{"id":5986,"date":"2018-10-07T11:30:42","date_gmt":"2018-10-07T10:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=5986"},"modified":"2018-10-08T13:05:23","modified_gmt":"2018-10-08T12:05:23","slug":"berlinanoj-en-gil-konferenco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/berlinanoj-en-gil-konferenco\/","title":{"rendered":"Berliner bei der GIL-Tagung"},"content":{"rendered":"<p>Traditionell findet die Jahrestagung der GIL (<a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/wb\/pages\/startseite.php\">Gesellschaft f\u00fcr Interlinguistik<\/a>) in Berlin statt. In diesem Jahr\u00a0 ist es in der <a href=\"https:\/\/www.jugendherbergeberlinostkreuz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugendherberge Berlin Ostkreuz<\/a>\u00a0(Marktstra\u00dfe 9-12,\u00a010317 Berlin) in Friedrichshain vom 23. bis 25. November 2018.<\/p>\n<p>Das Schwerpunktthema (<a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/wb\/pages\/neuigkeiten.php#tagung_27\">zum Programm<\/a>) ist:<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Sprache und Globalisierung<\/h2>\n<p>Im vollst\u00e4ndigen Programm (<a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/wb\/media\/sonstiges\/28_GIL-Tagung_Programm.pdf\">PDF<\/a>) tauchen die Namen von verschiedenen Berlinern als Referenten auf.<\/p>\n<ul>\n<li>Dr. Cyril Robert Brosch (Berlin): Einige Bemerkungen zur Muttersprachlichkeit in Esperanto<\/li>\n<li>Roland Schnell (Berlin): Querverbindungen zwischen Esperanto und der<br \/>\nlebensformerischen Zeitschrift \u201eDer Vortrupp\u201c<\/li>\n<li>Ortwin Zeitlinger (Berlin): Eine universale Orthografie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ebenfalls ist es eine langj\u00e4hrige Tradition, dass Johann Pachter mit seinen B\u00fcchertisch dabei ist. Ein Bein in Berlin hat Martin Haase, der auch einmal Vorsitzender der Esperanto-Liga Berlin war.<\/p>\n<ul>\n<li>Prof. Dr. Martin Haase (Bamberg): Jenseits des Globalen \u2013 Zur Typologie des<br \/>\nKlingonischen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und nicht zu vergessen ist <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/?s=Blanke\">Dr. Detlev Blanke<\/a>, auf den die Gr\u00fcndung der GIL im Jahr 1991 letzlich zur\u00fcck geht. Es gibt eine <a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/wb\/pages\/neuigkeiten.php#trauer\">Todesanzeige<\/a> bei GIL. Es wurde auf den <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/blanke-bz\/\">Nachruf in der BZ<\/a> hingewiesen und sein Lebenwerk war Thema der <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/blanke-lisboa-uk\/\">Esperantologischen Konferenz beim Weltkongress<\/a> in Lissabon 2018.<\/p>\n<p>Zum Vortrag von Roland Schnell liegt schon eine Zusammenfassung vor:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5990 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Vortrupp-1914-crop.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"221\" \/>Bei einer Zeitschrift, die sich martialisch \u00bbDer Vortrupp\u00ab nennt und sich als \u00bbHalbmonatsschrift f\u00fcr das Deutschtum unserer Zeit\u00ab vorstellt, erwartet man keine besondere Sympathie f\u00fcr Esperanto. Tats\u00e4chlich sind im Vortrupp zwischen 1912 und 1919 in jedem Jahr mit Ausnahme des letzten ausschliesslich wohlwollende Beitr\u00e4ge zu Esperanto erschienen. Das waren knappe Meldungen \u00fcber die Entwicklung der Esperanto-Bewegung und l\u00e4ngere Abhandlungen zu sprachwissenschaftlichen Aspekten die jeweils 1 \u2013 2 % der Druckseiten eines Jahrgangs einnehmen. 1917 war es ein Lebensbild von Zamenhof, das der bekannte Schriftsteller Heinrich Nienkamp auch in einer zweisprachigen Version als Brosch\u00fcre im Verlag \u00bbAder &amp; Borel\u00ab ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Umgekehrt hat die Esperanto-Bewegung immer wieder auf den \u00bbVortrupp\u00ab hingewiesen und ausdr\u00fccklich als Publikation erw\u00e4hnt, die der Sache von Esperanto wohlwollend gegen\u00fcberstehe. Im \u00bbGermana Esperantisto\u00ab von 1914 schaltete \u00bbDer Vortrupp\u00ab eine Anzeige mit dieser Botschaft. Verschiedene Esperanto-Gruppen nahmen Kontakte zu den \u00fcber 150 Ortsgruppen des \u00bbVortrupp-Bundes\u00ab auf. Sie boten an Vortr\u00e4ge \u00fcber Esperanto zu halten und boten Esperanto-Kurse an.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Erscheinungsbild des \u00bbVortrupp\u00ab l\u00e4sst nicht erkennen, dass es sich um alles andere als, ein \u00bbdeutschnationales\u00ab Organ handelte, sondern um eine Stimme der \u00bbLebensreformbewegung\u00ab, die sich f\u00fcr Bodernreform, Schulreform, Ern\u00e4hrungsreform usw. einsetzte. Esperanto wurde dabei als rationelle L\u00f6sung des \u00bbSprachproblems\u00ab integriert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Querbeziehungen konnten 2018 erforscht werden, nachdem ein <a href=\"http:\/\/www.walternagel.de\/bibliotheken-museen-und-archive\/aktuelles\/items\/projekt-deutsches-kolonialarchiv-in-bremen-und-frankfurt\">DFG-Projekt<\/a> die komplette Sammlung des \u00bbVortrupp\u00ab der <a href=\"http:\/\/brema.suub.uni-bremen.de\/dsdk\/periodical\/titleinfo\/1972006\">Universit\u00e4tsbibliothek Bremen digitalisiert<\/a> hatte und durch eine spezielle OCR-Software die Frakturschrift f\u00fcr die Textsuche zug\u00e4nglich wurde. Gleichzeitig wurde an der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek durch das System ANNO die fr\u00fcher digitalisierten Esperanto-Zeitschriften f\u00fcr die Textsuche erschlossen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Damit konnte die Intensit\u00e4t der Beziehungen, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nicht mehr systematisch bearbeitet wurden, erstmals in vollem Umfang erfasst werden. Dabei wurden interessanten \u00dcbereinstimmungen, etwa in der Haltung zum Ersten Weltkrieg und zur Rolle der \u00bbKulturnation\u00ab Deutschland und ihrer Sprache in der Welt, erkennbar. Aber auch bezeichnende Differenzen, etwa in der Haltung zu Alkohol, Fleischverzehr, Bodenreform oder Naturheilkunde. Hier erweist sich \u00bbDer Vortrupp\u00ab als \u00bbmoderner\u00ab als die offizielle Esperanto-Bewegung.<\/p>\n<p>Das entscheidende Bindeglied war wieder ein Berliner:<a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/ein-inspirierender-berliner-ernst-kliemke\/\"> Erich Kliemke,<\/a> damals Direktor der Ostafrikanischen Eisenbahn-Gesellschaft (mit Firmensitz in Berlin und Aussenstelle in Daressalam) und sp\u00e4ter Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionell findet die Jahrestagung der GIL (Gesellschaft f\u00fcr Interlinguistik) in Berlin statt. In diesem Jahr\u00a0 ist es in der Jugendherberge Berlin Ostkreuz\u00a0(Marktstra\u00dfe 9-12,\u00a010317 Berlin) in Friedrichshain vom 23. bis 25. November 2018. 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