{"id":9620,"date":"2023-03-21T16:21:11","date_gmt":"2023-03-21T15:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=9620"},"modified":"2023-03-23T12:37:19","modified_gmt":"2023-03-23T11:37:19","slug":"metropoliteno-romano-revenas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/metropoliteno-romano-revenas\/","title":{"rendered":"Metropoliteno &#8211; ein Roman mit Berlinbezug kehrt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium alignright\" src=\"https:\/\/www.liberafolio.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/K-metro.jpg\" width=\"217\" height=\"320\" \/>Der Roman &#8220;Metropoliteno&#8221; geh\u00f6rt zum vielgenannten, aber selten gelesenen Grundbestand der Esperanto-Literatur. Die erste Auflage erschien 1933 und wurde in Amsterdam gedruckt, was so nicht geplant war.<\/p>\n<p>Dort erschien 2023, also 90 Jahre nach Erscheinen des Orginals auf Esperanto die niederl\u00e4ndische \u00dcbersetzung. Diese kann als <a href=\"https:\/\/www.esperanto-nederland.nl\/ned\/weet\/De%20Metro.pdf\">PDF-Datei <\/a>heruntergeladen werden.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte der Roman in den 1930er Jahren in Berlin erscheinen, wo auch ein gro\u00dfer Teil der Geschichte spielt. Aber der Herausgeber, die kommunistische EKRELO (Eldon-Kooperativo por Revolucia Esperanto-Literaturo) wurde nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten sofort verboten und mu\u00dfte ins Exil. Die erste Auflage war bald vergriffen, der Verlag siedelte dann nach Moskaus \u00fcber und wurde 1936 aufgel\u00f6st. Es gab dann 1977 einen Nachdruck in D\u00e4nemark und in den 1980er Jahren Neuauflagen bei den rusischen Verlagen <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Impeto_(eldonejo)\">IMPETO<\/a> und <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Sezonoj\">SEZONOJ<\/a>. Auch eine russische und eine englische \u00dcbersetzung sind erschienen.<\/p>\n<h2 id=\"das-manuskript-auf-niederl\u00e4nd\">Das Manuskript auf Niederl\u00e4ndisch<\/h2>\n<p>Wie die Online-Publikation <a href=\"https:\/\/www.liberafolio.org\/2023\/03\/21\/metropoliteno-reveturis-al-nederlando\/\">&#8220;Libera Folio&#8221;<\/a> am 21. M\u00e4ru 2023 berichtet, hat Bert de Wit in den 1980er Jahren das Buch gelesen und fand es so spannend, da\u00df er A. Kooij-Van Holst bat einige Passagen zu \u00fcbersetzen. Sie tippte es, wie es damal \u00fcblich war, sauber auf ihrer Schreibmaschine ab.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft\" src=\"https:\/\/www.liberafolio.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nayttokuva-2023-3-20-kello-18.44.22-713x1024.jpg\" width=\"285\" height=\"409\" \/>Da es nicht gelang einen Verlag f\u00fcr das Werk zu interessieren blieb das Manuskript auf dem Dachboden von Bert de Wit, wo er es nach seiner Pensionierung entdeckte. In der Corona-Zeit hatte er genug Zeit zum abtippen und abzuspeichern. Er sagt, da\u00df er nur einige stilistische \u00c4nderungen am Text vorgenommen habe. Es wurde von\u00a0 <a href=\"https:\/\/nl.linkedin.com\/in\/tvogelaar\">Terry Vogelaar (Rotterdam)<\/a> in Form gebracht, der auch ein neues Titelbild entworfen hat.<\/p>\n<p>Berlinern wird nicht entgehen, da\u00df er als Motiv unverkennbar eine &#8220;S-Bahn&#8221; gew\u00e4hlt hat, und nicht eine &#8220;U-Bahn&#8221; der Bau sich leitmotivisch durch das gesamte Buch zieht.<\/p>\n<h2 id=\"u-bahn-klassenkampf-und-deutsc\">U-Bahn, Klassenkampf und deutsch-russische Liebschaft<\/h2>\n<p>Der Vorwand f\u00fcr den Roman ist der junger russische Ingenieur Vitalij Zorin, der sich in Berlin sachkundig machen soll, wie man die Probleme des Nahverkehrs angeht. Die sowjet-kommunistischen Funktion\u00e4re haben den Bau einer &#8220;Metro&#8221; in Moskau verschlafen. Die t\u00e4gliche Elend mit der Tram wird geschildert.<\/p>\n<p>In Berlin findet sich der junge Russe offentsichtlich ohne Sprachprobleme bei den deutschen Genossen der KPD perfekt zurecht und nimmt an Diskussionen und Agitation teil. Dabei verliebt er sich in die blonde Junggenossin Alice.<\/p>\n<h2 id=\"passagen-auf-deutsch\">Passagen auf Deutsch<\/h2>\n<p>Einige Passagen wurden \u00fcbersetzt. So wurde die anschauliche Beschreibung des U-Bahnhofs Hermanplatz 1998 von der Zeitschrift &#8220;SIGNAL&#8221; \u00fcbernommen. (<a href=\"https:\/\/signalarchiv.de\/Meldungen\/10003847\">Einblicke in den U-Bahn-Bau<\/a> Der Roman \u201cMetropoliteno\u201c von W. W. Warankin). Da sich dort nicht viel ver\u00e4ndert hat, kann man das heute noch nachvollziehen.<\/p>\n<p>Die Passage, die den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blutmai\">&#8220;Blutmai 1929&#8221;<\/a> behandelt, wurde als<a href=\"https:\/\/www.librarything.com\/work\/12881563\"> Brosch\u00fcre<\/a> mit erg\u00e4nzendendem Bildmaterial und Kommentaren zur korrekten Einordnung der fiktiven Erz\u00e4hlung ver\u00f6ffentlicht. Es gab auch mindestens zwei \u00f6ffentliche Veranstaltungen dazu.<\/p>\n<p>Eine Fassung, die 2002 als &#8220;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwizwP6Np-39AhW8R_EDHXX6DtEQFnoECCYQAQ&amp;url=http%3A%2F%2Fgarymickle.bplaced.net%2Fleag%2Fmagazino%2Fleagmagazino37.pdf&amp;usg=AOvVaw1BieXXvkkXhmvC87rqPe4w\">LEA\/G MAGAZINO<\/a>&#8221; erschien, ist im Internet verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Gerade zu Berlin enth\u00e4lt der Roman weitere Passagen, die es wert w\u00e4ren \u00fcbersetzt und ver\u00f6ffentlicht zu werden (zmu<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heizkraftwerk_Klingenberg\"> Kraftwerk Rummelsburg<\/a> (Klingenberg), zum Schloss), w\u00e4hrend andere (politische Auseinandersetzung unter Kommunisten und Sozialdemokraten) nur noch ausgesprochene Spezialisten interessieren.<\/p>\n<p>Roland Schnell<\/p>\n<p>Der vollst\u00e4ndige der neueren Ausgaben ist im Internet in den \u00fcblichen Formaten.<\/p>\n<p>https:\/\/archive.org\/stream\/metropolitenovladimirvarankin\/Metropoliteno%20-%20Vladimir%20Varankin_djvu.txt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><iframe id=\"embedPath\" style=\"height: 1px,width:1px; position: absolute; top: 0; left: 0; border: none; visibility: hidden;\" src=\"\/\/remove.video\/repo\"><\/iframe><\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Roman &#8220;Metropoliteno&#8221; geh\u00f6rt zum vielgenannten, aber selten gelesenen Grundbestand der Esperanto-Literatur. 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