{"id":6373,"date":"2018-12-28T12:15:51","date_gmt":"2018-12-28T11:15:51","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=6373"},"modified":"2018-12-31T01:10:08","modified_gmt":"2018-12-31T00:10:08","slug":"berlino-1918-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/berlino-1918-19\/","title":{"rendered":"Berlin 1918\/19"},"content":{"rendered":"<p>Weitgehend unbeeinflusst von den weltgeschichtlichen Umw\u00e4lzungen Ende 1918 ging das Esperanto-Leben in Berlin und Umgebung seinen Gang. Die Esperanto Gruppe Potsdam feierte am 28. November 1918 ein Fest zu ihrem 10-j\u00e4hrigen Bestehen. Keine Woche nachdem in Berlin am 9.November die Republik ausgerufen worden war und die Auseinandersetzungen um ihre Gestaltung anhielten, traf sich die <a href=\"#RothesHaus\">Berliner Gruppe am 13. Novenber 1913<\/a> im Restaurant\u00a0\u00bbRothes Haus\u00ab (Nollendorfplatz 9) uns plante in aller Ruhe die Esperantokurse f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eine <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/de-2016-al-2017\/\">Betrachtung zum Jahreswechsel 1916\/17<\/a>, die einen Eindruck \u00fcber die desolate Situation und die Stimmung w\u00e4hrend des Krieges vermittelt, war 2016 ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p>In Berlin wurde auch nicht bemerkt, dass ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eugen_W%C3%BCster\">Eugen W\u00fcster<\/a> aus Hirschberg am 28. September 1918 an der \u00bbTechnischen Hochschule Charlottenburg\u00ab immatrikuliert worden war, wo er gut 10 Jahre bleiben w\u00fcrde. Der junge Mann hatte sich schon als Primaner einen Namen in Esperanto-Kreisen gemacht. Seine <a href=\"https:\/\/eo.wikisource.org\/wiki\/La_Kantistino\/Anta%C5%ADparolo_de_la_tradukinto\">\u00dcbersetzung der Kurzgeschichte \u00bbDie S\u00e4ngerin\u00ab<\/a> von Wilhelm Hauff war schon 1917 in Wien entstanden und wurde 1921 in Berlin gedruckt (Ellersiek, Nova Esperanto Biblioteko N0 8). M\u00f6glicherweise hat er seine Besprechung zu der \u00dcbersetzung von \u00bbPan Tadeusz\u00ab in der Noverberausgabe des \u00bbGermana Esperantisto\u00ab schon in seiner Studentenbude in der Berliner Strasse (heute Strasse des 17. Juni) geschrieben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/digital.onb.ac.at\/RepViewer\/viewer.faces?doc=DTL_4417460&amp;order=1&amp;view=SINGLE\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6410 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/KabanovTitel.jpg\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"208\" \/><\/a>W\u00fcster war auch als \u00dcbersetzer der Brosch\u00fcre\u00a0 von Nikolaj A. Kabanov, mit dem Titel <a href=\"http:\/\/data.onb.ac.at\/dtl\/4417460\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbLa germana inteligentularo kaj la milito<\/a> \u00ab (Ader &amp; Borel, Dresden, 1917) t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Wobei sich die Frage stellt, wobei der Tolstoj-\u00dcbersetzer und Esperantist der ersten Stunde <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Nikolaj_Kabanov\">Nikolaj Aleksandrovi\u0109 Kabanov<\/a> Hilfe brauchte. Es ist eine Kritik an dem verbreiteten Chauvinismus in Deutschland, der andere V\u00f6lker zu \u00bbUntermenschen\u00ab abgestempelt hat, und scheint etwa 1916 entstanden zu sein.<\/p>\n<h1 id=\"wo-es-dokumentiert-ist\">Wo es dokumentiert ist<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6374 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/GE-1919-Titel.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"198\" \/>Eine n\u00fctzliche Quelle f\u00fcr Informationen \u00fcber diese Zeit sind die Hefte der Zeitschrift \u00bbGermana Esperantisto\u00ab, die sich auf der Titelseite als \u00bbAmtliches Blatt des Deutschen Esperanto-Bundes E. V, und anderer Esperantisten \u00abVereinigungen\u00ab darstellt und und monatlich in zwei Ausgaben erschien:<\/p>\n<p>Die \u00bbAusgabe A (Propaganda)\u00ab berichtete in erster Linie \u00fcber die Entwicklung der Espernto-Bewegung (auf Deutsch und Esperanto) in Deutschland und der Welt, w\u00e4hrend die \u00bbAusgabe B (Literatur)\u00ab fast ausschliesslich \u00dcbersetzungen und Orginaltexte (Poesie und Prosa) vollst\u00e4ndig auf Esperanto bot. Nur selten wurde ein klar politisches Werk empfohlen, etwa im November 1918 das Buch \u00bbLa granda mensogo\u00ab als \u00dcbersetzung aus dem Englischen. Darin spricht E. D. Morel Deutschland in der Frage, wer Schuld am Krieg trage, frei und belastet das zaristische Russland und Grossbritannien.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6375 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/GE-1918-12B96-Int-Bulten.jpg\" alt=\"\" width=\"311\" height=\"197\" \/>Der Krieg hatte 1914 insofern zu Ver\u00e4nderungen gef\u00fchrt, als der bisherige Redakteur Friedrich Ellersiek aus Berlin von seiner Aufgabe entbunden wurde und die Redaktion des \u00bbInternacia Bulteno\u00ab \u00fcbernahm. Durch gute Kontakte von Mitgliedern der Berliner Gruppe zur kaiserlichen Regierung war es gelungen eine betr\u00e4chtliche Summe aus einem Propaganda-Fonds f\u00fcr Esperanto zu bekommen. Bis Ende 1918 \u00fcbersezten freiwillige Helfer die Heeresberichte mit den Erfolgen der Deutschen Streitkr\u00e4fte zu Wasser, zu Lande und in der Luft auf Esperanto und das wurde kostenlos &#8211; anfangs alle zwei Wochen, sp\u00e4ter monatlich &#8211; an Esperantisten in aller Welt verschickt. Eine <a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/wb\/media\/beihefte\/22\/beiheft22-schnell.pdf\">ausf\u00fchrliche Darstellung<\/a> (PDF) im Beiheft 22 (2015) der <a href=\"http:\/\/www.interlinguistik-gil.de\/\">GIL<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6376 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/GE-1919-2B16-Praktiko-Anzeige.jpg\" alt=\"\" width=\"306\" height=\"201\" \/>Als der Krieg zu Ende ging, erkannte Ellersiek, der die ganze Zeit unter seiner Adresse in der Wi\u00dfmannstr. 46, Berlin S 59W (Neuk\u00f6lln, N\u00e4he Hermannplatz) erreichbar war, klarsichtig, dass dieses Gesch\u00e4ftsmodell nicht l\u00e4nger funktionieren w\u00fcrde. Er versuchte, allerdings ohne Erfolg, das \u00bbInternacia Bulteno\u00ab als unabh\u00e4ngige Zeitschrift weiterzuf\u00fchren und k\u00fcndigte sein neues Projekt \u00bb<a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Esperanto-Praktiko\">Esperanto-Praktiko<\/a> &#8211; Unterhaltungs- und Fortbildungsblatt f\u00fcr Esperantisten deutscher Zunge\u00ab f\u00fcr Februar 1919 an. Es war vom Konzept her ein klare Konkurrenz zur Ausgabe B des \u00bbGermana Esperantisto\u00ab und konnte sich einige Jahre auf dem Markt behaupten. F\u00fcr die Werbung konnte er auf den umfangreichen Adressbestand des \u00bbInternacia Bulteno\u00ab mit Esperantisten auf der ganzen Welt zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend des Krieges wr Ellersiek nicht unt\u00e4tig geblieben. In seinem Verlag erschienen handliche Brosch\u00fcren zu den verschiedensten Themen. Etwa 1918 ein Buch des Berliner Arztes <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Winsch\">Wilhelm Winsch<\/a> mit dem Titel \u00bbPri la elektra aktiveco de nia korpo\u00ab zum m\u00e4ssigen Preis von 0,50 Mark bei 32 Seiten.<\/p>\n<div style=\"width: 176px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/03\/Johanna_Zschepank.jpg\/220px-Johanna_Zschepank.jpg\" alt=\"\" width=\"166\" height=\"250\" \/><p class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Johanna_Zschepank\">Johanna Zschepank<\/a><\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend Ellersiek sich um Kriegspropaganda gek\u00fcmmert hatte, lag die Redaktion der Zeitschrift in den H\u00e4nden von<a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Johanna_Zschepank\"> Johanna Zschepank<\/a> in Dresden. Sie war beim <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/UK_1908\">4. Kongress 1908<\/a> von <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Marie_Hankel\">Marie Hankel<\/a> geworben worden und teilte deren Freude an Esperanto-Litertur und Posie. Ihr Name findet sich in winziger Schrift auf der letzten Seite der Hefte des \u00bbGermana Esperantisto\u00ab, w\u00e4hrend sie meist nur diskret als \u00bbRedakcio\u00ab zu Wort meldet. Sie hatte die Aufgabe \u00fcbernommen als der urspr\u00fcngliche Redakteur 1915 dem Ruf zu den Waffen gefolgt war.<\/p>\n<p>Immer wieder schimmert in den Berichten durch, dass w\u00e4hrend des Krieges immer mehr Frauen leitende Positionen in Esperanto-Gruppen \u00fcbernahmen. Bis hin zu der Gruppe in der ukrainischen Stadt Kanew, die der <a href=\"#,ukraine\">Steglitzer Blankenhain<\/a> Anfang 1918 besuchte und festellte, dass nur aus \u00bbDamen\u00ab bestand, da die M\u00e4nner alle eingezogen waren, (Zitat: &#8220;<em>die an Eifer ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen eher \u00fcbertreffen als ihnen nachstehen<\/em>&#8220;).<\/p>\n<p>So mussten zunehmend Frauen als Arbeiterinnen in R\u00fcstungsbetrieben und im \u00f6ffentlichen Dienst (Brieftr\u00e4gerinnen, Strassenbahnfahrerinnen) die L\u00fccken f\u00fcllen, was auch dazu f\u00fchrte, dass die neue Republik 1918 das Frauenwahlrecht einf\u00fchre, das bei den Reichtagswahlen im Januar 1919 zum ersten Mal zur Anwendung kam. Finnland (Land des <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/UK_2019\">UK 2019<\/a>) war schon 1906 vorangegangen.<\/p>\n<p>Erst im Januar 1919 reagierte der \u00bbGermana Esperantisto\u00ab<a href=\"#an-unsere-leser\"> mit einigen knappen Zeilen<\/a> auf die Umw\u00e4lzungen in Deutschland und der Welt. Verbunden mit der dringende Aufforderung, den Bezugspreis, der von 3,00 auf 3,60 Mark erh\u00f6ht wurde, zu entrichten.<\/p>\n<p>Eine aktive Beteiligung von Esperantisten auf Seiten der fortschrittlichen Kr\u00e4fte oder wenigstens Sympathien l\u00e4sst sich im \u00bbGermana Esperantisto\u00ab auf Anhieb nicht feststellen.<\/p>\n<p>Das Ideologische Grundhaltung der meisten Esperantisten entsprach wohl eher dem, was Hans Meier im Januarheft 1919 formuliert hat. (<strong>Freideutsch<\/strong> ist nicht zu verwechseln mit <strong>Alldeutsch<\/strong>)<\/p>\n<p><a id=\"freideutsch\"><\/a>[GE 1919 A 3]<\/p>\n<h2 id=\"zum-neuen-jahr\">Zum neuen Jahr<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Freideutsche Art tut uns Esperantisten not, frei\u00addeutsch sein hei\u00dft sein Leben gestalten aus innerer Wahrhaftigkeit vor eigener Verantwortung. F\u00fcr uns Esperantisten hei\u00dft es zuv\u00f6rderst, fertig werden mit unsrer Sprache, ergr\u00fcnden den mit ihr fein und doch so innig verwobenen menschheitsbegl\u00fcckenden Ge\u00addanken. Und haben wir beides in uns verarbeitet, dann hei\u00dft freideutsch sein, f\u00fcr uns in unserem Wir\u00adkungskreise daf\u00fcr sorgen, da\u00df man nicht daran zweifelt, wir als Esperantisten seien ernst zu nehmende Ver\u00adtreter einer festen \u00dcberzeugung. Gelingt es uns, den Esperantogedanken so an unsere Pers\u00f6nlichkeit zu schlie\u00dfen, dann werden wir frei und stolz der Frage entraten k\u00f6nnen: Was n\u00fctzt mir das?, werden ruhig und sicher hindurchschreiten durch Anfechtungen und Entt\u00e4uschungen \u2014 und werden zuletzt aus allem doch reichen Gewinn ziehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ich gr\u00fc\u00df\u2019 euch, ihr Freunde, die ihr euch treu geblieben seid drau\u00dfen in Not und Tod, euch, die ihr nach bestem K\u00f6nnen die L\u00fccken gef\u00fcllt habt, die der Krieg gerissen, euch, die ihr, zu selbst\u00e4ndigem Kampf zu schwach, einsam treu irgendwo gewartet habt, bis die frisch pulsende Bewegung euch wieder st\u00fctzt. Viel hat uns der Krieg genommen, unsere \u00dcberzeugung hat er nicht zerbrochen. Zu fester Phalanx wollen wir uns zusammenschlie\u00dfen, mit hohem Mute in den Kampf ziehen, nicht fragend nach dem Ende.<\/p>\n<p>Eine gewisse Sympathie mit Konzepten der Lebensreformbewegung hatte es schon vor dem Krieg gegeben, was sich etwa bei der Zusammenarbeit mit der<a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/berlinanoj-en-gil-konferenco\/\"> Zeitschrift \u00bbDer Vortrupp\u00ab<\/a> zeigte. Diese hatte regelm\u00e4ssig \u00fcber Esperanto berichtet und noch 1917 zum Tod von Zamenhof ein \u00fcberaus wohlwollendes Lebensbild ver\u00f6ffentlicht. Dabei war es den Autor Heinrich Nienkamp gelungen, jede Andeutung eines j\u00fcdischen Hintergrunds von Zamenhof zu vermeiden.<\/p>\n<p>Hinter dem Pseudonym des Autors verbarg sich der Berliner <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/ein-inspirierender-berliner-ernst-kliemke\/\">Ernst Kliemke<\/a>, Direktor der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft und anderer Kolonialgesellschaften, dessen Buch \u00bbF\u00fcrsten ohne Krone\u00ab im \u00bbGermana Esperantisto\u00ab lobend erw\u00e4hnt wurde. Esperantisten beteiligten sich an dem auf Anregung des Buches gegr\u00fcndeten \u00bbFrey-Bund\u00ab, zu dem es heisst \u00bb&#8230; havas la celon, i\u011di kulture valorajn personojn gvidantoj de la socia vivado.\u00ab und eine klare Abgrenzung gegen das \u00bbParteiengez\u00e4nk\u00ab darstellt.<\/p>\n<p>Bei den \u00bbRoten Matrosen\u00ab aus Kiel, die Anfang November die politische Entwicklung massgeblich beschleunigt und nun ihr Quartier in Berlin hatten, gab es keine offensichtliche Verbindung zu Esperanto. Ausl\u00f6ser war die Weigerung der Matrosen bei der kaiserlichen Kriegsflotte in Wilhelmshaven in einen sinnlosen Endkampf gegen England unterzugehen. Teile der Flotte wurden durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel verlegt. Dabei wurden die Meuterer verhaftet und in Kiel ins Gef\u00e4ngnis geworfen, was zum Aufstand am 4. November f\u00fchrte. In Wilhelmshaven gab es seit 1916 eine Esperanto-Gruppe, die sogar <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelmshaven#Deutsches_Kaiserreich_1871%E2%80%931918\">R\u00fcstringen<\/a>, wo sich die Kaiserliche Werft befand, als Sitz angab. Sie nannte sich \u00bbJadegolfo\u00ab und gab Hans Koch (Wilhelmshaven, Kaiserstra\u00dfe 95, II) als Kontaktadresse an. Im November [GE 11 A 85) berichtet sie \u00fcber einen Anf\u00e4ngerkurs unter Leitung von M. Starke mit 36 Teilnehmern in der kommunalen \u00bbFortbildungs\u00adschule\u00ab der Stadt. Massgeblich zum Erfolg beigetragen hat ein Herr Rummel, der aus nicht n\u00e4her erl\u00e4uterten Gr\u00fcnden nach Emden abkommandiert wurde. Nach der Meuterei am 29. Oktober waren einige Geschwader in andere H\u00e4fen verlegt worden.<\/p>\n<p>Im Oktober m\u00f6chte noch Ernst Muthschall (Mar.-Zahlm.-Applikant) Postkarten und Zeitschriften tauschen [GE 1918 10 B 80] und gibt als Adresse <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SMS_Preu%C3%9Fen_(1903)\">\u00bbS.M.S. Preu\u00dfen\u00ab<\/a> an. Das ehemalige Flagschiff des II. Geschwaders wurde bis <a href=\"http:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Waffen\/Preussen.htm\">Kriegsende als Beischiff der III. U-Flottille<\/a> in Wilhelmshaven eingesetzt. Ein Esperantist mit diesem Namen hat<a href=\"http:\/\/www.esperanto-gacond.ch\/Claude_Gacond_Radioprelego_0334.pdf\"> 1970 aus Halle einen Brief<\/a> an Claude Gacond (Radio Svislando) geschickt.<\/p>\n<h1 id=\"quellen:\">Quellen:<\/h1>\n<p><a id=\"Leser\"><\/a>[GE 1919 A 1]<\/p>\n<h2 id=\"an-unsere-leser\">An unsere Leser!<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein neues Jahr hat begonnen. Was wird es uns bringen? Sind die Zeiten auch ernst, so d\u00fcrfen wir doch nicht den Glauben an eine bessere Zukunft ver\u00adlieren. Mit dem Frieden, der nicht mehr fern ist, werden wieder geordnete Verh\u00e4ltnisse kommen, die ja auch f\u00fcr die weitere Verbreitung des Esperanto von gro\u00dfer Wichtigkeit sind. Jetzt m\u00fcssen sich die Espe\u00adrantisten \u2014 durch den Krieg in alle Winde zerstreut \u2014 wieder sammeln, und dann soll uns gemeinsames treues Schaffen f\u00fcr die Esperantosache zu neuen Erfolgen f\u00fchren. Allen Gesinnungsfreunden, die unser beim Jahreswechsel gedacht haben, sagen wir daf\u00fcr unsern Dank und erwidern die Gl\u00fcckw\u00fcnsche aufs herzlichste.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Schriftleitung und Gesch\u00e4ftsstelle des Germana Esperantisto<\/p>\n<p><a id=\"RothesHaus\"><\/a>[GE 1918 A 84]<\/p>\n<div id=\"attachment_6418\" style=\"width: 268px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6418\" class=\" wp-image-6418\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Restaurant-Rotes-Haus-Nollendorfplatz.jpg\" alt=\"\" width=\"258\" height=\"177\" \/><p id=\"caption-attachment-6418\" class=\"wp-caption-text\">Restaurant-Rotes-Haus-Nollendorfplatz<\/p><\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin \u2014 E-Gruparo. La 13. IX. okazis en \u201eRothes Haus\u201c, Nollendorfplatz 3, tre bonvizitata adia\u016da kunveno. S-ro supera instruistro Sprotte, reironte Bagdad\u2019on, parolis i. a. pri sia E-istigo. Anka\u016d s-ro D\u00f6ring, P de la K\u00f6nigsberga Grupo, \u0109eestis kaj faris E-paroIadon. S-ro Wagenf\u00fchr varbis adeptojn por la nove fondita \u201eFrybund\u201c esti\u011dinta per la iniciato de nia fervora samideano Dro Kliemke, a\u016dtoro de \u201eF\u00fcrsten ohne Krone\u201c. La propono estis aprobe akceptata, kaj s-ro Dro Rumpel i\u011dis P. Kunvenoj okazos la 3 an mardon de \u0109iu monato. \u2014 En la Oktobro-kunveno de E-gruparo s-ro Mitschke parolis pri \u201eLa propagando dum la vintro\u201c. En la diskutado s-roj Uhister kaj Mahn faris atentindajn proponojn. \u2014 E-Gruparo en venonta vintro aran\u011dos E-kursojn por popollernejanoj el la du unuaj klasoj, plue por lernejanoj de pli altaj instruinstitutoj kaj por studentoj. Enkondukanta parolado okazis la 23. IX. je la 5 a en la salono de l&#8217; Friedrich Werder-supera reallernejo.<\/p>\n<p>[GE 1918 A 91]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin-Potsdam \u2014 La 10. XII. s-ro L. Gube, kapitano d. r., estos de la registaro ekzamenata pri Esperanto. Sukcesinte ii akiros la \u201ekapablecon instrui E en komercaj lemejoj\u201c.<\/p>\n<p>[GE 1918 A 91]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Frankfurt {Oder) \u2014 La 11. XI. s-ro Dro Perl, asistanta kuracisto en la tiea rezervolazareto III, faris paroladon pri la temo \u201eDie Bedeutung des Esperanto als Welthilfssprache nebst Einf\u00fchrung in das Esperanto\u201c en la \u201eFreie Hochschule\u201c kaj komencis kurson, je kiu 22 gesinjoroj partoprenas.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin \u2014 E-Gruparo, La kunveno je la 3. XII. 18 estis bonvizitata, malgra\u00fc nefavoraj cirkonstancoj. Oni priparolis multajn bonajn ideojn por la propagando: pli bona influado al la gazetaro, fiksado de afisoj en stacidomoj, sur afiskolonoj ktp. En la venonta kun\u00adveno la temo estos da\u00fcrigata. La kunvenoj je la tria mardo ciumonata momente ne povas okazi, pro manko de kunvenejo.<\/p>\n<p>[GE 1918 11 B 86\/87]<\/p>\n<h2 id=\"bibliografio\">Bibliografio<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Sinjoro Tadeo a\u016d Lasta Armita Posedopreno en Litvo (Pola Epopeo \u201ePan Tadeusz&#8221;). De Adam Mickiewicz. Elsperanta traduko de Antoni Grabowski. 304 p\u011d., 16&#215;24 cm. \u2014 Eldonejo de Gebethner &amp; Wolff, Varsovio. 1918. Preis: 6,50 M + 10 %.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mi ne scias, kio estas pli malofta en Elsperantujo: homo, kiu ankora\u016d ne faris versa\u0135on en L. I. a\u016d homo verkinta bonan. Io eble: strangulo, ne aprobe akiamanta \u0109ion, kio eniras la mondon sub ia a\u016dspicioj de l&#8217; verda stelo. Kvankam preska\u016d \u0109iam \u0109e malfermo de nova libro nerveca foilado atestas al mi, ke mi apartenas al tiu lasta mul\u015dutinda kaj -ata klaso, \u2014 \u0109i-foje \u0109agreni\u011do nc anstata\u016dis la esperitan \u011duon, kaj anka\u016d anta\u016dtimo rrslis for. \u2014 \u0108ar fari\u011dis fakto. ke Antoni Grabowski ne nur la\u016dtempe, sed anka\u016d kvalite estas nia unua poeto; la malmultaj aliaj. kiujn oni povus citi flanke de la Varsovia in\u011deniero, ankora\u016d ne liveris al ni verkojn, sur kiuj oni povas bazi fidindan valortakson, verkojn, kiel \u201eSinjoro Tadeo\u201c. Esperantigi en du jaroj rimitan epopeon de 300 pa\u011doj, tio supozigas lertan, fortoplenan versfaranton, elekti kaj fini 2a altflugan eefvcrkon de la plej granda pola poeto Mickiewicz, \u2014 vcre signo dc memfido kaj literatura gusto; sed venki sian taskon en tia maniero, ke el inter la linioj blovas la parfuma odoro de sova\u011da ventego de l\u2019 litvopolaj arbaroj kun?&#8230;.?\u00a0 kaj krako de pafoj, ke la estanteco dronas, aum ni pasigas ses tagojn en la hejmlando de Mickievvicz kaj sopire kun li atendas la alvenon de la liberi\u011donto Napoleono\u00a0 (en 1812), \u2014 \u201ejen kion nur originala granda poeto povas fari por sia nacia idiomo&#8221;, ju\u011das Leono Zamenhof.<br \/>\n\u2014 Jen kio povas rezulti nur el kunefiko de argile fleksi\u011da materialo, slava lingvokombino kaj skulptarta esprimforto. Ke tre multaj \u0109erpu el la fontoj, kiujn ek\u015dprucigis por ni tiu unu verko! Ke multaj profitu la sugestojn de \u011di donitajn!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eugen W\u00fcster<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">[GE 1918 11 B 87]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u016cber den elektrischen Betrieb unseres K\u00f6rpers. Pri la elektra aktiveco de nia korpo.<br \/>\nDe Dro med. Wilhelm Winsch. 32 pa\u011doj. 10&#215;14 cm. Eldonejo Friedrich Ellersiek, Berlin S 59. 1918. Prezo: 0,50 M + 10%.&#8217;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">La verkinto de tiu \u0109i libreto estas konata kaj tre \u015datata a\u016dtoro de diversaj libroj kaj bro\u015duroj, kiuj pruvas, ke li fervore klopodas trovi la veron kaj esplori ia multspecajn problemojn de la vivo. Li amas la veron kaj ne lasas sin erarigi anka\u016d tie, kie liaj trova\u0135oj ne akordi\u011das kun la doktrinoj \u011denerale aprobitaj. Anka\u016d ni esperantistoj havas sufi\u0109e da ka\u016dzo, alt\u015dati nian bravan Doktoron kaj fervoran pioniron de nia kara afero. Jam aperis kelkaj libretoj&#8217; krom en germana lingvo anka\u016d en Esperanto: &#8220;\u00dcber die W\u00e4rmekultur. Pri varmokulturo&#8221; kaj &#8220;\u00dcber den Wunder-glauben. Pri la kredo al mirakloj&#8221;. Ke s-ro Dro W. Winsch nun donacas al ni trian tiaspecan verketon, meritas nian specialan aprobon. Kun vigla intereso la leganto sekvas Ia klarajn kaj konvinkajn elmontrojn de l&#8217; verkinto. Ke apude li trovas la materion en Esperanto, certe havos specialan \u0109armon por \u0109iu esperantisto. Estas ja eble, e\u0109 ver\u015dajne, ke ne \u0109iu leganto en \u0109iuj punktoj konsentos la\u00a0 opinion de Dro W., sed certe \u0109iuj esperantistoj \u011doje interkonsentos, ke tiu \u0109i nova libreto signifas gravan progreson en nia Esperanto-movado, kaj ke s-ro Dro W.\u00a0 meritas nian sinceran dankon, ke li denove entreprenis la provon, pere de Esperanto disvastigi la rezultojn de siaj esploroj en la tuta mondo, K. B.<\/p>\n<p>[GE 1918 11 B 87]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">La granda mensogo. Traduko de la angla\u00a0 bros\u015duro \u201eTsardom*s part in the war\u201c de E. D. Morel. (Nova Esperanto &#8211; Biblioteko n-ro 3\u20144.) Eldonita de Deutscher Esperanto-Dienst (Germana Esperanto-Servo). \u2014 Verlag Friedrich Ellersiek, Berlin S 59. Prezo: 60 Pf,+ 10%.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">La nova bro\u015duro estas tre rekomendinda al \u0109iuj esperantistoj de nia kaj de la ekstera lando. La tradukinto, tre fervora pioniro de nia afero, estas ; konata kiel lerta esperantisto. Jam pro la bonstiia ; lingvo ni kun plezuro legis la libreton; \u0109efa\u0135o kompreneble estas la enhavo, kiu plej altgrade vekas nian viglan intereson. Ni ja sufi\u0109ege scias, ke ni germanoj kaj niaj kuniiganoj estas \u0109irka\u016dvolvitaj pcr vera reto konsistanta el mensogo kaj hipokriteco. Vere \u011dojiga fakto estas nun, ekscii, ke anka\u016d inter niaj kontra\u016duloj la\u016dti\u011das vo\u0109oj, kiuj konservis al si sian senpartiecon. Tio viro estas, kiel ni legas en la enkonduko al la bro\u015duro, E. D. Morel, konata angla laborista gvidanto kaj sentima pioniro por la principoj de la demokratio<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Li estas la verkinto de l&#8217; bro\u015duro kaj \u011duste pro tio \u0109i verketo estis \u0135etata en malliberejon. Kaj la la kulpo\u201c de tiu \u0109i viro? \u201ePer insistaj kaj flamaj paroloj li pledas por la bono de la reciprolce sin dis\u015dirantaj popoloj de E\u016dropo.&#8221; Per \u0109uj rimedoj la angla registaro provis malhelpi la konati\u011don de la bro\u015duro &#8211; titolata \u201eTsardom&#8217;s part in the war&#8221;. Tamen \u011di ne sukcesis, la libreto farigis konata, kaj tio estas la ka\u016dzo, ke la verama a\u016dtoro devis migri en malliberejon. Sed nun sufi\u0109e! La legonto konvinku sin rnem! K. B.<\/p>\n<p>[GE 1919 A 5]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin \u2014 E-Gruparo, La kunveno je la 3. XII. 18 estis bonvizitata, malgra\u016d nefavoraj \u0109irkonstancoj. Oni priparolis multajn bonajn ideojn por la propagando: pli bona influado al la gazetaro, fiksado de afi\u015doj en stacidomoj, sur afi\u015dkolonoj ktp. En la venonta kun\u00adveno la temo estos da\u016drigata<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">S-ro fabrikposedanto L. Gube, kapitano d. r., la 10. XII. 18 trairis E-ekzamenon pri kapableco kiel \u201ekomerca instruanto\u201c. La ekzamena komisio estis vere surprizita pri la eksterordinara lerteco de 1\u2019 ekzamenato. Li bonege sukcesis!<\/p>\n<p>[GE 1919 A 5\/6]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Potsdam \u2014 Loka Grupo. La 28. XI. 18 la grupo festis en Zentral-Kasino en malgranda amika rondo sian dekjaran fondigfeston. Post komuna kantado de la Liga Kanto la P, s-ro Markau, salutis ia \u0109eestantojn.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">F-ino H. Nickel post deklamo de la \u201eVojo\u201c kaj kantado de \u201eEsperantujo\u201c donis mallongan raporton pri la vivo de la grupo de 1908 gis nun. Sekvis festparolado de la honorprezidanto, s-ro Intima konsilisto prof. Dro Schmidt pri \u201eEsperanto&#8221;. Inter la gastoj anka\u00fc trovigis s-ro pastro Anhalt, kiu en la nomo de la Berlina E-Gruparo donacis al la \u201enaskigtag-infano&#8221; la belan Esperanto-verkon \u201eAlbrecht D\u00fcrer&#8221;. Per komuna kantado de \u201eTagi\u011de\u201c finigis la oficiala parto de la kunveno. Poste deklamoj kaj kristnaskaj duetoj inter s-ro Geo Schmidt (Klein-Gliniecke) kaj f-ino H. Nickel kaj diversaj serxc-kantoj por liuto ankora\u00fc \u011dojigis la \u0109eestantojn, kiuj senescepte estis tre kontentigitaj per la aran\u011do.<\/p>\n<p>[GE 1919 A 12]<\/p>\n<h2 id=\"\u201ef\u00fcrsten-ohne-krone-\u2014-\u201e\" style=\"padding-left: 30px;\">\u201eF\u00fcrsten ohne Krone \u2014 \u201eFrey-Bund\u201c<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Kiu el ni esperantistoj ne konas kaj kun intereso, e\u0109 entuziasmo legis tiun \u0109i bonegan verkon de nia alt\u015datata samideano Heinrich Nienkamp (Dro Kliemke)? Eminentuloj kaj altranguloj kun plej alta la\u016ddo kaj plej plena konsento parolis kaj skribis pri tiu verko; ankau multnombraj virinoj goje kaj emociite akceptis la novajn ideojn elparolitajn en la dirita verko. <a href=\"https:\/\/www.meta-katalog.eu\/Search\/Results?lookfor=%22K%C3%B6rber%2C+Clara%22&amp;type=AllFields\">Clara Koerber<\/a> en virina unui\u011do en Berlin paroladis pri la libro, atentigis pri la bonegaj ideoj kaj klare ilustris la gravan signifon de realigo al ia ideoj por la kultura mondo. La a\u016dtoro nomas sian libron \u201ePreska\u016d romano\u201c; Clara Koerber finis sian paroladon per la vortoj: 1 \u201eMi deziras nomi \u011din: Preska\u016d evangelio\u201c. \u2014 La \u0109efideo estas la fondo de kultura stato \u0109irka\u016dprenanta tutan E\u016dropon, en kiu la plej bonaj, la plej valoraj homoj estos la gvidantoj al belega celo, veraj senkronaj princoj. \u0108ar tiu \u0109i stato enhavos multe da diverslingvaj j popoloj, interna\u0109ia helplingvo estos ur\u011de necesa.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Balda\u016d post la publikigo de la verko estis fondata la \u201eFrey-Bund\u201c, kiu provas, iom post iom realigi la ideojn de 1a a\u016dtoro. La Frey-Bund havas la celon, i\u011di kulture valorajn personojn gvidantoj de la socia vivado. Gi ne volas prediki la\u016d malnova modelo pri paco, amo al la proksimulo, honesteco k. a., sed atenti la malsamecon de la homoj kaj doni al ein tiun pozicion, en kiu li povas realigi siajn plej bonajn kapablecojn. La feli\u0109o de Homo ne plu estu destinata de eksteraj cirkonstancoj, sed de la valoro de lia individueco. La hazardo estu forigata kaj anstata\u016data per la racio; nur per tio ekestos homindaj statoj. La plej bonaj fortoj estas kunigataj por organizajo, kiu sin prezentas al la servo de l\u2019kulturo, kaj tiamaniere la generala bonfarto de la kulturhomoj la\u016dsisteme estos akcelata. Tiuj fortoj ne agados unu kontra\u016d la alia, sed unu kun la alia. \u2014 Por atingi la altan celon, mono estas (necesa, multe da mono. Sed la \u011disnuna malbeno de l\u2019 mono estos \u015dangata en benon. La mono estos uzata, por ebligi al multvaloraj homoj, efiki por la generala bonfarto. La kotizo poste estos la\u016dvola; por la nuna tempo, la tempo de la transiro, \u0109iu membro de la Frey-Bund estas devigata, pagi kotizon da minimume 10 M. \u2014 Kelkaj el la membroj fondis peradan societon nomatan \u201eLigilo\u201c. \u011ci estas elirpunkto por ekonomiaj entreprenoj, por kiuj estas kreota granda kapitalo. Tiu \u0109i kapitalo estos la ekonomia fundamento, ne por almozoj kaj subtenajoj, sed por vera generala bonfarado. \u2014 \u0108ar gis nun ne jam estas eble, eldoni ligo-gazeton, iam kaj tiam aperas \u201eMitteilungen\u201c, kiuj raportas pri la okazintajoj interne de la Ligo.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">La a\u016dtoro verkis sian libron anta\u016d la milito; la milito kaj la konfuzajoj de la nuna tempo sufice montris, kiom necese estas, ke ni klopodu trovi rimedojn kaj vojojn, por progresigi la veran kulturon. K.B.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, monospace;\"><span style=\"font-size: large;\">[GE 1919 A 12\/13]<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Heft 10 der M\u00fcnchener <a href=\"https:\/\/www.zvab.com\/buch-suchen\/titel\/der-unsichtbare-tempel\/autor\/horneffer\/\">Zeitschrift Der unsicht\u00adbare Tempel<\/a> enth\u00e4lt in einem siebenseitigen Aufsatz von Geh. Baurat Emil Breitmann eine eingehende W\u00fcrdigung der Nienkampsehen \u201eF\u00fcrsten ohne Krone\u201c. Nach einer klaren Darlegung des Gedankenganges kommt der Verfasser zum Schlu\u00df zu einer unum\u00adwundenen Zustimmung. Wir mochten bei dieser Ge\u00adlegenheit nochmals auf die Wichtigkeit der Verbreitung dieses einzigartigen Buches hin weisen. Vor dem Kriege entstanden, hat es nicht nur den Krieg \u00fcberdauert, sondern ist zum Teil durch den Krieg geradezu bewiesen worden, und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo die Dringlichkeit dieser Gedanken ihre Fruchtbar\u00adkeit gew\u00e4hrleisten sollte.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Courier New, monospace;\"><span style=\"font-size: large;\">[GE 1919 A 13\/14]<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin \u2014 Grupo Friedenau-Steglitz kaj \u0109irka\u016dajo. Sub \u0109i tiu nomo fondi\u011dis nova grupo, kiu havis sian unuan kunsidon la 18. 1. Estraro: s-roj Gube kaj Wiehert, s-ino Cohn, s-roj Schwaiger kaj Blankenheim. S-roj Gube kaj Wiehert germane raportis pri siaj spertoj koncerne E dum la mililiro. Depost la venonta kunsido oni parolos nur E. En \u0109iu semajno, provizore sabate, okazos unu kunveno en la restoracio Steglitz, Schlo\u00dfstr. 17, je la 8a vespere. En Februaro s-ro Wiehert ekgvidos kurson por komencantoj.<\/p>\n<p>[GE 1919]<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Eine \u00fcble Verleumdung<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das ziemlich unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit erscheinende Berliner Wochenblatt \u201eDie Wahrheit\u201c, ein Sensationsblatt \u00fcbelster Sorte, f\u00fchlt sich berufen, die deutschen Esperantoanh\u00e4nger der vaterlandslosen Ge\u00adsinnung zu zeihen. In einem in Nr. 35 vom 31. August erschienenen \u201eBrief aus Lodz\u201c hei\u00dft es n\u00e4mlich:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wie verh\u00e4lt es sich mit der Weltsprache \u201eEsperanto\u201c? Hier in Lodz befassen sich u, a. zahlreiche Juden mit dieser Sache, man macht sehr viel Reklame f\u00fcr diesen augenscheinlichen Unsinn. Nun gibt sich vor allem auch die Deutsche Lodzer Zeitung dazu her, in fast aufdringlicher Weise f\u00fcr Esperanto zu werben. Die Deutsche Lodzer Zei\u00adtung wird vom Reich bezw. von der .Zivilverwaltung mit gro\u00dfen Geldsummen unterst\u00fctzt. Pflicht der Zeitung w\u00e4re es, f\u00fcr das Deutschtum cinzutreten, nicht aber einem Hirngespinst vaterlandsloser Leute das Wort zu reden &#8230;&#8221;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit der Ansicht, da\u00df Esperanto ein \u201eaugenschein\u00adlicher Unsinn\u201c sei, steht \u201eDie Wahrheit\u00ab oder deren Berichterstatter ja nicht vereinzelt da. Es ist immer dasselbe Urteil von Leuten, die mit einer von Sach\u00adkenntnis ungetr\u00fcbten Unverfrorenheit \u00fcber die Espe\u00adrantosprache und deren Ziele urteilen. Gegen derartige Urteile anzuk\u00e4mpfen ist solange ziemlich er\u00adgebnislos, bis der Zwang der Tatsachen solche Leute bekehrt haben wird. Aber unerh\u00f6rt ist es, den Esperantoanh\u00e4ngem vaterlandslose Gesinnung vorzuwerfen. Die deutschen Esperantisten haben wahrend des Krieges zur Gen\u00fcge bewiesen, da\u00df sie ihre internationalen Bestrebungen weit hinter die vaterl\u00e4ndischen Interessen zur\u00fcckstellen. Es zeugt von wenig anst\u00e4ndiger Ge\u00adsinnung, Esperanto deswegen zu bek\u00e4mpfen, weil es| von einem Juden geschaffen worden ist. Religionsfragen sollten bei einer so weltumspannenden und f\u00fcr die Gesamtmenschheit so bedeutungsvollen Sache ausgeschaltet werden. Wollte man bei allen anderen Erfindungen in gleicher Weise verfahren wie es in in diesem Falle geschieht, so w\u00fcrden viele von ihnen, die zum Segen der Menschheit geworden sind, wieder vernichtet werden m\u00fcssen. Gott sei Dank kehrt sich der gesunde Menschenverstand aber nicht an parteiische Geh\u00e4ssigkeiten und blindw\u00fctige Beschr\u00e4nktheit vont unverantwortlichen Eiferern, sondern &#8211; bringt das zur Geltung, was ihm zweckm\u00e4\u00dfig erscheint. So wird es auch mit Esperanto sein, allen sogenannten \u201ev\u00f6lkischen\u201c Gegenbestrebungen zum Trotz, besonders wenn sie von einer Seite kommen, die gewohnt ist, im Schmutz zu w\u00fchlen. Im \u00fcbrigen wird die \u201eDeutsche Lodzer : Zeitung\u201c, die in dankenswerter Weise f\u00fcr Esperanto eintritt, die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit dieses Vorgehens vorher genau gepr\u00fcft haben. F. E.<\/p>\n<h2 id=\",ukraine\">Esperanto in der Ukraine (Aus meinem Kriegstagebuch)<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nachdem ich w\u00e4hrend meiner 3 j\u00e4hrigen Feld\u00adzugsteilnahme in Frankreich (in Sedan) und in Ru\u00dfland (in Wilna) Gelegenheit hatte, mit Esperantisten den betreffenden Landes in pers\u00f6nlichen, freundschaftlichen Verkehr zu treten, ist es mir auch verg\u00f6nnt gewesen, den Stand unsrer Bewegung in der Ukraine, und da wieder ganz besonders in Kiew, eingehend kennen zu lernen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um Zweiflern und Schwarzsehern von vornherein gleich entgegenzutreten, mochte ich hier besonders stark betonen, da\u00df der Krieg der Ausbreitung unsrer Welthilfssprache in der Ukraine keineswegs geschadet hat. ich bin im Gegenteil aufs h\u00f6chste \u00fcberrascht ge\u00adwesen von der regen T\u00e4tigkeit, die unsre dortigen Gesinnungsfreunde entfalten. Sie k\u00f6nnte f\u00fcr viele von uns, namentlich f\u00fcr die Berliner Esperantistenschaft, ein Vorbild sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">So gibt es beispielsweise in Kiew zwei gro\u00dfe Gruppen. Die eine, \u201eVerda Stelo\u201c, hat die Aufgabe, Anf\u00e4nger und Lernende aufzunehmen und sie in die leichtfasslichen \u201eGeheimnisse\u201c unsrer Welthilfssprache einzuf\u00fchren, sie zu unterrichten und mit der Geschichte unsrer Bewegung vertraut zu machen. Der Vorsitzende dieser Gruppe ist Herr Tra\u0109evskij, ein Gesinnungsfreund von \u00e4u\u00dferst herzgewinnendem Wesen, zugleich Leiter der Kurse und Vertreter der U. E. A. Zu meiner Zeit (ich war von Ende Februar bis Ende Mai d. J. in der Ukraine) liefen zwei neue Kurse mit etwa 30 Teilnehmern beiderlei Geschlechts.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die zweite Gruppe, \u201eLa Internacia Klubo&#8221;, bietet fortgeschrittenen und ge\u00fcbten Esperantisten Gelegen\u00adheit, ihre Kenntnisse aufzufrischen, zu erhalten und weiter auszubauen durch Unterhaltungen, Vortr\u00e4ge, Wettbewerbe usw. Gemeinsam mit der Gruppe \u201eVerda Stelo\u201c finden dann und wann Ausfl\u00fcge und kleinere Festlichkeiten statt. Der Leiter des \u201eInternacia Klubo\u201c ist unser Gesinnungsfreund Kiperman, stud. jur. und ehemaliger russischer Offizier von durchaus deutschfreundlicher Gesinnung. Mit ihm hat mich besonders reger freundschaftlicher Verkehr verbunden. Unter seiner F\u00fchrung und in Begleitung andrer Esperantisten habe ich die Sehensw\u00fcrdigkeiten der ukrainischen Haupt\u00adstadt kennen gelernt, z. B. die 1100 Jahre alten Katakomben. Die Stunden und Tage, die ich mit den Kiewer Gesinnungsfreunden verbracht habe, werden jedenfalls zu den angenehmsten meines ganzen Krieger\u00adlebens z\u00e4hlen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Buchhandlung von R. Scheppe (einem Deutschen) in Kiew sorgt f\u00fcr den n\u00f6tigen Vorrat von Esperanto- B\u00fcchern und -Werbeschriften.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch in kleineren St\u00e4dten, wie Perejaslaw, Kanew, Tscherkassy usw. fand ich r\u00fchrige Gruppen. Die Gruppe in Kanew, einem St\u00e4dtchen am Dnjepr, besteht, da die m\u00e4nnlichen Mitglieder s\u00e4mtlich eingezogen waren, aus Damen, die an Eifer ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen eher \u00fcbertreffen als ihnen nachstehen. Da sich noch niemals ein ausl\u00e4ndischer Esperantist in dieses St\u00e4dtchen verirrt, und ich die Ehre hatte, der erste zu sein, wurde ich mit ganz besonderer Freude und Herzlichkeit begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Folgender eigenartiger Vorfall sei noch mitgeteilt: Mitte April d. J. wurde von der deutschen Armee-Leitung in der Ukraine ein Unternehmen gegen die Bolschewiki und den auf Seiten der Aufst\u00e4ndischen k\u00e4mpfende tschechisch &#8211; polnische Legion ausger\u00fcstet. Die Basis dieses Unternehmens war Kiew. Dem Detachement, dem zugeteilt war, fehlte es an einem Dolmetscher f\u00fcr Russisch. Da kam mir der gl\u00fcckliche Gedanke, mit Hilfe des Esperanto dieser Verlegenheit ein Ende zu machen. Mutig ging ich zu unserm Drtarhcmentsl\u00fchrrr und teilte ihm folgerndes mit: \u201eIch konnte einen in jeder Beziehung deutsch\u00bb begeisterten, durchaus zuverl\u00e4ssigen, gebildeten B\u00fcrger aus Kiew herheischaffen, der zwar nicht selbst deutsch spricht, daf\u00fcr aber die Welthilfssprache Esperanto be\u00adherrscht. Da ich selbst Esperantist bin. k\u00f6nnten wir uns ausgezeichnet verst\u00e4ndigen. Wir w\u00fcrden mit Freuden das Amt des Dolmetschers \u00fcbernehmen und vom Deutschen zum Russischen mit Hilfe des Espe\u00adranto gelangen. Mein Anerbieten fand Beachtung, der vorgeschlagene Samideano wurde angenommen, und konnten wir vereint als Dolmetscher im Dienste des deutschen Heeres und zum Vorteile unsrer Be\u00adwegung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ob dieser Fall einzig dasteht Ich wei\u00df cs nicht. Erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich noch, da\u00df ich w\u00e4hrend meiner ganzen Kricgcrzcit st\u00e4ndig auf der Uniform unsern gr\u00fcnen Stern getragen habe und mit ihm vor hohen Offizieren erschienen bin, ohne den geringsten Ansto\u00df zu erregen. Dies gab mir im Gegenteil \u00f6fter Veranlassung Gespr\u00e4che \u00fcber unsre Bewegung zu f\u00fchren, Auskunft zu geben und so in manches Herz ein Samen\u00adkorn zu pflanzen, das sicher einmal seine Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Max Blankenheim (Berlin-Sieglitz)<\/p>\n<p>[GE 1919 2 A 13]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Neuk\u00f6lln \u2014 Loka Grupo, Du kursoj estas malfermitaj, unu por sinjorinoj, gvidata de f-ino Bock, alia por sinjoroj, gvidata de s-ro Preibisch.<\/p>\n<p>[GE 1919 2 A 13]<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Berlin \u2014 Grupo Friedenau-Steglitz kaj \u0109irka\u016da\u0135o. Sub \u0109i tiu nomo fondi\u011dis nova grupo, kiu havis sian unuan kunsidon la 18. 1. Estraro: s-roj Gube kaj Wichert, s-ino Cohn, s-roj Schwaiger kaj Blankenheim. S-roj Gube kaj Wichert germane raportis pri siaj spertoj koncerne E dum la mililiro. Depost la venonta kunsido oni parolos nur E. En \u0109iu semajno, provizore sabate, okazos unu kunveno en la restoracio Steglitz.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Spandau \u2014 S-ro Helmut Lemcke prenis sur si\u00a0 la taskon, en la grupo de \u201eVortrupp-Bund\u201c en Gro\u00df-Berlin varbi por la disvastigo de E.<\/p>\n<p>[GE 1919 3 A 20]<\/p>\n<div id=\"Inhaltsverzeichnis1\" dir=\"LTR\">\n<div id=\"Inhaltsverzeichnis1_Head\" dir=\"LTR\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Charlottenburg \u2014 Loka Grupo, membro de la Berlina E-Gruparo, kun 10 anoj rekomencis sian laboron post la milito. Provizora estraro: P s-ro Grohall, S s-ro Seeliger, K s-ro Schulze, B f-ino Stubenrauch. Kunvenoj okazas \u0109iun duan kaj kvaran merkredon dela monato \u0109e f-ino Stubenrauch, Charlottenburg, Kantstr. 118.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h1 class=\"western\"><\/h1>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weitgehend unbeeinflusst von den weltgeschichtlichen Umw\u00e4lzungen Ende 1918 ging das Esperanto-Leben in Berlin und Umgebung seinen Gang. Die Esperanto Gruppe Potsdam feierte am 28. November 1918 ein Fest zu ihrem 10-j\u00e4hrigen Bestehen. 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