{"id":5476,"date":"2018-01-18T16:17:59","date_gmt":"2018-01-18T15:17:59","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=5476"},"modified":"2018-01-21T21:42:00","modified_gmt":"2018-01-21T20:42:00","slug":"libroj-de-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/libroj-de-2017\/","title":{"rendered":"Esperanto-Buchmarkt 2017"},"content":{"rendered":"<p>Der Nachrichtendienst \u00bb<a href=\"http:\/\/www.liberafolio.org\/2018\/01\/17\/la-libroj-de-la-jaro-2017\/\">libera folio<\/a>\u00ab hat aktuell eine Analyse des Esperanto Buchmarkts 2017 von Pawe\u0142 Fischer-Kotowski ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.liberafolio.org\/2018\/01\/17\/la-libroj-de-la-jaro-2017\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5477 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/liberafoliokapo600.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"41\" \/><\/a>Leider werden die B\u00fccher, die von Berlinern 2017 ver\u00f6ffentlicht wurden, nicht ber\u00fccksichtigt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Esperanto \u2013 Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg \u2013 111 Jahre<\/strong>, Hrsg. EVBB, Red. Fritz Wollenberg, Verlag Mondial \u2013 New York, Berlin, 509 Seiten<\/li>\n<li>Die Esperanto-\u00dcbersetzung des Romans \u00bbErben des Schweigens\u00ab von<span id=\"ygrps-yiv-1425166951yui_3_16_0_ym19_1_1498221800123_5263\"> <a href=\"http:\/\/www.sabinedittrich.de\/\">Sabine Dittrich<\/a><\/span> , das von Berlinern \u00fcbersetzt und am <span id=\"ygrps-yiv-1425166951yui_3_16_0_ym19_1_1498221800123_5263\"><a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/heredantoj\/\">29. Juni 2017<\/a> in der <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/grupoj\/donnerstagsrunde\/\">Donnerstagsrunde<\/a><\/span> im Beisein der Autorin vorgestellt wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beide B\u00fccher wurden auch beim <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/zamenhof-festo-2017\/\">Zamenhof-Fest 2017<\/a> vorgestellt, das ja auch als Tag des Esperanto-Buchs begangen wird.<\/p>\n<p>Ein Werk, an dem Berliner massgeblich beteiligt waren, wird allerdings erw\u00e4hnt: Die Nummer 100 des <a href=\"http:\/\/katalogo.uea.org\/katalogo.php?inf=9578\"><em>Informilo por Interlingvistoj<\/em><\/a>. mit dem Inhaltsverzeichnis der Nummern 1 bis 99. Die Zeitschrift war seit 1992 unter der Redaktion des k\u00fcrzlich verstorbenen <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/blanke-bz\/\">Detlev Blanke<\/a>\u00a0 erschienen.<\/p>\n<p>Bei der 2017 erschienenen \u00dcbersetzung des 1934 orginal in Esperanto erschienen Romans <em>Turstrato 4<\/em> (<a href=\"http:\/\/katalogo.uea.org\/katalogo.php?inf=9521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-slimstat=\"5\"><strong><em>Turmstrasse 4<\/em><\/strong><\/a>) von Hans Weinhengst (\u00fcbersetzt von\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.liberafolio.org\/2017\/09\/05\/tur-strato-igos-turmstrasse\/\" data-slimstat=\"5\">Christian Cimpa<\/a>) gibt es zumindest eine Verbindung zu Berlin. Der Autor starb hier gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und\u00a0<a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/weinhengst-turmstrasse\/\">wurde in Spandau begraben<\/a>. Am 29. September 2017 gab es eine Lesung in der Buchhandlung Montag (Pappelallee 25).<\/p>\n<h2>Lauter alte B\u00fccher von alten M\u00e4nnern<\/h2>\n<p>Bei der Zusammenstellung vonPawe\u0142 Fischer-Kotowski f\u00e4llt auf, dass die meisten Autoren sehr lange bekannt sind und oft neben einem umfangreichen Lebenswerk auch schon ein hohes Alter erreicht haben: Trevor Steele, Sten Johanson,\u00a0Ed Borsboom,\u00a0 Roman Dobrzy\u0144ski, Stano Mar\u010dek, William Auld, Ulrich Lins, Geraldo Mattos, Miyamoto Masao. Mal ganz abgesehen von Urgestein, wie Julio Baghy, Ivo Lapenna und Edmond Privat, die aber nicht mehr unter den Lebenden weilen.<\/p>\n<p>Weibliche Autoren sind eher selten. Erw\u00e4hnt wird J<a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/J%C3%BAlia_Sigmond\">\u00falia Sigmond<\/a>, die aber auch schon 1929 geboren ist und 1969 als \u00bbNova Talento\u00ab durchgehen konnte.<\/p>\n<div style=\"width: 157px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/esperanto.stackexchange.com\/users\/670\/stela-besenyei\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/tejo.org\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Stela-Besenyei.jpg\" alt=\"\" width=\"147\" height=\"261\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Stela Besenyei laboris por Pasporta Servo<\/p><\/div>\n<p>Junges und weibliches Potenzial findet man allenfalls bei den Verantwortlichen f\u00fcr\u00bb<a href=\"https:\/\/pasportaservo.org\/\">Pasporta Servo<\/a>\u00ab, wo 2017 nach vielen Jahren eine gedruckte Version ver\u00f6ffentlicht werden konnte. Aber das ist keine literarisch anspruchsvolle T\u00e4tigkeit mit der man sich als Autor oder Poet profilieren kann.<\/p>\n<p>Stela Besenyei hat einen Blog, der den sehr sympathischen Titel \u00bb<a title=\"Stela \u0109iam nur kritikas\" href=\"https:\/\/stelachiamnurkritikas.wordpress.com\/\" rel=\"home\">Stela \u0109iam nur kritikas\u00ab<\/a><a href=\"https:\/\/pasportaservo.org\/\">\u00a0<\/a>(Stela kritisiert nur) hat und durchaus literarische Qualit\u00e4ten aufweist.<\/p>\n<p>Sie betreibt ausserdem eine Seite mit Podcasts unter dem Titel<\/p>\n<h3 class=\"title\"><a href=\"https:\/\/laboren.org\/\">La Bona Renkonti\u011do <small class=\"subtitle\">kun Stela<\/small><\/a><\/h3>\n<p>in dem handwerkliches zur Organisation von Esperanto-Treffen vermittelt wird. \u00dcberaus empfehlenswerte Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p>Pasporta Servo ist seit Jahrzehnten ein Projekt des <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Tutmonda_Esperantista_Junulara_Organizo\">Esperanto-Weltjugenverbandes tejo<\/a>. Manch bew\u00e4hrter Schriftsteller hat sich dort die ersten Sporen verdient. Auch <a title=\"Pawe\u0142 Fischer-Kotowski\" href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Pawe%C5%82_Fischer-Kotowski\">Pawe\u0142 Fischer-Kotowski<\/a>, war einst Generalsekret\u00e4r von tejo 2013 und verantwortlich f\u00fcr Pasporta Servo. Damals k\u00fcndigte er die Papierausgabe f\u00fcr August des Jahres an.<\/p>\n<h2>Verzerrtes Bild von Pawel<\/h2>\n<div style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/katalogo.uea.org\/index.php?inf=9577\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/katalogo.uea.org\/bildoj\/9577.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"250\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Murdo de aktoro balda\u016d surceneji\u011donta donas iom da laboro al la fama komisaro Roberto Elis.<\/p><\/div>\n<p>In der Diskussion in einer geschlossenen Benutzergruppe wurde zu Recht angemerkt, dass die Datenbasis von <a title=\"Pawe\u0142 Fischer-Kotowski\" href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Pawe%C5%82_Fischer-Kotowski\">Pawe\u0142 Fischer-Kotowski<\/a> wenig representativ sei. Er wertete die nur Ums\u00e4tze des Buchdienstes<a href=\"https:\/\/katalogo.uea.org\/\"> (LibroServo) des Esperanto-Weltverbandes UEA<\/a> aus. Traditionell geh\u00f6ren die Kunden, wie die Teilnehmer der Welkongresse, eher der \u00e4lteren Generation an und dementsprechend sind ihre Pr\u00e4ferenzen. <a href=\"https:\/\/katalogo.uea.org\/index.php?st=novaj\">Neuzug\u00e4nge <\/a>kann man aus der Datenbank abfragen. Mitte Januar 2017 ist kaum etwas aktuelles zu finden. Ein Krimi von<a href=\"http:\/\/esperanto.net\/literaturo\/autor\/gates.html\"> Ronald Cecil Gates <\/a>ist von 2016, aber der Autor ist von 1923. Immerhin orginal auf Esperanto verfasst wie einer<a href=\"http:\/\/esperanto.net\/literaturo\/autor\/gates.html\"> Reihe anderer Kriminalromane <\/a>von ihm, keine \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p>Daten von anderen Buchdiensten, etwas dem <a href=\"https:\/\/www.esperanto-buchversand.de\">Buchdienst von Wolfgang Schwanzer<\/a> in Verbindung mit dem <a href=\"https:\/\/www.esperanto.de\/de\/enhavo\/gea\/deutscher-esperanto-bund-e-v\">Deutschen Esperanto-Bund<\/a> (DEB), liegen nicht vor.<\/p>\n<p>Die Seite &#8220;<a href=\"https:\/\/www.esperanto.de\/de\/literatur\">Literatur<\/a>&#8221; des DEB erw\u00e4hnt auch \u00fcberwiegend historische Werke. Bildgeschichten, wie &#8220;Asterix&#8221;oder &#8220;Tim und Struppi&#8221; m\u00f6gen vor Jahren die Lehrer schockiert haben, sind aber heute selbst Klassiker.<\/p>\n<h2>Drucken nach Bedarf<\/h2>\n<p>Ein anderer Einwand betraf die Tatsache, dass heute nicht mehr unbedingt \u00fcber Verlage publiziert und durch den Buchhandel verkauft wird. Das Gesch\u00e4ftsmodell \u00bbBooks on demand\u00ab bietet sich f\u00fcr Esperanto-Literatur an, da es sich in der Regel um kleine Auflagen (meist weniger als 1.000) handelt. Dieser Markt ist statistisch \u00fcberhaupt nicht erfassbar, es sei denn die Produzenten selbst machen Angaben.<\/p>\n<p>Von Johano Pachter, der bei verschiedenen Veranstaltungen (z. B <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/zamenhof-festo-2017\/\">Zamenhof-Fest 2017<\/a>) seinen B\u00fcchertisch aufbaut, wurde angemerkt, dass auch Jugendliche alte Literatur kaufen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Es kam auch der Einwand, dass Jugendliche eher im Internet kommunizieren w\u00fcrden. Allerdings konnte niemand auf Anhieb eine Stelle nennen, wo moderne Esperanto-AutorInnen zu finden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Es gibt einige Ressourcen, die Esperanto-Literatur zum download bereithalten, darunter so renommierte, wie \u00bbProjekt Gutenberg\u00ab oder \u00bbWikisources\u00ab. Allerdings findet man da auch eher historische Literatur. Neueres kann man teilweise \u00fcber \u00bbGooglebooks\u00ab zumindest ausschnittsweise ansehen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Esperanta_literaturo\">Wikipedia <\/a>enth\u00e4lt auch nur Verweise zu historischen Titeln. Es gibt eine ganze Reihe von Ressourcen, die \u00bbeLibroj\u00ab anbieten. Es gibt eine Gruppe mit diesem Namen in <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/1742493435974727\/?ref=nf_target&amp;fref=nf\">Facebook, die von Roberto Poort<\/a> (Las Vegas, USA) eingerichtet wurde. Auf den ersten Blick sieht es dort auch nicht wirklich taufrisch aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nachrichtendienst \u00bblibera folio\u00ab hat aktuell eine Analyse des Esperanto Buchmarkts 2017 von Pawe\u0142 Fischer-Kotowski ver\u00f6ffentlicht. 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