{"id":8343,"date":"2020-08-20T23:06:14","date_gmt":"2020-08-20T22:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=8343"},"modified":"2020-08-21T07:38:18","modified_gmt":"2020-08-21T06:38:18","slug":"new-york-und-virus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/new-york-und-virus\/","title":{"rendered":"Berliner in New York und das Virus"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8350 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Kulturnews-Titel-2020-Web.jpg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"382\" \/>In der Zeitschrift \u00bb<a href=\"https:\/\/www.kulturring.berlin\/kulturnews\">kulturnews<\/a>\u00ab vom Juli-August 2020 befragte Ingo Knechtel aus der Redaktion verschiedene K\u00fcnstler aus der ganzen Welt, mit denen der \u00bb<a href=\"https:\/\/www.kulturring.berlin\">kulturring e.V.<\/a>\u00ab als Herausgeber seit langem in Verbindung steht.<\/p>\n<p>Aus New York (USA) berichten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Becker_(Esperantist)\">Ulrich Becker<\/a> und Uday Dhar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eSeit Beginn der Corona-Krise hat sich bei uns in beruflicher Hinsicht nicht so sehr viel ge\u00e4ndert. Wir waren beide schon seit l\u00e4ngerem freischaffend und hatten unsere Arbeitspl\u00e4tze am heimischen Computer bzw. in einem Atelier im S\u00fcden von Manhattan.<br \/>\nNew York wurde sehr schnell eine der weltweit am schwersten betroffenen Metropole, und wir mussten bald zu Hause bleiben und d\u00fcrfen bis heute nur zum Einkaufen, zu Arzt- und Apothekenbesuchen sowie f\u00fcr individuelles Fitness-Training an die frische Luft.&#8221;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8352 alignleft\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Faust-Mondial-Titel.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"217\" \/>Unser Haus-Historiker Fritz Wollenberg hat darauf aufmerksam gemacht, dass <span lang=\"EN-US\">Ingo Knechtel zu den Gr\u00fcndern des Verlags \u00bbMondial\u00ab en Lichtenberg geh\u00f6rt hat. Er f\u00fcr die Brosch\u00fcre \u00bbBerlino por turistoj\u00ab die Fotos beigsteuert, die vom Mondial-Verlag zum Esperanto-Weltkongress (<a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/UK_1999\">84a UK<\/a>) 1999 in Berlin herausgegeben wurde <\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Uday Dhar schuf die Illustrationen der\u00a0 Esperanto-\u00dcbersetzung von Goethes \u00bbFaust\u00ab, die <\/span><span lang=\"EN-US\">1999 <\/span><span lang=\"EN-US\">im <\/span><span lang=\"EN-US\">Mondial-Verlag enschienen ist.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eUlrichs berufliche Selbstst\u00e4ndigkeit konzentrierte sich seit l\u00e4ngerem schon auf drei Gebiete: das \u00dcbersetzen aus dem Englischen ins Deutsche, das Grafik-Design (das er seit seiner Arbeit an den Kultur News professionalisiert hat) und auf die verlegerische Arbeit in seinem kleinen Verlag Mondial, in dem er vorwiegend Literatur in und \u00fcber Esperanto ver\u00f6ffentlicht. Seine Faszination f\u00fcr die internationale Sprache Esperanto hatte bereits Mitte der 1970er Jahre angefangen \u2013 er pflegte sie damals im Kulturbund, wo er f\u00fcr wenige Jahre vor und w\u00e4hrend der Wende auch in der Abteilung Esperanto angestellt war.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Beginn der Corona-Krise hat sich die Auftragslage f\u00fcr \u00dcbersetzungen und Grafik-Design um etwa 40 % verschlechtert, aber daf\u00fcr konzentriert er sich mehr auf seinen Verlag, der in den letzten Jahrzehnten zu einem der f\u00fchrenden Esperanto-Verlage der Welt geworden ist. Die Kontakte mit Esperantisten aus der ganzen Welt sind es auch, die ihn besonders anspornen, trotz der komplizierten Situation nicht aufzugeben. Leider hat er mehrere seiner \u00e4lteren Autoren in den letzten zwei Monaten an den Virus verloren: zwei Italiener und einen Engl\u00e4nder.<\/p>\n<div id=\"attachment_8349\" style=\"width: 274px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8349\" class=\"wp-image-8349\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Kulturnews-Camacho-poemo.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"430\" \/><p id=\"caption-attachment-8349\" class=\"wp-caption-text\">Gedicht aus der aktuellen Nummer des \u201eBeletra Almanako\u201c<\/p><\/div>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In der bisher letzten Nummer der internationalen Literaturzeitschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www.esperantoliteraturo.com\/beletraalmanako.html\">Beletra Almanako<\/a>\u201c, die er seit 2007 mit einem Redaktionsteam aus f\u00fcnf L\u00e4ndern herausgibt, h\u00e4ufen sich Traueranzeigen, aber auch neue Texte \u2013 Prosa und Poesie \u2013 die sich kreativ mit dem Leben zu Viruszeiten auseinandersetzen. Um seine finanzielle Einbu\u00dfen wenigstens teilweise auszugleichen, gibt Ulrich auch online Deutsch-Unterricht f\u00fcr Amerikaner [&#8230;.] Die Stornierung unserer f\u00fcr Ende Mai geplanten Reise nach Deutschland ist uns eigentlich am schwersten gefallen.&#8221;<\/p>\n<p>Sie wollten Ulrichs Mutter in Sachsen und andere Verwandten besuchen, auch ehemalige Kulturring-Kollegen und andere Freunde wiedersehen. Fl\u00fcge, Zugfahrten und Hotels waren gebucht teilweise bezahlt. Sie bleiben optimistisch, da\u00df die Reise nach Italien Ende September stattfinden kann, wo Ulrich seine Tochter in Umbrien treffen will.<\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Uday Dhar<\/span> enth\u00fcllt auch pers\u00f6nliche Deteils zur Beziehung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWir haben uns Anfang der 1990er Jahre in Berlin kennengelernt: Ulrich war als Projektleiter (und Designer der Kultur News) im Kulturring angestellt, Uday arbeitete als Architekt und freischaffender K\u00fcnstler in Berlin \u2013 seine Zeichnungen und Gem\u00e4lde wurden 1993 im Klub \u201e7 Raben\u201c in K\u00f6penick und 1994 in der \u201eGalerie Ost-Art\u201c in Lichtenberg ausgestellt. Seit 1999 wohnen wir zusammen in New York City. Im Jahr 2018 haben wir geheiratet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ulrichbecker.nyc\/index.html\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/jl2-kovrilo-antaue-kk.jpg\" width=\"170\" height=\"266\" \/>Website<\/a> von Ulrich Becker mit Bibliografie<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondialbooks.com\/\">Mondial<\/a>\u00a0mit <a href=\"https:\/\/www.esperantoliteraturo.com\/index.html\">Esperanto-Abteilung<\/a><\/p>\n<p>Im Verlag Mondial sind auch die <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/esperanto-kulturo-en-la-stata-biblioteko-berlino-legoprovajoj-el-la-jubileaj-libroj-de-eabb\/\">Dokumentationen zum Esperanto-Jubil\u00e4um in Berlin<\/a> erschienen.<\/p>\n<p>\u201e Esperanto \u2013 Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg \u2013 111 Jahre\u201c, Hrsg. EVBB, Red. Fritz Wollenberg, Verlag Mondial \u2013 New York, Berlin, 509 Seiten, etwa 200 Illustrationen, ISBN 978-1-59569-340-2 (USA)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Zeitschrift \u00bbkulturnews\u00ab vom Juli-August 2020 befragte Ingo Knechtel aus der Redaktion verschiedene K\u00fcnstler aus der ganzen Welt, mit denen der \u00bbkulturring e.V.\u00ab als Herausgeber seit langem in Verbindung steht. 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