Themen danziger50 – 2019 – 03

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in Deutschland lautet unser Jahresthema 2019

„Das Engagement von Frauen in der Esperanto- Sprachgemeinschaft“

In unseren Abendveranstaltungen soll speziell das öffentliche Wirken von Frauen herausgestellt und gewürdigt werden. Sie sollen besondere Möglichkeiten des Auftretens haben. Frauen die sich früher in der Esperanto-Sprachgemeinschaft engagiert haben, sollen vorgestellt werden, und ihre Lebens- und Wirkungsgeschichte soll erforscht und bekannt gemacht werden.

Vortragende und vorgestellte Frauen im März

Ina Tautorat und Hildegard Stolpe
Fotos: Fritz Wollenberg

Ina Tautorat arbeitete als Museumspädagogin von 1970 bis 2008 im Juniormuseum  des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem, ab 1996 leitete sie das Juniormuseum. Sie war von 1977 bis 1991 Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin, führte in dieser Eigenschaft 1990/1991 in Absprache mit dem Vorstand der Ostberliner Bezirksorganisation von GDREA den Prozess der Vereinigung von Westberliner und Ostberliner Esperanto-Freunden in der Esperanto-Liga Berlin. Sie trug mit ihrer Arbeit als Sekretärin des Örtlichen Kongresskomitees für den Esperanto-Weltkongress 1999 in Berlin wesentlich zum Erfolg dieser bisher größten Esperanto-Veranstaltung in Berlin bei. Gemeinsam mit ihrem Mann Hermann Tautorat hatte sie in den 70-er Jahren die Donnerstagsrunde begründet und in Ihrer Wohnung Falkstraße 25 das Esperanto-Zentrum Berlin mit der Espothek (Bibliothek und Archiv der Liga)  von 1978 bis 2005 betreut. 1993 ehrte sie die Liga mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

Hildegard Stolpe (geb 1921), arbeitete nach dem Studium des Maschinenbaus zwischen 1951 und 1981 im TU-Institut für Getriebetechnik, war aktiv in der Selbstverwaltung an der TU Berlin und saß als eine der ersten Frauen im Akademischen Senat. Aber auch in der Gewerkschaft und in Seniorenprojekten hat sie sich stark engagiert, so zum Beispiel im Projekt SENTHA des Instituts für Arbeitswissenschaften der TU Berlin, das Technik für seniorengerechtes Wohnen erforscht.

Sie erhielt zahlreiche Ehrungen, u.a. 2007 das Bundesverdienstkreuz für 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit.

Als Mitglied der Esperanto-Liga Berlin hat sie jahrzehntelang die Gruppe „Kompreno“ in Charlottenburg geleitet. Diese Gruppe hat eine bis in die 20-er Jahre zurückreichende Tradition, die sich auf die Esperanto-Gesellschaft Charlottenburg beruft. Diese Traditionen vermittelte Hildegard Stolpe. Eugen Wüster gehörte zu der Gruppe. Karl Vanselow, Jan Fethke und Louis Beaucaire und ihr Mann Erwin Stolpe engagierten sich hier.

11. März 2019, 19.30 Uhr

„Westberliner Frauenpower in der Esperanto-Liga Berlin.“ Mit Ina Tautorat und den Besucherinnen und Besuchern schauen wir darauf, was Frauen seit den 70-er Jahren in der Berliner Esperanto-Szene bewegten. 1971 wurde mit Emmi Stox zum ersten Mal eine Frau Vorsitzende einer Berliner Esperanto-Organisation. Ihre Nachfolgerin, die Museumspädagogin Ina Tautorat, war dann von 1977 bis 1991 Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin.

An einem der nächsten Abende wird die Ostberlin-Brandenburger Frauen-Power vorgestellt.

25. März 2019, 19.30 Uhr

In Vorbereitung auf das ironisch-amüsante Spektakel „Grünes Blut 2“ diskutieren und proben die Interessierten.

Am 12. April um 19.00 Uhr wird das ironisch-amüsante Spektakel „Grünes Blut 2“ im Saal (1. Stock) des Kulturzentrums danziger50 aufgeführt.

Zum Treffpunkt „danziger50“!

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