{"id":6848,"date":"2019-04-17T19:34:06","date_gmt":"2019-04-17T18:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=6848"},"modified":"2019-04-18T06:48:05","modified_gmt":"2019-04-18T05:48:05","slug":"verda-sango-2-sukcese-surscenigita","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/verda-sango-2-sukcese-surscenigita\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Blut 2 erfolgreich aufgef\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dachgeschoss des Kulturzentrums danziger50 sammelten sich am 12. April 2019 um 15.00 Uhr Besucher des 2. Blut-Festivals um den K\u00fcnstler Claus Utikal, der zu S\u00e4tzen \u00fcber das Leben, die Kunst und ihre Verg\u00e4nglichkeit blutfarbene Farbe verspritzte, w\u00e4hrend die S\u00e4ngerin Christina Harslem den Vorgang mit Sirenen-Ges\u00e4ngen begleitete. Die Gesellschaft zog dann durch das Treppenhaus in den Keller, blutrote Spuren hinterlassend. Hier setzte sich die Performance fort, bei der schlie\u00dflich ein\u00a0 Bild gemalt, gemischt, geformt wurde, das am Ende des Festivals auf dem Hof verbrannt werden sollte. Dazu verk\u00fcndete der K\u00fcnstler seine Gedanken, und es erklang die wundervolle helle Stimme der S\u00e4ngerin.<\/p>\n<p>Damit war ein Festival er\u00f6ffnet, bei dem am Abend auch das ironisch am\u00fcsante Spektakel \u201eGr\u00fcnes Blut 2\u201c mit Texten in Deutsch und in Esperanto aufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6849 alignleft\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Doktor-k.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"173\" \/>Der Doktor, gespielt vom Regisseur des Spektakels Fritz Wollenberg, \u00a0begr\u00fc\u00dfte die Zuschauer im Saal als Patienten in seiner Notaufnahme, akzeptierte etwas genervt aber mit wachsendem Interesse die Bem\u00fchungen der Oberschwester, dargestellt von Wera Blanke, ihm etwas Esperanto und einiges aus der Esperanto-Literatur zu vermitteln, damit er sich auf gr\u00fcnbl\u00fctige Patienten einstellen konnte, womit begeisterte Esperanto-Sprecher gemeint waren. Etwas misstrauisch lie\u00df er es zu, dass der gr\u00fcnbl\u00fctige S\u00e4nger Ka\u015di (Carsten Schnathorst aus Hamburg) in seiner Notaufnahme singt, nachdem die Oberschwester bereits das Gedicht von Ossaka Kenji (1888-1969) \u201eHo, juna sango!\u201c (Oh, junges Blut) deklamiert hatte. Er war aber doch froh, dass der Vampir, der auch hier behandelt werden musste, durch die Musik friedlich gestimmt werden konnte.<\/p>\n<p>Der Vampir, verk\u00f6rpert durch Peter K\u00fchnel, gab unumwunden zu, dass er es, <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-6850 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Peter-Vampir-k.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"238\" \/>als Esperanto-Lehrer getarnt, auf das gr\u00fcne Blut der begeisterten Esperanto-Sch\u00fcler abgesehen hatte. Er konnte die Aufregung um den kleinen Biss und das bisschen gr\u00fcne Blut w\u00e4hrend des Esperanto-Unterrichts \u00fcberhaupt nicht verstehen. Schlie\u00dflich beherrscht er die ber\u00fchmte \u0108e-Methode und demonstrierte das auch gleich dem Publikum bei einem Crash-Kurs Esperanto, den der Doktor allerdings unterbrach, aus Sorge um die Sicherheit seiner Patienten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6851 alignleft\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Oberschwester-k.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"315\" \/>Die Oberschwester wusste nat\u00fcrlich Genaueres \u00fcber den Erfinder der Unterrichtsmethode Andreo Cseh (1895-1979) und trug das Kapitel aus \u201eEl la Verda Biblio\u201c von Izrael Lejzerowicz (1901-1944) vor, das im Stil der Bibel \u00fcber Csehs Wirken berichtet. Auch aus einer anderen Satire, dem \u201eKrieg der H\u00fcte\u201c von Louis Beaucaire (1925-1983) bot sie eine Kostprobe. Darin l\u00f6st der re\u011do (K\u00f6nig) einen \u201eB\u00fcrgerkrieg\u201c aus, da er nicht dasselbe \u00dcberzeichen (auch Hut genannt) \u00fcber dem g haben wollte, wie der \u0109ambelano (Kammerdiener) \u00fcber seinem c, sondern einen luxuri\u00f6seren Hut, eine Krone. Die Oberschwester erz\u00e4hlt das satirische M\u00e4rchen, um zu zeigen dass auch bei den Gr\u00fcnbl\u00fctigen nicht alles ohne Konflikte abgeht, obwohl sie am Ende doch hervorhebt, dass der Frieden ein wichtiges Ziel der Gr\u00fcnbl\u00fctigen sei.<\/p>\n<p>Das best\u00e4tigt der Zeitmaschinennavigator Phila, hinter dem sich der <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6852 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Zeitmaschinennavigator-k.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"151\" \/>Schriftsteller Dr. Philipp Sonntag verbarg, der von Begegnungen mit gr\u00fcnbl\u00fctigen Esperanto sprechenden Aliens berichtet, die eine v\u00f6llig neue Stufe der Zivilisation erreicht h\u00e4tten und auf deren Erscheinen in der Notaufnahme sich der Doktor einzustellen habe. Als Beweis zitiert er einen Mutanten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6853 alignleft\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Techniker-k.jpg\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"190\" \/>Der schr\u00e4ge Humor des Spektakels erreichte die Zuschauer, unter denen sich einige Esperanto-Sprecher befanden. Ulrich Wilke sorgte f\u00fcr die Projektion der deutschsprachigen \u00dcbersetzung von Esperanto-Texten auf die Leinwand, so dass alles f\u00fcr das gesamte Publikum verst\u00e4ndlich blieb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besonderen Applaus bekam der S\u00e4nger und Musiker am Keyboard, der seine <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6854 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verda-Sango-Saenger-k.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"284\" \/>in der Esperanto-Szene bereits bekannten Lieder \u201eTango\u00a0 de Esperantuj\u2018\u201c (Esperantoland-Tango), \u201eRenkonti\u011da kanto\u201c (Lied der Begegnung), \u201eAmu min!\u201c (Liebe mich!), \u201eVerda fabelo\u201c (Ein gr\u00fcnes M\u00e4rchen) und \u201ePre\u011do de an\u011delo\u201c (Gebet eines Engels) vortrug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende tanzten mit den Darstellern auch Zuschauer seinen \u201eEsperanto-Rock \u2018n\u2018\u00a0 Roll\u201c mit.<\/p>\n<p>Text und Fotos: Fritz Wollenberg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Im Dachgeschoss des Kulturzentrums danziger50 sammelten sich am 12. April 2019 um 15.00 Uhr Besucher des 2. Blut-Festivals um den K\u00fcnstler Claus Utikal, der zu S\u00e4tzen \u00fcber das Leben, die Kunst und ihre Verg\u00e4nglichkeit blutfarbene Farbe verspritzte, w\u00e4hrend die &hellip; <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/verda-sango-2-sukcese-surscenigita\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[382,4,7,1],"tags":[202,377,378],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/par8jA-1Ms","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848"}],"collection":[{"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6848"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6872,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6848\/revisions\/6872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}