{"id":9751,"date":"2023-07-22T20:18:13","date_gmt":"2023-07-22T19:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/esperanto.berlin\/?p=9751"},"modified":"2023-09-20T15:42:42","modified_gmt":"2023-09-20T14:42:42","slug":"1923-en-berlino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esperanto.berlin\/de\/1923-en-berlino\/","title":{"rendered":"1923 in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Mit raschen Schritten n\u00e4hern wir und der Periode, die als die &#8220;<a href=\"https:\/\/www.gladrags.de\/magazin\/die-goldenen-zwanziger\">Goldenen Zwanziger<\/a>&#8221; in die Geschichtsb\u00fccher eingehen w\u00fcrde. Auch f\u00fcr Esperanto in Berlin erwies es sich als eine erfolgreiche Zeit, die durch die Erschliessung der Massenmedien gekennzeichnet war. Einmal durch die Zusammearbeit mit dem Verlag von Rudolf Mosse, andererseits durch das aufkommende Radio, das weltweit die Einsatzm\u00f6glichkeiten von Esperanto erprobte. Im Dezember 1923 strahlte ein Sender in New Castle (England) zu Zamenhofs Geburtstag eine Sendung zur Werbung f\u00fcr Esperanto aus. (ET 159, 12.\u00a0 1923 Nr. 159)<\/p>\n<p>Davor lag aber das Jahr 1923, das in vielfacher Hinsicht ein Tiefpunkt, geradezu ein Schreckensjahr, war. Das krisengesch\u00fcttelte Deutschland erlebte eine Superinflation, die im Herbst 1923 durch eine W\u00e4hrungsreform (Einf\u00fchrung der Rentenmark) beendet wurde.<\/p>\n<h2 id=\"spuren-im-esperanto-leben\">Spuren im Esperanto-Leben<\/h2>\n<p>Die Entwicklung ist auch\u00a0 im Esperanto-Leben nachvollziehbar. Anfang 1923 ver\u00f6ffentlichte der &#8220;Germana Esperantisto&#8221; die \u00fcblichen Berichte \u00fcber den &#8220;Stand der Esperanto-Bewegiung in der Welt&#8221; (GE 1923 Heft 1 Seite 1 -5),\u00a0 der eine Auflistung von\u00a0 Erfolgsmeldungen \u00fcber eine sich weltweit rasch ausbreitende Bewegung war. Speziell f\u00fcr Deutschland werden f\u00fcr 1921 Kurse in 211 St\u00e4dten mit 40.000 Teilnehmern genannt. Dazu kommen Kurse in Schulen in 162 Orten.<\/p>\n<p>Die Bestandsaufnahme 1923 sieht etwas ern\u00fcchternder aus. Im Bericht des Esperanto-Instituts (GE 1923 Seite 43) wird konstatiert, da\u00df eine Statistik f\u00fcr das Jahr 1922 nicht machbar sie, weil von vielen St\u00e4dten schlicht die Daten fehlten. Die Liste der s\u00e4umigen St\u00e4dte reicht von Ahlbeck bis Wilhelmshaven. Auch Berlin, wo der Unterricht an Schulen 1921 eingef\u00fchrt wurde, hat nicht geliefert. Dr. Dieterle droht an, da\u00df er auf den Bericht an das Reichsministerum des Innernen verzichten werde und die Gruppen die Folgen zu tragen h\u00e4tten,<\/p>\n<h2 id=\"porto-steigt\">Porto steigt.<\/h2>\n<p>In den folgenden Monaten hatten die Gruppen durchaus sachliche Gr\u00fcnde diese statistischen Daten nicht zu liefern, denn Portokosten stiegen.<\/p>\n<h2 id=\"sonderzug-zum-xv\">Sonderzug zum XV. Weltkongress abgeblasen<\/h2>\n<div id=\"attachment_9776\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9776\" class=\"wp-image-9776\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/XV-Kongreso-PK.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"198\" \/><p id=\"caption-attachment-9776\" class=\"wp-caption-text\">Offizielle Kongress-Postkarte<\/p><\/div>\n<p>Trotz der widrigen wirtschaftlichen Situation sollte 1923 der XV. Weltkongress, wie es damals hie\u00df, in N\u00fcrnberg stattfinden. Wie in fr\u00fcheren\u00a0 Jahren sollte von Berlin aus eine &#8220;karavano&#8221; (Gruppenreise) angeboten werden, die von Max Blankenheim organisiert wurde (GE 1923 Juni 94). Daf\u00fcr mu\u00dften aber 400 Teilnehmer zusammenkommen. F\u00fcr den Aufenthalt mu\u00dften zu diesem Zeitpunkt 50.000 Mark f\u00fcr ein Hotelzimmer, 25.000 M f\u00fcr eine Privatunterkunft und 12.000 M f\u00fcr ein Essen im Restaurant einkalkuliert werden.<\/p>\n<p>Es meldeten sich aber nur 100 Teilnehmer\u00a0 f\u00fcr die\u00a0 Fahrt von Berlin nach N\u00fcrnberg (477 km, 10 Stunden,\u00a0 2023 mit dem ICE 2:45 h), die dann in\u00a0 zwei\u00a0 reservierten Waggons mit einem planm\u00e4\u00dfigen Zug (GE 1923 Juli 114) bef\u00f6rdert wurden. Am 1. August 1923 ging die Fahrt um 10:07 am Anhalter Bahnhof los und ging \u00fcber Halle (12:52), Jena (14:21), Bamberg (17:45) bis zur Ankunft in N\u00fcrnberg Hbf um 18:56. Da zu diesem Zeitpunkt die Preise der Reichsbahn nicht bekannt waren, sollten die Reisekosten vorgestreckt werden. Wer sich bis 1. Juli angemeldet hattte, erhielt eine Rechung, die bis 15. Juli zu bezahlen war und wof\u00fcr eine Quittung zugeschickt wurde. Nur mit dieser Quittung konnte man an der Sperre im Anhalter Bahnhof die Fahrkarte bekommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_9760\" style=\"width: 357px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9760\" class=\"wp-image-9760\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bhf-Nbg-Eo-Triumfonta.png\" alt=\"\" width=\"347\" height=\"251\" \/><p id=\"caption-attachment-9760\" class=\"wp-caption-text\">Bild aus Esperanto Triumfonta Nr. 124, 18 2. 1923<\/p><\/div>\n<p>Die Preise f\u00fcr Berlin &#8211; N\u00fcrnberg lagen bei 16.000 M in der VI. Klasse 96.000 M in der Ersten. Dazu kamen f\u00fcr Schnellz\u00fcge Zuschl\u00e4ge, die von der Entfernung und der Klasse abhingen. F\u00fcr Berlin-N\u00fcrnberg also zwischen 3.000 und 12.000 M.<\/p>\n<p>Am Abend vor der Abreise(31. Juli) fand eine Zusammenkunft der Berliner Gruppe (GE 1923 Okt 162) statt, da sich auch ausl\u00e4ndische Teilnehmer, z.B. aus Finnland, f\u00fcr die &#8220;karavano&#8221; angemeldet hatte. Daran nahmen 150 Personen teil. Durch eine Sammlung konnten die Fahrkosten f\u00fcr zwei Berliner aufgebracht werden.<\/p>\n<p>Einem Sonderzug zu einem Weltkongressen hatte Berlin schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. 1914 stand ein<a href=\"https:\/\/informilo.wordpress.com\/2014\/07\/05\/all-inclusive-18799215\/\"> Sonderzug auf dem Potsdamer Bahnhof<\/a> zur Fahrt nach Paris bereit. Infolge des\u00a0 Ersten Weltkriegs, der genau an diesem Tag begann, wurde die Reise abgesagt.<\/p>\n<p>Einen auf\u00fchrlichen Bericht vom Weltkongress hat dann Friedrich Ellersiek im Germana Esperantisto von Oktober und November abgeliefert (GE 1923 Okt 144 &#8211; 161, Nov 174 &#8211; 181). Er konnte samt Gattin wegen gesch\u00e4ftlicher Angelegenheiten nicht in der &#8220;Karavano&#8221; mitreisen.<\/p>\n<h2 id=\"millionen-in-der-kasse-in-steg\">Millionen in der Kasse in Steglitz<\/h2>\n<p>Die lokale Gruppe in Steglitz (Zamenhof) hatte noch im Dezember 1922 beschlossen, den Mitgliedsbeitrag f\u00fcr eine Vierteljahr (GE 1923 Feb 25) auf 300 Mark festzulegen. Im Juni kamen 16.000 M als Spenden f\u00fcr das Notopfer des D.E.B. (GE 1923 Juni 89) und f\u00fcr das Esperanto-Institut zusammen, die je zur H\u00e4lfte \u00fcberwiesen wurden. In Oktober wird gemeldet (GE 1923 Okt 162) , da\u00df die Kasse einen Stand von 21 Millionen Mark aufweist.<\/p>\n<p>Nach der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%A4hrungsreformen_in_Deutschland#1924\">W\u00e4hrungsreform<\/a> blieb davon allerdings nichts mehr \u00fcbrig, denn es wurde im November 1923 zu einem Kurs von\u00a0 1.000.000.000.000 M : 1 RM (1 Billion Mark zu 1 Rentenmark) umgestellt.<\/p>\n<h2 id=\"gruppenleben-in-berlin\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9764 alignright\" src=\"https:\/\/esperanto.berlin\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Jarlibro-1923-berlin.png\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"533\" \/>Gruppenleben in Berlin<\/h2>\n<p>Das &#8220;Oficiala jarlibro&#8221; von UEA gibt wie in den Jahren zuvor und danach einen gewissen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der Esperanto-Bewegung.<\/p>\n<p>Es f\u00fchrt die Orts- und Fachgruppen auf und nennt den Namen und die Adresse des Vorsitzenden als ersten Ansprechpartner. In einigen F\u00e4lle ist auch der Ort der regelm\u00e4\u00dfigen Treffen aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es ist nur eine Momentaufnahme, da sich st\u00e4ndig neue Gruppen bilden, andere sang-und klanglos verschwinden, was nicht immer im Germana Esperantisto vermerkt wird.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Menge der Eintr\u00e4ge steht Berlin eindeutig an der Spitze und wird allenfalls von Wien \u00fcbertroffen. Aber die Aufspaltung in viele kleine Gruppen und Gr\u00fcppchen scheint ein typisch deutsches Ph\u00e4nomen zu sein.<\/p>\n<h2 id=\"fest-zum-20-j\u00e4hrigen-jubil\u00e4u\">Fest zum 20 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Gruppe Berlin<\/h2>\n<div style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bildung.berlin.de\/Schulverzeichnis\/bilder\/07K06.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Das Geb\u00e4ude steht noch. jetzt: Georg-von-Giesche-Schule &#8211; 07K06, Integrierte Sekundarschule (\u00f6ffentlich )<\/p><\/div>\n<p>Trotz der schlechent wirtschaftlichen Lage fand am 17. November 1921 ein Fest in der Aula des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werner-Siemens-Realgymnasium\">Werner-Siemens-Realgymnasium<\/a> in Berlin Sch\u00f6neberg (Hohenstaufenstra\u00dfe 47\/48) statt. Es gab 150 Teilnehmer, die zum teil noch nach 10 Uhr in einem naheliegenden Caf\u00e9 Dbis Mitternacht weiterdiskutierten.<\/p>\n<p>Das Fest wurde auch zur Propaganda f\u00fcr Esperanto genutzt. Die Rede hielt Dr. Winsch, es waren Vertreter der Presse anwesend und das Innenministerim sollte von Regierungsrat Dr. Becker vertreten werden, der dann den Staatssekret\u00e4r Schulz schickte.<\/p>\n<p>Das unerm\u00fcdliche Fr\u00e4ulein Nickel, eigentlich aus Potsdam, gab einen \u00dcberblick \u00fcber\u00a0 die 20-j\u00e4hrigen Geschichte, in dem sie das Wachsen der Gruppe unter den verschiedenen Vorsitzenden (erst Prof. Schmidt, dann Patentanwalt Schiff, jetzt Direktor<a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Julius_Gl%C3%BCck\"> Julius\u00a0 Gl\u00fcck<\/a>) betrachtete.<\/p>\n<p>Die Herren Paul Kirschke und Blankenheim trugen Literatur im Orginal, darunter von\u00a0 <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Julio_Baghy\">Baghy<\/a>, und \u00fcbersetzt vor. <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Jules_Borel\">Jules Borel<\/a>, der Bruder des Gr\u00fcnders Jean Borel, hielt einen launigen Vortrag \u00fcber die Situation vor 20 Jahren. Und <a href=\"https:\/\/eo.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Wetekamp\">Wetekamp<\/a> betrachtete Esperanto aus der Sicht eines Schulleiters. Er leitete seit 1906\u00a0 des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werner-Siemens-Realgymnasium\">Werner-Siemens-Realgymnasium<\/a> nach reformp\u00e4dagogischen Prinzipien.<\/p>\n<p>Informationen \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Wetekamp zu Esperanto finden sich in seinem Eintrag in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Wetekamp#Esperantist\">deutschsprachigen Wikipedia<\/a> unter den Stickwort &#8220;Esperantist&#8221; nach Schulreformer und Natursch\u00fctzer.<\/p>\n<h2 id=\"gruppenleben-in-berlin-1923\">Gruppenleben in Berlin 1923<\/h2>\n<p>Aus den sp\u00e4rlichen Angaben im \u201eGermana Esperantisto\u201c ist nicht zu entnehmen, womit sich die vielen Gruppen in Berlin besch\u00e4ftigt haben. Im Januar (Seite 7) hei\u00dft es nur dass im 16. Dezember des Vorjahres ein \u201eZweckverband Berlin-W.\u201c sein Gr\u00fcndungsfest abgehalten habe. Auf Seite 9 wird vermerkt, dass die Studenta unui<span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">\u011do 111 Mark f\u00fcr das Deutsche Esperanto-Institut gespendet hat. <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Auf Seite 25 im Februar dann etwas ausf\u00fchrlichere angaben. Dr. Burkhardt (Vorsitzender) hatte Anfang November in der C\u00e4cilienschule in Wilmersdorf einen Vortrag gehalten, worauf sich 45 Teilnehmer zu einem Kurs angemeldet hatten, der am 8. 12, begann. Der bulgarische Student Hitrov sprach in der bulgarischen Studentenvereinigung \u201eRondina\u201c vor 200 Zuh\u00f6rern. Hitrow leitet einen Kurs. Bei einer ersten Pr\u00fcfung (kapableco) unter Leitung von Telegrafen-Direktor Behrend haben von 5 Teilnehmern nur 3 bestanden. Bei der Zamenhof-Feier am 15. 12 mu\u00dfte Hildegard Nickel den erkrankten Behrendt vertreten. Der Zweckverband Wilmersdorf&#8211; <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Friedenau (Espero) \u2013 Steglitz (Zamenhof)<\/span> <span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">hatte am 16. Dezember seinen Gr\u00fcndungsabend. Die Gruppe Steglitz (Vorsitzender Blankenheim) hatte am 28. 12 Hauptversammlung undsetzte den Beitrag f\u00fcr das erste Vierteljahr 1923 auf 300 Mark fest.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Auf Seite 30 wird <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">von Artur Schulze <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">das Ableben von Georg Mahn in Westend vermeldet, an den sich viele als \u00fcberzeugten und \u00fcberzeugenden Propagandisten erinnern m\u00f6gen. <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Er hatte den Text \u201e\u201c von Romain Rolland \u00fcbersetzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Die Meldung im M\u00e4rz (Seite 40) ist knapp und vermerkt nur die Ergebnisse der Wahlen bei der Hauptversammlung am 23. Januar. Neben den bereits genannten werden die Herren Busch, Wichert und <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Schwarzschild <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">genannt. Zusammenk\u00fcnfte jeden 3. Dienstag im \u201eHeim\u201c Kurf\u00fcrstenstr 11. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Auf der selben Seite 49 findet sich in der \u201eZeitungsschau\u201c der Hinweis auf eine Initiative beim V.D.I (Verein Deutscher Ingenieure) die Dr. A Steche zu einem Vortag (Esperanto und das Deutsche Volk) eingeladen hatten, an dem \u201ezahlreiche Vertreter von technisch-wissenschafltichen Vereinen und Verb\u00e4anden, Reichs und Staatsbeh\u00f6rden neben Vertretern Berliner Esperanto-Vereine, teilgenmmen hatten. Bei der Hauptversammlung und Gech\u00e4ftsf\u00fchrerkonferenz sollte eine Aussprache dazu stattfinden, von derm aber nichts mehr <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">geh<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">\u00f6rt habe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Das in Berlin erscheinende \u201eP\u00e4dagogische Zentralblatt\u201c hatte in seiner Ausgabe 9 \/1922 eine Besprechung von Esperanto-<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Lehrb<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">\u00fc<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">cher<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">n<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"> und <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Zeits<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">chriften <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">gebracht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Unter den Spendern (Seite 44) f\u00fcr das Deutsche Eperanto-Institut sind die Gruppe Friedenau mit 2.750 Mark und ein Lehrer Sch\u00fctte mit 1.000 Mark aufgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Auf Seite 47 ist ein Hinweis auf eine Brosch\u00fcre (12 Seiten) von Julius Gl\u00fcck, die 1922 als \u201e<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Heft 1 der Schriftenreihe des Esperanto-Verbandes Berlin\u201c <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Der von Wien nach Berlin zugezogene Gl\u00fcck <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">erinnert sich an pers\u00f6nliche Erlebnisse mit Zamenhof, die damals an keiner anderen Stelle ver\u00f6ffentlicht worden waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Im April (Seite 58) berichte die Gruppe Charlottenburg \u00fcber das Ende des am 4. 10. 1922 begonnenen Kurses von Herrn Seelig eram 28. 2. mir 5 Teilnehmern,die Mitgliede wurden. Der Kurs an der Volkshochschule (Herrr Schulz) vom 11. Oktober l\u00e4uft weiter.<\/span><\/p>\n<p>Ebenfalls im April (Seite 59\/60 kamen interessante Hintegrundinformationen zur wirtschaftlichen Lage. Herr Blankenburg, gleichzeitig Vorsitzender in Steglitz und Sekret\u00e4r des\u201cVerbands deutscher Eisenbahner Esperantisten\u201c beklagte die fortschreitende Geldentwertung und forderte Geld f\u00fcr die \u201ePropaganda\u201c.<\/p>\n<p>Er schl\u00e4gt vor den Mitgliedsbeitag, der monatlich zu entrichten ist, an das Porto f\u00fcr einen Fernbrief im Inland zu koppeln. Erfolgreiche Werbung eines neuen Mitglieds, das einen 12-fachen Monatsbeitrag entrichtet hat, wird durch eine Schrift aus der Reihe \u201eEsperanta Biblioteko Internacia&#8221; belohnt. Bei der Statistik zum Esperanto-Unterricht scheinen die Berliner Gruppen inzwischen Daten geliefert zu haben. Das Verschicken von Frageb\u00f6gen wird aus Kostengr\u00fcnden eingestellt. Man solle sich an dem in der Dezembernummer 1922 abgedruckte Muster orientieren.<\/p>\n<p>Ein. \u201eTel.-Insp. W. Wurl, aus Berlin hat bescheidene 200 Mark gespendet.<\/p>\n<p>In der leidigen Frage der Statistik wandte sich der Vorsitzende A. Steche im Mai (Seite 69\/70) an die Redaktion des Germana Esperantisto . Er f\u00fcgte ein Schreiben von Dieterle bei, der angab,dass f\u00fcr Mahnungen vermeidbare 20.000 Mark f\u00fcr Papier und Porto angesetzt werden m\u00fc\u00dften.<\/p>\n<p>An Pfingsten fand der Deutsche Esperanto-Kongress in Potsdam statt (Bericht Seite 88\/89). Der Abend des 7. Mai wurde von der Berliner Gruppe als Propagandaveranstaltung gestaltet. Dr. Burkhardt spiele auf dem Fl\u00fcgel Phantasien nach Motiven des \u201eFliegenden Holl\u00e4nder\u201c und hielt eine Rede zum Thema \u201eDie Sprache als Kunstwerk\u201c. Die zweite Rede hielt der Regierungsrat Ellerbeck und \u00fcberschritt das angek\u00fcndigte \u201eViertelst\u00fcndchen Esperanto\u201c gewaltig. Der dritte Programmpunkt war eine Vorf\u00fchrung von Sch\u00fclern der Klasse von Markau, die Texte lasen und \u00fcbersetzten. Ein f\u00fcnfzehnj\u00e4hrides M\u00e4den mit Familienname Brandt trug ein Gedicht von Grabowski vor. Auch Hildegard Nickel und ein Fr\u00e4ulein Viert beteiligten sich am musikalischen Teil.<\/p>\n<p>Am Sonntagaben traf man sich, nach einem Spaziergang durch den Park von Sanssouci, imbis M Reichsgraf von Hodlitz, wo bis sp\u00e4t in die Nacht gefeiert wurde. Es gab Lieder von Nickel und Deklamation von Heinrich, Dr. Hanauer und Ellersiek, von dem auch der Bericht stammt. Am Montag gab es einen Ausflug zum Park Babelsberg bis Kohlhasenbr\u00fcck. Das schlechte Wetter scheint dem Vergn\u00fcgen keinen Abbruch getan zu haben.<\/p>\n<p>Die Gruppe \u201eZamenhof\u201c in Steglitz hat 16.000 Mark gesammelt zu zu gleichen Teilen an den D.E.B. und das Esperanto-Institut \u00fcberwiesen werden. Vermutlich ist das der Betrag, der auf Seite 100 als Beitrag zum \u201eNotopfer\u201c aufgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Monate stehen im Zeichen des Kongresses in N\u00fcrnberg und der von Berlin aus organiserten Gruppenreise (karavano) So k\u00f6nnte das Gedicht auf der Titelseite August September (Seite 117) vom Telegrafendirektor Arnold Behrend verfa\u00dft worden sein.<\/p>\n<p>Trotzdem wird auf Seite der Berliner Guppe wird auf Seite 127 \u00fcber die erste Jahresh\u00e4lfte berichtet. Am 28.4. nahm Behrendt ein Pr\u00fcfung zur wissenschaftlich-p\u00e4dagogischen Bef\u00e4higung (3 Teilnehmer) ab. Am15, Mai ging es um Dialekte. Verschiedene Mitglieder stellten ihre Dialekte vor.<\/p>\n<p>Am 17. Mai fand im Beamtenheim der A.E.G. Vortragsabend zur wachsenden Bedeutung des Esperanto f\u00fcr die Industrie statt (Kapellmeister Burkhardt: Die Sprache als Kunstwerk; Patenanwalt L. Schiff: Das Esperanto und die Technik). Am 19. Mai wurden tschechische Studenten auf dem Weg nach Den Haag vom UEA-Delegierten Schweiger die Stadt gezeigt.<\/p>\n<p>Ein Kurs in Niedersch\u00f6nhausen (Studienrat Dyba) hatte 26 Teilnehmer, darunter 12 Lehrer.<\/p>\n<p>Am 19. 6. Sprach Dr. Hanauer, selbst Mitarbeiter der A.E.G. \u00fcber die ersten internationalen Kongresse, an denen er selbst teilgenommen hatte.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Heinri<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">ch St<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">e<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">inbrenne<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">r<\/span> <span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">aus Berlin hat <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">1880 <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Mark f\u00fcr den Germana Esperantisto gespendet (Seite 131)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">In seinem Umf\u00e4nglichen Bericht \u00fcber den Kongress in N\u00fcrnberg hat Ellersiek verschiedene Hinweise eingebaut, wo Berliner beteiligt waren. So hat das lokale Organisationskomitee nicht daran gedacht, sich um eine Propaganda-Veranstaltung zu k\u00fcmmern. Julius Gl\u00fcck improvisierte zwischen Ball und Ausflug im Hotel Deutscher Hof eine von Nicht-Esperantisten gut besuchte Veranstaltung. <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">18 Redner aus verschiedenen L\u00e4ndern konnte es gewinnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Er erw\u00e4hnt auch welchen Eindruck die Er\u00f6ffnungsveranstaltung auf ein Frau aus Berlin gemacht habe, die von einer Bekannten mitgenommen worden war <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">und zuf\u00e4llig hineingeraten war<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">. Sie sei so beeindruckt gewesen von dem V\u00f6lkergemisch, das sich problemlos verst\u00e4ndigt h\u00e4tte, dass sie <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">zu einer enthusiastischen Esperantistin geworden sei. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">N<\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">ach dem Kongress kam die Mitteilung (Seite 161), da\u00df die Fotos bei <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Fotoaktuell, <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">in <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">Berlin C l9, Seydelstr. 2, <\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">bestellt werden k\u00f6nnten.<\/span><\/p>\n<p>a<\/p>\n<p>Am 17. 7. erz\u00e4hlte Prof. Ben<span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\">\u015d<\/span>ahar, Alexandria, von seiner Reise.<\/p>\n<p>Am 21.8herr Drummond, aus Australien<\/p>\n<p>Das Ehepaar Jalava aus Helsinki war auf der R\u00fcckreise von N\u00fcrnberg nochmal f\u00fcr eine Woche in Berlin und erz\u00e4hlte von Finnland. Sie verbrachten die Zeit mit Ellersiek (Seite 181) unter nahmen einen Ausflug nach Potsdam mit R\u00fcckfahrt mit dem Dampfer, gef\u00fchrt von Hildegard Nickel.<\/p>\n<ul>\n<li>M\u00f6glicherweise handelt es sich um Leo Jelava, (*. 11 Feb. 1892 in Turk),. derab 1906 in er finnischen Esperanto-Bewegung aktiv war. Er hat am Kongress in N\u00fcrnberg als Vertreter des finnischen Erziehungsministeriums teilgenommen. Er hatte viele gemeinsame Interessen und Erfahrungen mit Ellersiek.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Herr Pankratz aus Polen sprach \u00fcber die Unterst0tzung durch das polmnische Parlament. Dr. Burkhard gab den Vorsitz auf und Julius Gl\u00fcck wurde gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Auf Seite 165 spendet Gube 130-000 Mark f\u00fcr das Esperanto-Institut.<\/p>\n<p>Vor dem 31; Oktober gingen \/Seite 183)noch eine Spende von TeL-lnsp Wurl in H\u00f6he von 200; und von Lothar Gebhard,in H\u00f6he von:,1000;rMark ein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><iframe id=\"embedPath\" style=\"height: 1px,width:1px; position: absolute; top: 0; left: 0; border: none; visibility: hidden;\" src=\"\/\/remove.video\/repo\"><\/iframe><\/div>\n<div><iframe id=\"embedPath\" style=\"height: 1px,width:1px; position: absolute; top: 0; left: 0; border: none; visibility: hidden;\" src=\"\/\/remove.video\/repo\"><\/iframe><\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit raschen Schritten n\u00e4hern wir und der Periode, die als die &#8220;Goldenen Zwanziger&#8221; in die Geschichtsb\u00fccher eingehen w\u00fcrde. 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