Scan der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek. F\u00fcr die Konversion der Frakturschrift (OCR) wurde eine Probeversion der Software<a href=\"https:\/\/finereaderonline.com\/en-us\"> ABBYY Finereader<\/a> eingesetzt, die allerdings nur 10 Seiten (ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Materials) pro Monat erlaubt.<\/p>\n<p>Die Konversion ist von hoher Qualit\u00e4t und ben\u00f6tigt nur wenig Nachbearbeitung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7510\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Borgius-Weltsprache-Seite-1-Kopf.jpg\" alt=\"\" width=\"2472\" height=\"2113\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Weltsprache-Problem von W. Borgius. Brosch\u00fcre in der Reihe \u00bbKultur und Fortschritt\u00ab Nr. 102 Verlag Felix Dietrich, Leipzig, 1907 Dr. Walter Borgius hatte sich zu Beginn des 20. 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