Themen danziger50 – 2019 – 04

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in Deutschland lautet unser Jahresthema 2019

„Das Engagement von Frauen in der Esperanto- Sprachgemeinschaft“

In unseren Veranstaltungen soll speziell das öffentliche Wirken von Frauen herausgestellt und gewürdigt werden. Sie sollen besondere Möglichkeiten des Auftretens haben. Frauen die sich früher in der Esperanto-Sprachgemeinschaft engagiert haben, sollen vorgestellt werden, und ihre Lebens- und Wirkungsgeschichte soll erforscht und bekannt gemacht werden.

Vorgestellte Frau im April

Sabine Trenner
Foto: Fritz Wollenberg

Sabine Trenner (geb. 1962) ist Diplomingenieur, Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Therapeut/Familientherapeut und Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeut.

Im Bereich der Esperanto-Kultur ist sie sehr vielseitig tätig. Sie gehörte 1990 zu den Aktiven in der neu gegründeten „Die Esperanto-Jugend“, engagierte sich in der Esperanto-Jugend Brandenburg Anfang der 90er Jahre für den Jugendaustausch mit Osteuropa, schrieb engagiert für das Brandenburger Blättchen der EJB, machte aber auch Texte für die  beliebte Esperanto-Musikgruppe Kajto, z. B. das Gedicht „Masko“. Mit ihrer Erzählung „Pli ol nura lumo“ (Mehr als nur ein Leuchten) gewann sie 1997 den ersten Preis bei den Belartaj Konkursoj (Wettbewerb der Schönen Künste) des Esperanto-Weltbundes.

Sabine Trenner leitete zahlreiche Kurse. Sie ist ausgebildete Cseh-Lehrerin und bildet auch Kursleiter aus. 1999 gehörte sie zum Örtlichen Kongresskomitee für den Esperanto-Weltkongress 1999 in Berlin und war zuständig für die Organisation des Kinderkongresses  im Land Brandenburg. Für die teilnehmenden Kinder schrieb sie die lustigen Geschichten um die Biene Willi Abelo. Beiträge von ihr sind in verschiedenen Esperanto-Zeitschriften erschienen.

8. April 2019, 19.30 Uhr

LUMINESK – Wera Blanke präsentiert, gut illustriert, ihre Eindrücke vom beliebten Esperanto-Sylvestertreffen, das auch zum Jahreswechsel 2019/2020 leuchten wird.

12. April 2019, 19.00 Uhr

Aufführung des  ironisch-amüsanten Spektakels „Verda Sango 2″ (Grünes Blut 2), Festival-Karten  für 1 Tag – 10€, für beide Tage 15€.

22. April 2019,  14.00 Uhr, Ostermontag im Zamenhofpark Berlin-Lichtenberg

Wo ist der Zamenhofpark? Zwischen Einbecker Straße, Rosenfelder Straße und Marie-Curie-Allee in der Nähe des Bahnhofs Lichtenberg.

Literarisches Picknick im Zamenhofpark mit Anna Striganowa und Dima Schewtschenko, die aus ihren Erzählungen lesen. Auch Literarisches von Sabine Trenner wird vorgestellt.

Anna Striganowa und Dima Schewtschenko

Zum Treffpunkt „danziger50“!

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10 Jahre Zamenhofpark – Wir feiern am 9. August

Jubiläumsveranstaltungen in Lichtenberg am 9. August 2019

um 15.00 Uhr zur Vernissage der Ausstellung  „10 Jahre ZamenhofparkEsperanto-Kultur in Berlin-Lichtenberg im Ratssaal des Lichtenberger Rathauses.

Die Ausstellung kann danach zu den Öffnungszeiten des Rathauses  besichtigt werden.

um 16.00 Uhr zum Kiezspaziergang mit dem Stadtführer Fritz  Wollenberg vom Rathaus (Möllendorffstr. 6) bis zum Zamenhofpark (Einbecker Straße / Ecke Rosenfelder Straße). Es werden Orte der Esperanto-Kultur in Lichtenberg vorgestellt und besichtigt.

um 19.00 Uhr zur musikalisch-literarischen Veranstaltung im Zamenhofpark.

Die Einweihung eines Schaukastens mit Informationstafel über den Park ist zur Eröffnung vorgesehen. Das Programm ist noch in Vorbereitung. Musiker aus Polen und Deutschland werden erwartet.

Die Jubiläumsveranstaltung wird ausklingen mit Gesprächen im Park. Dabei wird auch für Kulinarisches gesorgt. Eine spezielle Einladung erhalten Esperanto-Freunde aus der Geburtsstadt Zamenhofs Białystok und aus der niederländischen Stadt Leeuwarden, die auch einen Zamenhofpark hat.

Die Veranstaltung soll dazu anregen, den Zamenhofpark öfter zum Ort der Begegnung, des Gesprächs  und kultureller Erlebnisse zu machen.

Informationen und Impressionen zum Zamenhofpark

Das Esperantohaus

Im nahen Esperantohaus, Einbecker Straße 36 hatten sich bis Anfang 2015 die Esperanto-Liga Berlin, die Deutsche Esperanto-Jugend und der Deutsche Esperanto-Bund niedergelassen. Hier traf sich die Donnerstagsrunde der Berliner Esperanto-Sprecher Es gab ein Esperanto-Archiv und eine Esperanto-Bibliothek.

Das Esperantohaus Einbecker Straße 2008
Foto Fritz Wollenberg

Ein nepalesicher Esperanto-Lehrer und Bergführer zu Gast im Esperantohaus 2007
Foto Fritz Wollenberg

Der Vorsitzende des Deutschen Esperanto-Bundes Dr. Rudolf Fischer eröffnet das DEB-Büro im Esperantohaus 2008 gemeinsam mit der Vorsitzenden der Deutschen Esperanto-Jugend Julia Hell und dem Vorsitzenden der Esperanto-Liga Berlin Dipl.Ing. Peter Kühnel (links)
Foto Fritz Wollenberg

So wurde auch der Park nebenan zum Esperanto-Treffpunkt.

Der Namensvorschlag

Zum musikalischen Auftakt des Esperanto-Jubiläumsfestes am 2. August 2008 trafen sich etwa 70 Esperanto-Freunde im Park. Es wurde ein Brief der Esperanto-Liga an die Lichtenberger Bürgermeisterin verlesen, in dem der Name Zamenhofpark vorgeschlagen wurde. Danach fuhren die Teilnehmer in Erinnerung daran, dass Ludwig Zamenhof, der Esperanto-Begründer, 100 Jahre zuvor 1908 Berlin besucht hatte, mit einer historischen Straßenbahn zum Polnischen Kulturzentrum, wo die deutschsprachige Übersetzung des Buches „Die Zamenhofstraße“ von Roman Dobrzyński vorgestellt wurde.

Besucher des musikalischen Auftaktes für das Esperanto-Jubiläumsfest 2008
Foto Fritz Wollenberg

Es musiziert Peter Bäß (links im Bild).Unter den Besuchern waren auch Ina Tautorat, Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin 1977-1991 (2. von links), der Direktor des Deutschen Esperanto-Instituts Prof. Martin Haase und die Esperanto-Schriftstellerin Lena Karpunina (Foto rechts, vorn im Gespräch). Fotos Fritz Wollenberg

Die Namensgebung

Durch Beschluss der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung vom 20. November 2008 wurde die Grünfläche südlich der Einbecker Straße zwischen Rosenfelder Straße und Marie-Curie-Allee am 17. Mai 2009 anlässlich des 150 Geburtstages von Ludwig Zamenhof im Jahre 2009 in „Zamenhofpark“ benannt.

Am 23. Juli 2009 enthüllte die Lichtenberger Bürgermeisterin Christina Emmrich gemeinsam mit Potr Golema, Botschaftsrat  der Botschaft der Republik Polen, das repräsentative Schild des neuen Zamenhofparks wenige Tage vor Eröffnung des Esperanto-Weltkongresses in Bialystok, der Geburtsstadt Zamenhofs.

Potr. Golema, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Polen, Prof. Dr. Jürgen Hoffmann, Vorsitzender des Kulturausschusses der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Lichtenberg, Dr. Rudolf Fischer, Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes, Dipl.-Ing. Peter Kühnel, Vorsitzender der Esperanto-Liga Berlin und Christina Emmrich, Bürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg nach der Enthüllung des Parkschilds 2009
Foto: Roland Schnell

In den 90-er Jahren wurde die Grünfläche, bis dahin von den Leuten Rosenfelder Platz genannt, zu der schönen Parkanlage mit einem von Bänken umrahmten Blumenrondell in der Mitte, umgestaltet, die nun den Namen Zamenhofpark trägt.

Der Zamenhofpark in Leeuwarden

Die niederländische Stadt Leeuwarden hat ihren Zamenhofpark 50 Jahre früher  eingeweiht – 1959, als der Esperanto-Weltkongress in Warschau dem 100. Geburtstag Ludwig Zamenhofs gewidmet war.

Die Fotos zeigen das Zamenhof-Denkmal (2009 Wikimedia Ytzen) und das Esperanto-Denkmal (2008 Wikimedia Brbbl) in Leeuwarden.

Der Zamenhofpark Berlin-Lichtenberg – ein Ort der Begegnung

2014 trafen sich Berliner Esperanto-Freunde mit dem kubanischen Esperanto-Lehrer Ángel-Miguel González (Foto: 2. von links) und dem Kulturattaché der kubanischen Botschaft in Berlin (Foto: 3. von links) zu einer Diskussionsrunde im Zamenhofpark

Der Zamenhofpark ist für Anwohner ein Erholungsort und für Touristen, vor allem Esperanto-Sprecher ein Anziehungspunkt.

2009 wurde der stellv. Bürgermeister von Bialystok Alexandr Sosna (Foto unten links) von der Lichtenberger Bürgermeisterin empfangen und besuchte mit Irina und Daniel den Zamenhofpark.

Aleandr Sosna meinte: „Willst Du Geschäfte machen sprich Englisch, willst Du Freundschaft schließen, lern‘ Esperanto!“

Frühjahrsputz

Der Zamenhofpark ist eine schöne durch das Grünflächenamt gut gepflegte Parkanlage. Am Frühjahrsputz beteiligen sich auch Esperanto-Freunde.

Der Kinderspielplatz „Zamenhofplatz“

Ein gepflegter Spielplatz lädt südlich im Park mit Buddelkasten und Spielgeräten Kinder zum Spielen ein.

 

 

 

 

 

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Spektakel „Grünes Blut 2“ im Zentrum danziger50

 

Das Spektakel „Grünes Blut“ geht weiter

In der Notaufnahme herrscht Katastrophenstimmung. Ein Vampir wird bewusstlos hereingetragen, der als Esperanto-Lehrer versucht hat an das wohlschmeckende grüne Blut besonders begeisterter Esperanto-Sprecher zu kommen. Besonders in Acht nehmen muss sich Esperanto-Sänger Kashi aus Hamburg, der selbstgedichtete und –komponierte Lieder am Keyboard in das turbulente Geschehen platziert. Als auch noch Zeitmaschinennavigator Phila hereinplatzt, von Esperanto sprechenden Insekten berichtet und Weltraumfolklore präsentiert, wird das Ganze immer schräger. Nur die Oberschwester behält die Übersicht. Sie ist mit der Kultur der Grünblütigen und ihren Eigenheiten schon recht gut vertraut und kann so die jüngere Schwester, die gerade ihre Arbeit in der Notaufnahme aufgenommen hat, in Ruhe einweisen, während auch der Doktor in helle Aufregung gerät und um den Ruf der Praxis bangt.

Als Zuschauer kann man das Spektakel amüsiert genießen.

Wann? Am 12. April 2019 um 19.00 Uhr.

Wo? Im Veranstaltungssaal des Zentrums danziger50.

Mitwirkende: Carsten Schnathorst (Sänger und Musiker am Keyboard und begeisterter Grünblütiger), Wera Blanke (Oberschwester und Kennerin der Literatur der Grünblütigen), Yvonne (Krankenschwester), Peter Kühnel (Vampir und Esperanto-Lehrer), Fritz Wollenberg (Doktor und Moderator), Dr. Philipp Sonntag (Zeitmaschinennavigator Phila)

Das Spektakel wird im Rahmen des Blut-Festivals im Zentrum danziger50 aufgeführt. Weitere Informationen auf dem Plakat unten.

 

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Muttersprache Esperanto

Ulrich Brandenburg lebt mit seiner Familie in Berlin-Pankow. Er hat 21. Februar dem ZDF ein Interview gegeben, weil er Esperanto mit der Muttermilch aufgesogen hat. Er war lange im diplomatischen Dienst, darunter als Botschafter in Moskau (2010-2013) und Lissabon (2014 – 2016).

Er erzählt, dass er als Kind mit Esperanto aufgewachsen sei. Sein Vater Willi habe mit ihm und seinen zwei Geschwistern ausschließlich Esperanto gesprochen. Nach vier Jahren mit mehreren Verwundungen im Krieg sei sein Vater fest entschlossen gewesen, sich für Völkerverständigung einzusetzen. Er hat Esperanto gelernt und selbst Kurse gegeben. Dabei hat er auch Margret, die Mutter von Ulrich und Guido kennengelernt. Beide Söhne haben seit ihrer Jugendzeit wichtige Funktionen in der deutschen Esperanto-Bewegung inngehabt. Ulrich ist Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes

Was hat es gebracht?

Auf die Frage nach dem Nutzen des frühkindlichen Erwerbs von Esperanto, meint Ulrich Brandenburg, dass es ihm in der Schule leichter gefallen sei andere Sprachen zu lernen.Darüberhinaus meinte er: »Außerdem sind Esperantisten weltoffen und reiselustig. Meine Geschwister und ich haben schon früh eine Menge von der Welt gesehen.«

Guido Brandenburg

Foto: Ulrich Brandenburg (ZDF)

Unterm Strich habe es nur Vorteile gebracht, so dass sich seine Frau Barbara und er entschieden haben, es mit den eigenen Kindern genauso zu machen.

Er wird auch nach dem Nutzen von Esperanto während seiner berufliche Karriere als Diplomat gefragt. Es werde im offiziellen Verkehr nicht benutzt, sagt aber: »….es gibt tatsächlich eine Anzahl von Diplomaten, die fließend Esperanto sprechen«. Darunter ist Seán Ó Riain der in den 1980er Jahren als kleiner Angestellter der irischen Botschaft im damaligen West-Berlin zuverlässig an der Donnerstagsrunde in der Falkstrasse 25 teilnahm. Heute ist er Vizebotschafter der Republik Irland in Österreich, nachdem er sein Land einige Jahre in Brüssel bei der Europäischen Union vertreten hat.

Nutzen im Privaten

Aber gerade jenseits der professionellen Kontakte zeigt sich der Nutzen von Esperanto, denn Brandenburg sagt: »Über Esperanto gewinnt man im Ausland außerdem viele private Kontakte – über diplomatische Kreise hinaus. Die Sprache hat mir Türen und Möglichkeiten eröffnet, Menschen kennenzulernen«.

Brandenburg teilt nicht die Skepsis des Fragestellers bezüglich der Zukunftsfähigkeit von Esperanto. Er berichtet, dass er über Neujahr an zwei Veranstaltungen teilgenommen hätte: Novjara Renkontiĝo mit über 200 und, Luminesk‘ mit 60 Teilnemern, zu denen ganze Familien kommen. Er sagt: » ….es ist beeindruckend zu sehen, wie sich auch Kinder aus vielen Ländern untereinander ausschließlich in dieser Sprache unterhalten« und das macht er auch nun mit seinem Enkel.

In einem Beitrag der Deutschen Welle (dw) auf kroatisch sind Opa und Enkel zu sehen und zu hören (Quelle: Pressemitteilung des DEB vom 22. August 2018, Beitrag im Medienzentrum der DW.

Das ZDF hat mit diesem Interview auf eine Pressemitteilung des Deutschen Esperanto-Bundes mit dem Thema »Seit 115 Jahren: Esperanto als Muttersprache – Zum Tag der Muttersprache, 21. Februar« reagiert und mit Informationen der Deutschen UNESCO-Kommission ergänzt. Aus deren Pressemitteilung vom 6. Februar wurde übernommen:

Weltweit werden rund 6.000 Sprachen gesprochen. Nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission ist die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Der Internationale Tag der Muttersprache am 21. Februar – die UN-Kulturorganisation rief ihn 2000 ins Leben – soll auf die Bedeutung sprachlicher und kultureller Vielfalt aufmerksam machen und zum Erlernen neuer Sprachen animieren. Dabei wird die Bedeutung der Muttersprache für den Zusammenhalt einer Gesellschaft betont.

Auf der Website von »Lingustic Rights« gibt es einen Aufruf von 2017   zum »Internationalen Tag der Muttersprache«, der sehr stark auf die Rolle eingeht, die man sich für Esperanto wünscht.

Der Text knüpft ebenfalls an den Protest 1952 in Bangladesh an, der  1999 von der UNESCO zum »Tag der Muttersprache«erklärt wurde. Es werden verschiedene Personen der Öffentlichen Lebens zitiert, die sich wohlwollend zu Esperanto geäussert haben.

Bemerkenswert ist die Aussage des österreichischen Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer (bis 2017), der am 10. Februar 2016 in der Wiener Zeitung bekannt hatte: »Ich spreche die international gültige Sprache Esperanto. Meine erste Frau habe ich in einem Esperanto-Kurs kennengelernt. Darum haben wir unseren beiden Kindern auch von klein auf diese Sprache beigebracht« und damit dem Beispiel  von zwei Generartionen der Familie Brandenburg folgt.

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Ondo 292 über die Region

Die aktuelle Ausgabe [ №2 (292) / 2019] des »Internacia sendependa magazino« mit dem Titel  La Ondo de Esperanto kann kostenlos heruntergeladen werden (als PDF und ePub).

Darin sind einige Berichte über die Region Berlin-Brandenburg und über die Esperanto-Treffen über Neujahr, an denen Berliner teilgenommen haben oder die sogar von Berlinern (Lu Wunsch-Rolshoven, NR) organisiert werden

  • Seite 13: Andreas Diemel, Luminesk’ apud Bonn
  • Seite 24: Aikawa Takuya, La nova sento: JES en Storkow
  • Seite 16: Lu Wunsch-Rolshoven,  Novjare en Wiesbaden, Germanio

Zu  Luminesk’ gibt es einen Beitrag der Teilnehmerin Liba Gabalda in »Esperanto aktuell« 1/2019 Seite 21, der nicht im Internet zugänglich ist. Und auf Seite 22 einen Beitrag ohne Angabe eines Autors zum Neujahrstreffen in Wiesbaden.

Aus einem Foto von Ivo Miesen in Ondo 298 Seite 12

Hervorzuheben ist der Bericht von Aikawa Takuya aus Japan, den es anscheindend eher zufällig zum JES verschlagen hat. Im Gegensatz zu den üblichen Berichten in den Esperanto-Medien, wo fast immer die Veranstalter selber über ihre Veranstaltung berichten (müssen? wollen? sollen?), kommt hier ein Teilnehmer mit seinen ganz persönlichen und individuellen Erfahrungen zu Wort. Und das ist nicht notwendigerweise das, was die Veranstalter selbst oder Esperanto-Aktivisten generell gerne lesen möchten.

Ein netter Beitrag dazu war in der Regionalzeitung (Märkische Oderzeitung, MOZ) am 3. Januar 2019.

Der folgende Text ist eine Rohübersetzung aus dem Orginal (siehe Version dieses Beitrags auf Esperanto) mit Google-Translate, wo man Esperanto als Quell- und als Zielsprache wählen kann. So unbearbeitet wird man es nicht verwenden können und es macht immer noch Sinn, Esperanto zu lernen.

Maschinell übersetzt
Nachbearbeitet unter Verwendung der Esperanto-Version
(In diesem Bericht verwende ich ein drittes Pronomen „ri“, um nicht auf Geschlecht oder eine Gattung der genannten Personen hinzuweisen. Diese Notation ist ein Teil meines Lernens während des Layouts.) (In diesem Bericht verwende ich ein drittes Pronomen „ri“, um nicht auf Geschlecht oder eine Gattung der genannten Personen hinzuweisen. Diese Notation gehört zu dem, was ich bei dem Treffen gelernt habe.)
Meine Teilnahme an der Esperanto-Woche vom 10. Juni, die vom 28. Dezember 2018 bis zum 4. Januar 2019 in Storkow (Deutschland) stattfand, war zufällig. Beim Surfen zog ich den Mega-Uploading-Beitrag von JES an. Ich hatte eine gute Idee, ein neues Jahr außerhalb Japans zu verbringen, und ich wollte mitmachen, da ich fast nichts davon wusste. Wenn ich nach Hause komme, behaupte ich, dass meine Entscheidung richtig war. Meine Teilnahme an der Esperanto-Woche, die vom 28. Dezember 2018 bis zum 4. Januar 2019 in Storkow (Deutschland) stattfand, ergab sich rein zufällig. Beim Surfen (im Internet) war ich auf  die Facebookseite des JES gestossen. Neujahr ausserhalb von Japan zu verbringen erschien mir eine verlockende Idee zu sein. Ich wollte unbedingt teilnehmen, obwohl ich  fast nichts darüber wusste. Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich allen versichern, dass meine Entscheidung richtig war.
Der Veranstalter hat mich wirklich beeindruckt. Die Online-Inschrift hat mit einer Reihe aufmerksamer Optionen, wie einer optionalen Angabe von Sex und der Wahl von veganer, vegetarischer oder kohärenter Ernährung, sehr gut funktioniert. Dank dieser Möglichkeit habe ich veganes Essen lecker genossen. Es war eine freudige Überraschung, dass viele Teilnehmer veganes Essen wählten und im Speisesaal verschiedene vegane Menüs zubereitet wurden. Die Veranstaltung hat mich echt beeindruckt. Die Anmeldung über das Internet funktionierte perfekt und es gab einige bemerkenswerte Optionen, wie die optionale Angabe des Geschlechts und die Auwahlmöglichkeit für veganes, vegetarisches oder fleischhaltiges Essen. Dank dieser Auswahlmöglichkeit habe ich leckeres veganes Essen geniessen können. Es war eine freudige Überraschung, dass viele Teilnehmer das vegane Essen wählten und verschiedene vegane Gerichte angeboten wurden.
Der Newsletter, der in einer E-Mail veröffentlicht wurde, enthielt viele praktische Informationen zu Ankunft, Programm und Standort. In der Jugendherberge Hirschluch habe ich viele neue Freunde kennengelernt. Das Programm war weder zu dicht noch zu dünn und es war ein kostenloses Thema, Selbsthilfe und Kooperative. Das Organisationsteam war vor Ort leicht erreichbar und alle Teammitglieder waren freundlich. Ein Informationsblatt, das vor dem Treffen per E-Mail verschickt worden war, enthielt viele praktische Hinweise zum Ort, zur Anreise und zum Programm. In der Jugendherberge Hirschluch habe ich viele neue Freunde kennengelernt. Das Programm war genau richtig und es herrschte eine Atmosphäre von Selbstorganisation und Kooperation. Das Organisationsteam war immer erreichbar und alle Teammitglieder waren freundlich.
Ich habe viele talentierte und talentierte Leute in JES kennengelernt. Eines der interessantesten Beispiele war die freiwillige Mitarbeit in Esperanto-Werken. Durch abweichende Vorträge und Diskussionen konnte ich die Gedanken und Lebensgrundlagen aktiver Esperantisten kennenlernen. Speziell für mich war, dass ihre Gedanken, Ideen, Aktivitäten und Verhaltensweisen mit der Esperanto-Sprache verbunden zu sein scheinen. Peter Baláž war eine grundlegende Vereinigung der Ideen von Vegan und Esperanto. Ri und Hans Becklin führten mich auch zu einer tiefen Lesewelt auf Esperanto. Eduard Werner stellte Probleme mit der Minderheitensprachpolitik am Beispiel der Soraba vor. Tobiasz Kubisiowski erläuterte die Geschichte einer polnischen Jugendbewegung, und Roma Jeziorowska bot eine neue Gelegenheit, um Esperanto auf offenen und unterhaltsamen Festivals zu präsentieren. Mark Kramer drängte mich, Esperanto radikaler ganeutraler einzusetzen. Nach diesem Lernen frage ich mich jetzt: Wie kann ich das Esperanto-Leben genießen und was kann ich anderen Esperantisten zeigen oder präsentieren?  
Das bunte und lustige Abendprogramm war eine große Attraktion. Eine große Tradition ist das Fest, das „Drink-Food at Night“ genannt wird. Die Teilnehmer brachten gerne Geschmäcker aus ihren Ländern oder Nationen mit und alle schmeckten zusammen. Ich teilte auch eine Flasche von Dassais Sake beim Bankett. Die Flasche war sehr schnell erschöpft und zum Glück war mein Beitrag den Teilnehmern gefallen.  
Für mich, einen bescheidenen Alkoholiker, war die Bar vor Ort ein Segen und eine Quelle der Vitalität während der Woche. Alle deutschen und polnischen Biere, die dort verkauft werden, sind extrem lecker. Der polnische Wodka Soplica war für mich eine neue Entdeckung, und ich sehne mich danach, ihn noch einmal zu probieren. Im Moment eines neuen Jahres haben wir uns mit Schaum oder Saft verwöhnt, und dann wird die Atmosphäre der Freundschaft in meiner Erinnerung unvergesslich bleiben.

 

Für mich als mäßigen Alkoholkonsument war die Bar ein Segen und ein Quell der Freude während der ganzen Woche. Alle deutschen und polnischen Biere waren sehr gut. Der polnische Wodka Soplica war für mich eine Entdeckung und ich möchte ihn gerne nochmal probieren. Zum Jahreswechsel haben wir mit Schaumwein und Saft angestossen und die Atmosphäre der Freundschaft wird mir unvergesslich bleiben.
Verschiedene Konzerte talentierter Musiker erfreuten sich fast täglich den Teilnehmern. Mit einer magisch schönen Stimme von Alena Adler zu singen, erregte mein Herz. Ich wünsche aufrichtig mehr Möglichkeiten, um das Singen von Tracks zu hören. Ich träume sogar davon, dass ich sie manchmal nach Japan einladen kann. Es gab täglich Konzerte von begabten Musikern. Die magische Stimme von Alena Adler rührte mein Herz. Ich wünschte es gäbe mehr Möglichkeiten das zu hören. Ich träume davon, dass ich sie nach Japan einladen könnte.
JES war mein erstes europäisches Esperanto-Setup. Ich habe das gesamte Layout wie oben genossen und es wurde eine unvergessliche Erinnerung für mich. Ich war jedoch ein Novize, während viele andere sich bereits kannten, und ich fürchtete sehr, dass ich nur ein Fremder bin, weil ich meine Einsicht fühlte, Esperante zu sprechen. JES war mein erstes europäisches Esperanto-Treffen. Ich habe das ganze sehr genossen. Ich war aber ein Neuling während viele sich schon kannten und ich befürchtete, dass ich als Fremder auffallen würde, weil man meine geringe Erfahrung im Sprechen von Esperanto spürte.
Jetzt möchte ich an Esperanto-Events teilnehmen und öfter Esperanto üben. Natürlich möchte ich mehr an JES teilnehmen. Es wird interessant sein, wenn eine neue Generation japanischer Esperantisten selbst ein Treffen oder ein Seminar organisiert, bei dem ausländische Esperantisten hoffentlich dazu angeregt werden, selbst im kleinen Rahmen an den östlichen Rand von Eurasien zu reisen. Die wichtigste Lektion, die mir JES gegeben hat, kann Auswirkungen auf die körperliche Begegnung zwischen Esperantisten haben. Direkte Kommunikation am selben Ort inspiriert die Menschen am besten, und Esperanto erfüllt dieses Ziel wirklich.  

 

Aikawa Takuya

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Themen danziger50 – 2019 – 03

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in Deutschland lautet unser Jahresthema 2019

„Das Engagement von Frauen in der Esperanto- Sprachgemeinschaft“

In unseren Abendveranstaltungen soll speziell das öffentliche Wirken von Frauen herausgestellt und gewürdigt werden. Sie sollen besondere Möglichkeiten des Auftretens haben. Frauen die sich früher in der Esperanto-Sprachgemeinschaft engagiert haben, sollen vorgestellt werden, und ihre Lebens- und Wirkungsgeschichte soll erforscht und bekannt gemacht werden.

Vortragende und vorgestellte Frauen im März

Ina Tautorat und Hildegard Stolpe
Fotos: Fritz Wollenberg

Ina Tautorat arbeitete als Museumspädagogin von 1970 bis 2008 im Juniormuseum  des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem, ab 1996 leitete sie das Juniormuseum. Sie war von 1977 bis 1991 Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin, führte in dieser Eigenschaft 1990/1991 in Absprache mit dem Vorstand der Ostberliner Bezirksorganisation von GDREA den Prozess der Vereinigung von Westberliner und Ostberliner Esperanto-Freunden in der Esperanto-Liga Berlin. Sie trug mit ihrer Arbeit als Sekretärin des Örtlichen Kongresskomitees für den Esperanto-Weltkongress 1999 in Berlin wesentlich zum Erfolg dieser bisher größten Esperanto-Veranstaltung in Berlin bei. Gemeinsam mit ihrem Mann Hermann Tautorat hatte sie in den 70-er Jahren die Donnerstagsrunde begründet und in Ihrer Wohnung Falkstraße 25 das Esperanto-Zentrum Berlin mit der Espothek (Bibliothek und Archiv der Liga)  von 1978 bis 2005 betreut. 1993 ehrte sie die Liga mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

Hildegard Stolpe (geb 1921), arbeitete nach dem Studium des Maschinenbaus zwischen 1951 und 1981 im TU-Institut für Getriebetechnik, war aktiv in der Selbstverwaltung an der TU Berlin und saß als eine der ersten Frauen im Akademischen Senat. Aber auch in der Gewerkschaft und in Seniorenprojekten hat sie sich stark engagiert, so zum Beispiel im Projekt SENTHA des Instituts für Arbeitswissenschaften der TU Berlin, das Technik für seniorengerechtes Wohnen erforscht.

Sie erhielt zahlreiche Ehrungen, u.a. 2007 das Bundesverdienstkreuz für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit.

Als Mitglied der Esperanto-Liga Berlin hat sie jahrzehntelang die Gruppe „Kompreno“ in Charlottenburg geleitet. Diese Gruppe hat eine bis in die 20-er Jahre zurückreichende Tradition, die sich auf die Esperanto-Gesellschaft Charlottenburg beruft. Diese Traditionen vermittelte Hildegard Stolpe. Eugen Wüster gehörte zu der Gruppe. Karl Vanselow, Jan Fethke und Louis Beaucaire und ihr Mann Erwin Stolpe engagierten sich hier.

11. März 2019, 19.30 Uhr

„Westberliner Frauenpower in der Esperanto-Liga Berlin.“ Mit Ina Tautorat und den Besucherinnen und Besuchern schauen wir darauf, was Frauen seit den 70-er Jahren in der Berliner Esperanto-Szene bewegten. 1971 wurde mit Emmi Stox zum ersten Mal eine Frau Vorsitzende einer Berliner Esperanto-Organisation. Ihre Nachfolgerin, die Museumspädagogin Ina Tautorat, war dann von 1977 bis 1991 Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin.

An einem der nächsten Abende wird die Ostberlin-Brandenburger Frauen-Power vorgestellt.

25. März 2019, 19.30 Uhr

In Vorbereitung auf das ironisch-amüsante Spektakel „Grünes Blut 2“ diskutieren und proben die Interessierten.

Am 12. April um 19.00 Uhr wird das ironisch-amüsante Spektakel „Grünes Blut 2“ im Saal (1. Stock) des Kulturzentrums danziger50 aufgeführt.

Zum Treffpunkt „danziger50“!

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Lichtblick lebt

Das Februar-Treffen im  »Lichtblick« war als Option für Teilnehmer des Internetkurse von »Duolingo« angekündigt worden und tatsächlich kam eine der Teilnehmerinnen von  »Duolingo« während die andere vor einigen Wochen den  Vortrag von Wera Blanke in der  Danziger 50 besucht hatte. Beide konnten schon gut sprechen und haben fast alles sofort verstanden,

Es soll rühmend erwähnt werden, dass es Lu (links) gelungen ist einen Ständer für die  Esperanto-Fahne zu finden, die nun künftig auf dem Tisch stehen wird.

Frühere Informationen zu Lichtblick.

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Max-Josef-Metzger-Platz frühlingshaft

Offiziell ist der Max-Josef-Metzger-Platz in Wedding noch nicht eröffnet worden. Aber bei dem schönen Frühlingswetter lassen sich die Anwohner nicht davon abhalten, die Gitterzäune zu öffnen und den Platz in Besitz zu nehmen.

Viel scheint nicht mehr zu tun zu sein. Es gibt die versprochenen grosszügig bemessenen Spielplätze und auch der Rundkurs für Läufer ist schon da. Leider ist von den versprochenen Tafeln mit motivierenden Worten auf Esperanto nicht zu sehen. Stattdessen gibt es ein Turngestell, das – wie es eben Mode ist – eine englische Beschriftung erhalten hat.

Auch die versprochene Tafel mit Informationen zum Leben von Max Josef Metger ist noch nicht da. Da seit Jahren regelmässig über ihn berichtet wurde und mehrere Veranstaltungen stattgefunden haben, sei auf die früheren Berichte verwiesen.

Die Stele ist noch da und wurde etwas weiter von der Müllerstrasse weg versetzt. Aber leider noch nicht gereinigt.

2014 wurde am 17. April, dem Todestag von Max Josef Metzger, von Vertretern der Esperanto-Liga Berlin der Pazifist und Esperantist mit einem Blumengebinde geehrt.

In den Jahren davor waren die Informationstafeln von Graffitti befreit worden.

 

 

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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2019 mit Satzungsänderung im Netz

Karaj gesamideanoj,

zur Wiederholung und zum Nachlesen habe ich die Einladung zur Jahreshauptversammlung am 09.03.2019 einschließlich der Entwurfs zur Satzung für die Esperanto-Liga Berlin-Brandenburg eingestellt.

Einladung zur Jahreshauptversammlung EVBB/ELB – 2019-03-09

ELBB-Satzung – Entwurf (für JHV 2019)

Die Satzung ist als Diskussionsgrundlage zu werden.

Ronald Schindler

Vorsitzender

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Robert Biedroń: Esperantist

Atheist, schwul und Esperantist. Robert Biedroń ist bestimmt nicht das, was eine polnische Mutter für ihren Sohn in ihren Gebeten an  die  schwarzen Madonna in Tschenstochau erfleht. Der neue Star am Politikhimmel in Polen ist nach der Gründung seiner Partei »Wiosna« (deutsch. Frühling) auch im Ausland zu einer Berühmtheit geworden.

Als Bürgermeister der Stadt Słupsk pflegte er freundschafliche Beziehungen zu der örtlichen Esperanto-Bewegung. Darüber hat die polnische Seite für Słupsk (esperanto: Slupsko, deutsch Stolp) in den letzten Jahren ausgiebig informiert. Ein ganzer Abschnitt listet die Kontakte zu Lokalpolitikern auf und hebt besonder die Unterstützung durch Robert Biedroń hervor, der am 24. April 2017 als Bürgermeister der Stadt höchstpersönlich die Ausstellung »130 Jahre Esperanto« im Rathaus eröffnet hatte.

Biedroń zum Anfassen in Woodstock

Biedroń (3. von links) eingekreist von Esperantisten (Ausgabe Oktober 2017 der Zeitschrift revuo Esperanto)

Esperanto-Freunde aus der Region Berlin-Brandenburg konnten 2017 ganz in der Nähe auf Tuchfühlung zu Biedroń gehen, als er bem Festival »Przystanek Woodstock« in Kostrzyn an der Oder das »Multi-Kulti Dorf« der polnischen Esperantisten besuchte.

In der Zeltstadt wurde über Esperanto informiert, es gab Sprachkurse und Vorträge. Auch Besucher aus dem Ausland liessen sich das einmalige Festival nicht entgehen.

Biedroń hat angekündigt, dass seine neue Partei schon im Mai 2019 zu den Europawahlen antreten werde und es werden ihr gewisse Chancen eingeräumt. Das ist natürlich eine mächtige Konkurrenz zu einer anderen Gruppierung, die unter dem Namen »Europa – Demokratie – Esperanto (Kurzbezeichnung: EDE)« in Deutschland auftritt. Sie stand mehrfach bei Europawahlen auf dem Stimmzettel ohne nennenswerte Resonanz bei den Stimmberechtigten. Pikanterweise wurde der Kontakt zu Biedroń von Edward Kozyra gehalten, der auch seit 2017 die betreffenden Einträge in Wikipedia, einschliessliche seines eigenen, gepflegt hat. Darin wird Biedroń als  Mitglied von »EDE Pollando« bezeichnet:

La renkontiĝo de la Estraro de EDE-Pollando la 19-an de januaro 2016 en Slupsko kun nia ano Robert Biedroń, kiu estas Urbestro en tiu urbo.

Auch im Wikipedia-Eintrag von Polskie Stowarzyszenie Europa – Demokracja – Esperanto (kurz: EDE-Pollando) wird Biedroń mit einem Foto von 2014 als Mitglied genannt. Unter den Leistungen von EDE-Pollando wird hervorgehoben, dass im Oktober 2012 eine Gruppe von Parlamentariern zur Förderung von Esperanto »Parlamenta Grupo Apoganta Esperanton (PGAE)« gebildet wurde, zu der auch Biedroń gehörte.

Frühling bringt mehr Englisch

Welche Position die Partei »Wiosna« zu Esperanto hat, ist noch nicht bekannt. Die Forderung nach einer Verdopplung der Stunden für den Englisch-Unterricht und dass ein Schulfach auf Englisch unterrichtet werden solle, dürfte sie eigentlich für Esperantisten unwählbar machen, auch wenn die anderen Forderungen ziemlich sympathisch klingen: Gleicher Lohn für Mann und Frau, Erhöhung von Mindestlohn und Rente, Recht auf Abtreibung, „Homoehe“, kostenloser Eintritt in kulturelle Einrichtungen am Sonntag, moderne Sexualerziehung, gegen Gewalt an Schulen – [deutsche Version auf Basis der Esperanto-Version in Wikipedia].

Die Breite des Spektrums der Esperanto-Sprecher zeigt sich auch daran, dass die »taz« zu  dem umstrittenen Professor Werner Patzelt in Dresden anmerkt, dass er »Esperanto spricht und auf dem Cello musiziert«. Tatsächlich ist er sogar Vorsitzender des »Esperanto-Zentrum „Marie Hankel“« (Freundeskreis Esperanto an der TU Dresden im Deutschen Esperantobund e.V.  und Sächsisches Esperanto-Archiv). Dort hat es niemand gestört, dass er seit 2015 Leitartikler der Zeitschrift »Junge Freiheit« ist.

 

 

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