Rotlicht: Esperanto

Die  in Berlin erscheinende Tageszeitung »junge Welt« hat völlig unbemerkt in Ihrer Ausgabe vom 5. April 2017 einen Beitrag mit dem verwirrenden Titel  »Rotlicht Esperanto« veröffentlicht.

Die Autorin (?) Kahina Rabbaoui arbeitet sich redlich an den Fakten zu Esperanto ab und man ahnt, welche Quellen verwendet wurden. Allerdings nicht immer die allerneuesten. So wird für die leichte Lernbarkeit aus einer betagen Studie des »Instituts für kybernetische Pädagogik der Universität Paderborn« zitiert.

Überraschend ist der letzte Abschnitt, der die Interlinguisten interssieren könnte:

Als internationale Sprache ist Esperanto heute längst von anderen Sprachen abgelöst worden, etwa den vor allem unter Jugendlichen beliebten sogenannten Emoji, Bildschriftzeichen, die per SMS oder Messengerdiensten verschickt werden können. Zwar bleiben hier Missverständnisse aufgrund verschiedener kultureller Codes nicht aus. Die kleinen Zeichen sind dennoch auf dem Vormarsch. Sogar der erste Roman, Herman Melvilles »Moby Dick«, ist unter dem Titel »Emoji Dick« bereits auf Emoji erschienen.

Vielleicht wagt sich jemand an einen Esperanto-Kurs auf Emoji?

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