{"id":5915,"date":"2018-09-06T07:53:57","date_gmt":"2018-09-06T06:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=5915"},"modified":"2018-10-05T11:24:56","modified_gmt":"2018-10-05T10:24:56","slug":"somera-festo-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/somera-festo-2018\/","title":{"rendered":"6. Sommerfest auf dem Esperantoplatz \u2013 beschwingt \u2013 kiezorientiert &#8211; weltoffen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5916 aligncenter\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-13-k.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"276\" \/><\/p>\n<p>Die jamaikanischen Palmen auf dem Plakat versprachen nicht zu viel. Jonny M. begeisterte auch in diesem Jahr die Besucher des Sommerfestes auf dem Esperantoplatz am Mittwoch, 29. August, mit Reggae-Musik, und er sang nicht nur in Esperanto, nein auch in Japanisch und Spanisch. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5917 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-30-k.jpg\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"208\" \/><\/p>\n<p>Dazu kommentierte er seine engagierten Lieder in Deutsch und erz\u00e4hlte von seinen Esperanto-Reisen als S\u00e4nger. \u201eDankon al miaj plej bonaj amikoj en la mondo \u2013 Danke meinen besten Freunden in der Welt\u201c, sang er und z\u00e4hlte einige auf. F\u00fcr beschwingte Musik anderer Art am Anfang und am Ende des Festes sorgte Hartmut Mittag mit seiner Ziehharmonika und mittendrin Alexander Danko mit dem Akkordeon.<\/p>\n<p>Mit den Begr\u00fc\u00dfungsworten der drei Veranstalter Ronald Schindler f\u00fcr die Esperanto-Liga Berlin (ELB), Rolf Kemnitzer f\u00fcr das Interkulturelle Theaterzentrum (itz) und Christian Schaaf f\u00fcr A.-Z-Hilfen Berlin wurden das Fest und die Aktion \u201eRede Klartext unter der Zamenhof-Eiche!&#8221; er\u00f6ffnet, und neben sch\u00f6nen Worten \u00fcber das sonnige Wetter und die herrliche Atmosph\u00e4re wurden Probleme auf dem Platz und im Kiez angesprochen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5918 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-05-k.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"187\" \/><\/p>\n<p>Bezirksstadtrat Jochen Biedermann, der fr\u00fcher aus seiner Wohnung auf den Esperantoplatz schauen konnte, freute sich, dass der nun zum Ort der Begegnung geworden ist, ging, aber in seinem Gru\u00dfwort vor allem auf die wachsenden Mietprobleme ein und rief dazu auf, sich an die Mieterberatung zu wenden.<\/p>\n<p>Den interkulturellen Charakter des Festes unterstrich der Auftritt der Direktorin des Polnischen Instituts Berlin, die am Beginn des Festes das traditionelle \u201eWillkommen auf dem Esperantoplatz\u201c in Polnisch wiedergab: &#8220;Witamy na Esperanto-Placu!&#8221;. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5919 alignleft\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-32-k.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"223\" \/><\/p>\n<p>Sie hob die besondere Beziehung Polens zum Esperanto und seinem Sch\u00f6pfer Ludwig Zamenhof hervor, verwies auf bekannte internationale Esperanto-Veranstaltungen in Polen wie das Kulturfestival ARKONES in Pozna\u0144 und auf eine Veranstaltung ihres Instituts im Juni dieses Jahres, dem Jahr des Europ\u00e4ischen Kulturerbes, unter dem Thema \u201eEsperanto als Tr\u00e4ger der Esperanto-Kultur\u201c.<\/p>\n<p>Dass Polen als Geburtsland des Esperanto gilt, seit 2014 diese internationale Sprache auf der Liste seines Kulturerbes stehen hat und wichtige Beitr\u00e4ge zur internationalen Esperanto-Kultur leistet, wurde auch in der viel beachteten Ausstellung \u201eEsperanto-Kultur im Europ\u00e4ischen Kulturerbejahr 2018\u201c deutlich. Hier wurde gezeigt, wie Menschen, Vereine, Institutionen in vielen L\u00e4ndern Europas zur Esperanto-Kultur beitragen. Vorgestellt wurden unter anderem Verlage wie \u201eSezonoj\u201c in Kaliningrad (Russland) und \u201eFlandra Esperanto-Ligo\u201c in Antwerpen (Belgien), Schriftsteller und Schriftstellerinnen wie William Auld (Schottland \u2013 Gro\u00dfbritannien) und Spomenka \u0160timec (Kroatien), Organisationen wie der Weltesperantobund (Sitz in Rotterdam \u2013 Niederlande) und der Weltverband der Esperanto-Journalisten (Sitz in Wilnius \u2013 Litauen), Kultureinrichtungen wie das Esperanto-Museum der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek in Wien (\u00d6sterreich) und das Esperanto-Museum in Svitavy (Tschechien).<\/p>\n<p>Unter den mehr als 100 Besucherinnen und Besuchern des Festes sprachen etwa 20 Esperanto. Es erklangen neben Deutsch auch Spanisch, Arabisch und andere Sprachen. Man lie\u00df sich im Caf\u00e9 den von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von A-Z Hilfen gebackenen Kuchen oder die alkoholfreien Cocktails schmecken, lauschte der Musik\u00a0 oder informierte sich an den St\u00e4nden der Vereine \u00fcber deren Angebote.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5920 aligncenter\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-33.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"294\" \/><\/p>\n<p>Zum ersten Mal beim Fest dabei war Yopic e.V., ein Verein, der den Besucherinnen und Besuchern des Festes Anregungen f\u00fcr Rezepte ohne Fleisch, f\u00fcr M\u00fclltrennung und f\u00fcr einen pers\u00f6nlichen Beitrag zum Klimaschutz gab. Am Stand des Quartiersmanagements gab es neben vielen Info-Materialien ein Quiz, das mit dem Kiez vertraut machte. Welche Unterst\u00fctzung A-Z Hilfen vor allem wohnungslosen jungen Leuten gibt, erkl\u00e4rten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Caf\u00e9.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5921 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerfest-Esperantoplatz-23-k.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"263\" \/><\/p>\n<p>Zum Schm\u00f6kern in Esperanto-B\u00fcchern, zum Blick ins W\u00f6rterbuch oder ins Lehrbuch forderte der Esperanto-Stand heraus, an dem der erfahrene Esperanto-Kenner Gerd Bussing Auskunft gab. \u00a0Ein Vertreter der zur Europawahl angetretenen Partei \u201eEuropa Demokratie Esperanto\u201c erl\u00e4uterte, warum nach seiner Meinung eine gemeinsame Sprache f\u00fcr Europa wichtig ist.<\/p>\n<p>Kinder waren beim Fest sehr willkommen. Viele lie\u00dfen sich erstmal am Schminkstand des itz kunstvoll schminken, mancher st\u00fcrzte sofort zur Buttonmaschine am A-Z-Hilfen-Stand oder lief auf den benachbarten Bolzplatz, um dort mit den Mitarbeitern des AWO-Jugendclubs \u201eDie Scheune\u201c Ball zu spielen. Mutige M\u00e4dchen aus der L\u00f6wenzahn-Grundschule traten sogar auf und bekamen viel Applaus f\u00fcr ihren Gesang.<\/p>\n<p>Ab 16.00 Uhr gingen dann Interessierte in der zum Sommerfest ge\u00f6ffneten St-Richard-Kirche auf Entdeckungstour. Frau Patermann beantwortete sachkundig Fragen zur Altarwand, den Gem\u00e4lden, Reliefs und anderem in der denkmalgesch\u00fctzten Kirche.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit g\u00e4rtnerten schon andere auf den Gr\u00fcnfl\u00e4chen des Platzes unter Anleitung der Mitarbeiter von Kiez und Natur im Rahmen des Projekts \u201eEmpowerment f\u00fcr Umweltbewusstsein\u201c. Pflanzen, Materialien und Werkzeuge standen bereit. Schon eine Woche vor dem Fest war in einer Aktion Unkraut beseitigt und der Platz entm\u00fcllt worden, dazu wurden die B\u00e4nke gestrichen und mit Gr\u00fc\u00dfen in Esperanto bemalt. Auch die Schrift auf der Erinnerungstafel vor der Eiche wurde erneuert.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5922 aligncenter\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Esperantoplatz-Bank-Schrift-k.jpg\" alt=\"\" width=\"485\" height=\"363\" \/><\/p>\n<p>Nicht gelungen ist die rechtzeitige Erneuerung des zerst\u00f6rten Schaukastens, so dass das Informationsplakat zum Platz nur provisorisch angebracht wurde. Es wird aber weiter an einem neuen Schaukasten gearbeitet.<\/p>\n<p>Mit den Finanzen aus dem Aktionsfond des Quartiersmanagements Richardplatz S\u00fcd im Rahmen des Programms Soziale Stadt, dem pers\u00f6nlichen Engagement von Anwohnern und Engagierten aus Vereinen und Institutionen und ihrem Teamgeist ist es gelungen auch das 6. Esperantoplatzfest\u00a0 mit seinen Aktionen, Begegnungen und Gespr\u00e4chen kiezorientiert und weltoffen zu gestalten.<\/p>\n<p>Fritz Wollenberg (Text und Fotos)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die jamaikanischen Palmen auf dem Plakat versprachen nicht zu viel. Jonny M. begeisterte auch in diesem Jahr die Besucher des Sommerfestes auf dem Esperantoplatz am Mittwoch, 29. 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