{"id":8446,"date":"2020-10-12T13:17:11","date_gmt":"2020-10-12T12:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=8446"},"modified":"2020-10-18T21:07:54","modified_gmt":"2020-10-18T20:07:54","slug":"moser-volapuk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/moser-volapuk\/","title":{"rendered":"Konstanz und Volap\u00fck: Menade bal &#8211; p\u00fcki bal"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer 2020 hat Hans Moser seinen Sohn in Konstanz besucht. Markus ist in Berlin geboren und\u00a0 &#8220;denaska Esperantisto&#8221;. Er brachte eine Kopie aus der Speisekarte des Resaturants im Hotel Volap\u00fck mit.<\/p>\n<h2 id=\"herzlich-willkommen-im-restaur\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft\" src=\"https:\/\/volapuek.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Sonnenterrasse.jpg\" width=\"303\" height=\"202\" \/><\/h2>\n<p>Das Hotel liegt 5 km vom Stadtzentrum entfernt und (<a id=\"hotel_address\" class=\"jq_tooltip loc_block_link_underline_fix bui-link show_on_map_hp_link \" title=\"Hotel Volap\u00fck, Konstanz - Lage pr\u00fcfen\" role=\"button\" href=\"https:\/\/www.booking.com\/hotel\/de\/volapuk.de.html?aid=311092&amp;label=hotel-76776-de-KpEV2fbswjtFm_GMXqC3yQS388054279121%3Apl%3Ata%3Ap1%3Ap2%3Aac%3Aap%3Aneg%3Afi%3Atikwd-12374728486%3Alp9061132%3Ali%3Adec%3Adm%3Appccp%3DUmFuZG9tSVYkc2RlIyh9YTptaWLFanNKScTlTR7Hrwg&amp;sid=d3b24a73f547570389873a99c68dc0e8&amp;dest_id=-1811125&amp;dest_type=city&amp;group_adults=2&amp;group_children=0&amp;hapos=1&amp;hpos=1&amp;no_rooms=1&amp;sr_order=popularity&amp;srepoch=1602844512&amp;srpvid=32424a6f4aeb0123&amp;ucfs=1&amp;from=searchresults;highlight_room=#map_opened-hotel_address\" data-atlas-latlng=\"47.70954316,9.17171717\" data-atlas-bbox=\"47.6915777421478,9.14496899330656,47.727508575294,9.19846534049471\" data-source=\"top_link\" data-width=\"300\"><\/a><span class=\" hp_address_subtitle js-hp_address_subtitle jq_tooltip \" tabindex=\"0\" title=\"\" data-source=\"top_link\" data-coords=\",\" data-component=\"tooltip\" data-tooltip-text=\" Alle Informationen zur Unterkunft, einschlie\u00dflich der Telefonnummer und der Adresse, finden Sie nach der Buchung in der Buchungsbest\u00e4tigung und in Ihrem Konto. \" data-tooltip-animation=\"false\" data-bbox=\"9.14496899330656,47.6915777421478,9.19846534049471,47.727508575294\" data-node_tt_id=\"location_score_tooltip\" data-width=\"350\">Im Loh 14, Litzelstetten, 78465 Konstanz) <\/span>in der N\u00e4he der Blumeninsel Mainu. Dort f\u00fcttert Markus Moser die <a href=\"https:\/\/www.mainau.de\/de\/attraktionen-detail\/attraktion\/schmetterlingshaus.html?location=schmetterlingshaus\">Schmetterlinge<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr auf den Fotos von der <a href=\"https:\/\/volapuek.de\/hotel\/\">Website volapuek.de<\/a><\/p>\n<p>Es ist vermutlich weltweit das einzige Hotel mit diesem Namen, w\u00e4hrend es ein Dutzend Hotels mit dem Namen \u00bbEsperanto\u00ab gibt.<\/p>\n<hr \/>\n<h2 id=\"herzlich-willkommen-im-restaur\">Herzlich Willkommen im Restaurant Volap\u00fck<\/h2>\n<h3 id=\"&quot;menade-bal---p\u00fcki-bal&quot;---ein\">&#8220;Menade bal &#8211; p\u00fcki bal&#8221; &#8211; Einer Menschheit eine Sprache.<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8452 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/SchleyerHarfe.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"277\" \/>Zum Ged\u00e4chtnis von Pr\u00e4lat <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Martin_Schleyer\">Johann Martin Schleyer<\/a> (1831 -1912)<\/p>\n<p>Schleyer war nach seiner Priesterweihe (1856) an verschiedenen Pfarrstellen des Erzbistums Freiburg t\u00e4tig, ehe er 1867 seine erste eigene Pfarrei bei Me\u00dfkirch \u00fcbernahm. In dieser Zeit war er bereits mit eigenen Dichtungen hervorgetreten, die ihm eine gewisse Bekanntheit einbrachten und einen Platz in zeitgen\u00f6ssischen Literatur-geschichten und Anthologien sicherten: Philatetes (1864), Die Liebe in hundert Gestalten (1873), u.v.m.<\/p>\n<p>Dann folgte jedoch ein entscheidender Einschnitt in Schleyers Leben.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr von einer Italienreise (mit Privataudienz bei Pius IX) im Fr\u00fchjahr 1875 ger\u00e4t Schleyer wegen einer Predigt\u00e4u\u00dferung in arge Bedr\u00e4ngnis (es ist die Zeit des Kulturkampfes) und muss 4 Monate Festungshaft in Rastatt verb\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-8470 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Sionsharfe-Titel.jpg\" alt=\"\" width=\"271\" height=\"286\" \/>Nach seiner Entlassung \u00fcbernimmt er die Pfarrstelle in Litzelstetten, wo er weiterhin reichlich Mu\u00dfe f\u00fcr seine Dichtungen und die Fortsetzung seiner Sprachstudien findet. In diese Zeit f\u00e4llt auch die Herausgabe der Zeitschrift &#8220;Sionsharfe&#8221;, ein Monatsblatt f\u00fcr katholische Poesie. Kein Wunder, dass Schleyer dieses Blatt benutzt, um sein Weltspracheprojekt VOLAP\u00dcK zu lancieren, mit dessen Ausarbeitung er &#8211; wie Tagebuchaufzeichnungen best\u00e4tigen &#8211; am 31.03.1879 begonnen hat. Sein Ruhm als Poet weicht dem des Weltspracheerfinders, der fast zwei Jahrzehnte lang im Gespr\u00e4ch bleiben wird, bis es gegen Ende des Jahrhunderts immer stiller um Volap\u00fck wird und Schleyer in Vergessenheit ger\u00e4t.<\/p>\n<p>Die letzten Jahre seines Lebens verbringt er in seinem Konstanzer Haus (Schottenstra\u00dfe), das er in der Glanzzeit des VOLAP\u00dcK als &#8220;Weltsprache-Zentralb\u00fcro&#8221; tituliert und von wo aus er sein Weltspracheblatt (bis 1908), Lehr- und W\u00f6rterb\u00fccher, religi\u00f6se Lyrik und gesammelte Lebensweisheiten verschickte.<\/p>\n<p><strong>So wurde VOLAP\u00dcK zum bekanntesten und bedeutendsten Vorl\u00e4ufer des ESPERANTO, das der j\u00fcdische Augenarzt Dr. Lazarus Zamenhof entwickelte. ESPERANTO (1987 hundertj\u00e4hriges Bestehen) ist in der Tat die einzige Plansprache, die sich \u00fcber einen so langen Zeitraum hinweg in der Praxis bew\u00e4hrt hat. Sie hat sich insofern durchgesetzt, als es ihr gelungen ist, die St\u00fcrme der Zeit zu \u00fcberdauern und zu einem miniaturhaften Modell f\u00fcr eine effiziente L\u00f6sung des Sprachproblems zu werden.<\/strong><\/p>\n<p>Johann Martin Schleyers Andenken (er war Urgro\u00dfonkel des 1977 ermordeten Arbeitgeberpr\u00e4sidenten Hanns Martin Schleyer) ist in seiner n\u00e4heren Heimat nie erloschen.<\/p>\n<p>In Konstanz, Litzelstetten und Oberlauda (Geburtsort) tragen Stra\u00dfen seinen Namen. In der Konstanzer Schottenstra\u00dfe und am Litzelstetter Pfarrhaus erinnern Gedenktafeln an ihn.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich das HOTEL VOLAP\u00dcK.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"die-plansprachen-volap\u00fck-und-\">Die Plansprachen Volap\u00fck und Esperanto in Konstanz<\/h2>\n<p>Rezension eines Buches von Reinhard Haupenthal.<\/p>\n<p>Der Schlu\u00dfsatz des vorliegenden Buches (S. 120) lautet: \u201eVivu Esperanto!\u201c (Es lebe Esperanto!)\u00a0 Diese Exklamation best\u00e4tigt auf ihre Weise die Rolle des Autors: ein Foto auf der Seite zuvor ordnet ihn dem \u201eharten Kern\u201c (was immer dies hei\u00dfen mag) der Esperanto-Gruppe Konstanz (ohne Rechtssta\u00adtus) zu.<\/p>\n<p>Kuhn hat sich eine doppelte Aufgabe gestellt, n\u00e4mlich aufzuzeigen, welches soziale Substrat die Universalsprache des Konstanzer Pr\u00e4laten Johann Martin Schleyer (1831 &#8211; 1912) und das Esperanto des j\u00fcdischen Warschau\u00ader Augenarztes Lazar Markovic Zamenhof (1859 &#8211; 1917) in der Bodensee\u00adstadt gefunden hat. Aus dem Vorwort (S. 6) geht hervor, da\u00df sich Kuhn zu\u00adn\u00e4chst lediglich auf Konstanzer Zeitungsberichte (Konstanzer Zeitung, 1886 &#8211; 1935, S\u00fcdkurier, 1946 &#8211; ) st\u00fctzen konnte. Leider best\u00e4tigt seine Bi\u00adbliographie (S. 128 &#8211; 132), da\u00df wichtige Dokumente offensichtlich unber\u00fcck\u00adsichtigt blieben, so z.B. die Grundlagenwerke von Couturat\/Leau, Drezen und Stojan.<\/p>\n<p>Die Volap\u00fck-Bibliographien von Schmidt (S. 131) sind inzwi\u00adschen zweimal im Druck erschienen und damit allgemein zug\u00e4nglich. Wich\u00adtige Periodika scheinen nicht eingesehen worden zu sein, z B. die Jahrb\u00fc\u00adcher (Jarlibro) von Universala Esperanto-Asocio und Sennacieca Asocio Tutmonda (Anationaler Weltbund, d.h. Arbeiter-Esperantisten), Schleyers Weltspracheblatt (1881 &#8211; 1908), Germana Esperantisto (1905 &#8211; 1935), Esperanto (ab 1905) (UEA), Esperanto in Baden-W\u00fcrttemberg (1985 &#8211; 1991). Von Heroldo de Esperanto (ab 1920) wird nur der Jahrgang 1947 aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Quelle war Kuhn naturgem\u00e4\u00df nicht zug\u00e4ng\u00adlich: Schleyers Tageb\u00fccher. Naturgem\u00e4\u00df? Der Verfasser hat den Rezen\u00adsenten nie konsultiert, obwohl er einige meiner einschl\u00e4gigen Ver\u00f6ffentli\u00adchungen zum Thema Schleyer\/Volap\u00fck nennt.<\/p>\n<p>Der sehr summarische Abri\u00df \u00fcber Esperanto (S. 13 &#8211; 22) reproduziert einige g\u00e4ngige Klischees: Zamenhof sei Pole gewesen (S. 13), das Fundamento de Esperanto sei ein \u201eStandardwerk\u201c (S. 13) (es gilt vielmehr als Systemur\u00adkunde des Esperanto), Louis de Beaufronts \u201eb\u00fcrgerlicher Name\u201c (S. 16) sei Louis Chevreux gewesen, die fiktive Esperanto-Akademie habe \u201eAufnahme und Orthographie\u201c neuer W\u00f6rter zu empfehlen (S. 22). All dies ist aus der Luft gegriffen.<\/p>\n<p>Der erste Teil (S. 26 &#8211; 59) des Buches, der zeitgleich im Hegau-Jahrbuch 2010 erschien, mischt ebenfalls Dichtung und Wahrheit. Es ist sachlich falsch (S. 28), da\u00df Schleyer bereits in seiner Zeit vor Litzelstetten \u201eEntwick\u00adlungsarbeiten f\u00fcr die erste Weltsprache\u201c vornahm. Selbst wenn man seinen \u201eV\u00f6lkerdolmetsch\u201c mit ber\u00fccksichtigt, entstand dieser nicht in Krumbach (wie behauptet), sondern in Litzelstetten. Die Interlinguistik wurde nicht durch Ver\u00f6ffentlichung des Volap\u00fck (S. 29) hervorgerufen, sondern auf\u00adgrund sprachwissenschaftlicher Auseinandersetzungen (oft polemischer Art) \u201eauf Anla\u00df des Volap\u00fcks\u201c (so z.B. ein Titel von Hugo Schuchardt).<\/p>\n<p>Da\u00df Schleyer seine letzten Lebensjahren \u201everbittert und zur\u00fcckgezogen\u201c (s. 51) verbrachte, entbehrt der Grundlage: das Tagebuch zeigt, da\u00df er bis zuletzt regen Anteil am Weltgeschehen und seinem Konstanzer Umfeld nahm. Verdienstvoll ist, da\u00df Kuhn die im Zusammenhang mit der Arbeit des Pr\u00e4lat\u00adSchleyer-Komitees (2001 &#8211; 2008) entfaltete T\u00e4tigkeit einigerma\u00dfen zur Kenntnis nimmt. Allerdings l\u00e4\u00dft er zwei Vortr\u00e4ge \u00fcber Volap\u00fck in Litzelstet\u00adten (1979 aus Anla\u00df des 100-j\u00e4hrigen Bestehens und 2001, letzterer im Druck erschienen) unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Der zweite Teil des Buches (S. 60 &#8211; 120) geht der Frage nach, welche Rolle die Welthilfssprache Esperanto in Konstanz spielte bzw. noch spielt. Dabei unterscheidet Kuhn mehrere Phasen, die z.T. aber durch \u00fcberregionale Treffen gekennzeichnet sind, die in Konstanz stattfanden, so z.B. 1923 ein katholischer Kongre\u00df, in dessen Mittelpunkt der \u201eWolkensegler\u201c (Erzbischof Gr\u00f6ber) <a href=\"https:\/\/esperanto.berlin\/metzger-naskigtago-3a-februaro-1887\/\">Max Josef Metzger<\/a> (1887 &#8211; 1944) stand, dessen Seligsprechung jetzt das Erzbistum Freiburg betreibt, und 1950 ein Jugendkongre\u00df.<\/p>\n<p>Zu Be\u00adginn der 1950er Jahre wird ein gewisser Michael Schmidt (sp\u00e4ter \u201eBotschaf\u00adter in mehreren au\u00dfereurop\u00e4ischen L\u00e4ndern\u201c, S. 86) zu einer Art Kultfigur und Faktotum f\u00fcr Esperanto in Konstanz. Das Beispiel zeigt die Personen\u00adgebundenheit aller Esperanto-T\u00e4tigkeiten, die bis heute keinerlei Institutio\u00adnalisierung erfahren haben.<\/p>\n<p>Dieses Auf und Ab, der ewige Wiederbeginn beim Punkt Null (d.h. bei Kursen f\u00fcr Anf\u00e4ngern) kennzeichnet auch die T\u00e4\u00adtigkeit der wenigen Esperantisten in Konstanz. Ein fortgeschrittenes Sprachniveau, eine Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte und Kultur des Espe\u00adranto, eine Internalisierung der Sprache, kulturelle Zweisprachigkeit mit Es\u00adperanto ist nirgendwo erkennbar.<\/p>\n<p>So res\u00fcmiert denn auch Kuhn: \u201eIn der Tat, Esperanto hat sein ureigenes Ziel bisher nicht erreicht!\u201c (S. 126), wobei durch eine unzul\u00e4ssige Personifizierung der Sprache davon abgelenkt wird, da\u00df die Esperantisten ihr Ziel nicht erreicht haben, wobei Kuhn zudem un\u00adterstellt, da\u00df dieses Ziel (der sog. \u201efina venko\u201c, der Endsieg, d.h. die allge\u00admeine weltweite Einf\u00fchrung des Esperanto) ausgemachtes Ziel aller Espe\u00adrantosprecher sei. Dem ist jedoch nicht so.<\/p>\n<p>Das Beispiel Konstanz zeigt wenig Glanz und viel Elend des Esperanto. Es hat den Anschein, da\u00df es von der Zeit \u00fcberrollt wurde.<\/p>\n<p>Reinhard Haupenthal<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffntlicht bei ifb.bsz-bw.de unter<\/p>\n<p>B KULTURWISSENSCHAFTEN<br \/>\nBD LITERATUR UND LITERATURWISSENSCHAFT<br \/>\nBDG Sonstige Sprachen und Literaturen<br \/>\nEsperanto; Volap\u00fck Deutschland Konstanz<br \/>\n11-1 Die Plansprachen Volap\u00fck und Esperanto in Konstanz :<br \/>\nGeschichte und lokale Ereignisse \/ Hans-Dieter Kuhn. &#8211; 1. Aufl. &#8211; Konstanz : Hartung-Gorre, 2010. &#8211; 132 S. : Ill. ; 22 cm. &#8211; (Heg\u00adau-Bibliothek ; 145). &#8211; ISBN 978-3-86628-357-2 : EUR 14.80 [#1637]<br \/>\nQUELLE<br \/>\nInformationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan f\u00fcr Bibliothek und Wissenschaft<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das von Hauptenthal erw\u00e4hnte Buch ist noch im Handel.<\/p>\n<p>Der deutsche <a href=\"https:\/\/www.esperanto-buecher.de\/Kuhn-Die-Plansprachen-Volapuek-und-Esperanto-in-Konstanz\">Esperanto-Buchversand hat es<\/a> und hat Teile des Klappentext des Verlags \u00fcbernommen. Beim <a href=\"http:\/\/www.hartung-gorre.de\/Esperanto_Volapuek.htm\">Hartung-Gorre Verlag<\/a> in Konstanz hei\u00dft es:<\/p>\n<div style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.hartung-gorre.de\/Esperanto_Volapuek-Dateien\/image001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hartung-gorre.de\/Esperanto_Volapuek-Dateien\/image003.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"340\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">ISBN 978-3-86628-357-2.<\/p><\/div>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nach mehreren erfolglosen Versuchen zur Schaffung einer Weltsprache im Zeitalter der Aufkl\u00e4rung und im 19. Jahrhundert gelang dem Litzelstetter Pfarrer Johann Martin Schleyer 1879 die Erfindung der ersten Weltsprache Volap\u00fck. Anfangs war der Erfolg der Sprache recht vielversprechend, doch schon nach wenigen Jahren meldeten sich Kritiker mit Verbesserungsvorschl\u00e4gen zu Wort, und die leichtere Konkurrenzsprache Esperanto war bereits im Kommen. Volap\u00fck ging nach zwei Jahrzehnten unter. Esperanto hat sich, obgleich die Sprache nicht zur verbindlichen Weltsprache aufsteigen konnte, bis heute behauptet. Neben pr\u00e4gnanten Darstellungen \u00fcber die Entwicklung der beiden Sprachen schildert der Autor die zahlreichen, bisher nicht erforschten Ereignisse, die in Konstanz und Umgebung diesbez\u00fcglich stattfanden. Er stellt diese in den Zusammenhang der allgemeinen und regionalen Geschichte. Einer der Schwerpunkte ist Schleyers Wirken in Konstanz auf dem Gebiet der Weltsprache, ein weiterer die Darstellung der kulturellen Entwicklung der Stadt w\u00e4hrend der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung mit den zahlreichen Veranstaltungen der Esperantisten. Der Autor hat nach intensiven Forschungen viele bislang unbekannten Details zusammengetragen. Auch Fakten aus der neueren Zeit bis in die Gegenwart werden ausf\u00fchrlich behandelt, wie z. B. das kleine Esperanto-Zentrum des Hegaus, das Stockach in den 1980\/90er Jahren war, und die Gr\u00fcndung der heutigen Esperanto-Gruppe Konstanz. Der Anhang enth\u00e4lt eine chronologische \u00dcbersicht und ein Literaturverzeichnis.<\/p>\n<p>Es wird eine Buchbesprechung von Franz Hofmann im Jahrbuch HEGAU des Hegau-Geschichtsvereins, Band 71, 2014, S. 303-304. wiedergegeben, die weit weniger kritisch als der Verri\u00df von Haupenthal ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu den \u201ePlansprachen Volap\u00fck und Esperanto in Konstanz\u201c liegt damit eine umfassende Bearbeitung vor, die keine W\u00fcnsche offen l\u00e4sst und zudem \u2013 das ist ja nicht selbstverst\u00e4ndlich \u2013 gut zu lesen ist. Wer sich f\u00fcr das Thema interessiert, f\u00fcr den ist die Lekt\u00fcre des Buches Pflicht. Zwar ist der Rezensent eher skeptisch, ob sich das Esperanto jemals als Weltsprache etablieren wird, doch soll diese Rezension mit denselben Worten enden, mit denen auch Hans-Dieter Kuhn sein Buch beschlie\u00dft: \u201eVivu Esperanto!\u201c<\/p>\n<p>In der Liste von <a href=\"https:\/\/esperanto-bw.de\/pages\/de\/vor-ort.php\">Gruppen in Baden-W\u00fcrtemberg<\/a> gibt es eine Adresse in Konstanz:<\/p>\n<h2 id=\"-konstanz\" style=\"padding-left: 40px;\">78459 Konstanz<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Esperanto-Gruppe Konstanz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kurs jeden Dienstag und Treffen jeden Samstag<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Irmtraud Bengsch<br \/>\n07531 \/ 61094<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><small>Letzte Aktualisierung: <\/small>2013-01-03<\/p>\n<h2 id=\"jubil\u00e4um-125-jahre-esperanto-\">Jubil\u00e4um <em>125 Jahre Esperanto<\/em> in <span class=\"highlight\">Konstanz<\/span><\/h2>\n<p>Zu einem fr\u00f6hlichen Fest wurde der runde Geburtstag der Plansprache Esperanto (1887-2012), den der Esperanto-Verband Baden-W\u00fcrttemberg am 28. April 2012 im Kolpinghaus <span class=\"highlight\">Konstanz<\/span> beging.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndiger Artikel und Bilder vom Esperanto-Tag Baden-W\u00fcrttemberg 2012 in unserer <a href=\"https:\/\/esperanto-bw.de\/pages\/de\/fotogalerie\/esperanto-tag\/2012.php\">Fotogalerie<\/a>.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung fand auch in der lokalen Presse Beachtung:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/region\/kreis-konstanz\/konstanz\/kurznachrichten\/Feier-zum-Geburtstag-der-Sprache-Esperanto;art1014416,5473879\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Feier zum Geburtstag der Sprache Esperanto<\/a><br \/>\nVeranstaltungshinweis im S\u00fcdkurier, 23.04.2012<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/region\/kreis-konstanz\/konstanz\/hintergrund-konstanz\/-Esperanto-verbindet-viele-Nationen;art473133,5483824\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Esperanto verbindet viele Nationen&#8221;<\/a><br \/>\nInterview mit Imtraud Bengsch im S\u00fcdkurier, 28.04.2012<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer 2020 hat Hans Moser seinen Sohn in Konstanz besucht. 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