Pianon en la fajron

Komento de Phillip Sonntag pri artefaritaj lingvoj.

About Roland Schnell

Eo ekde 1969, aktiva ekde 1974.
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1 Response to Pianon en la fajron

  1. Auch ich empfinde das Thema Künstlichkeit, wenn es mit einer Computer-Tastatur usw. übermittelt wird, als abstrus. Ansonsten kann man natürlich überlegen, wieviel Zeit auf die Gegner zu verwenden ist, wenn Künstlichkeit das wesentliche Argument gegen Esperanto ist. Dabei gewinnt man zwar vielleicht ein ganz klein wenig – aber viele lassen sich nicht überzeugen. Sprache ist eben doch was Besonderes, kann man dann m. o. w. hören…

    Vielleicht ist auch nötig, ganz genau herauszufinden, was mit “Künstlichkeit” gemeint ist, s. u. Vielleicht verstehen wir das falsch, weil wir uns einfach nicht vorstellen können, was für absurde Ideen über Esperanto in Umlauf sind. (Ich vermute, dass wir selbst im “Tal der Ahnungslosen” sind, was das Ausmaß des Falschwissens der Esperanto-Gegner anbetrifft.)

    Ich rege ein bisschen an, dass wir uns nach Möglichkeit um die Bereiche bemühen, wo wir ganz gute Chancen haben – das ist all das, was die Gegenseite über Esperanto offensichtlich falsch im Kopf hat. Manche denken z. B. irrtümlich, Esperanto hätte nur dann Sinn, wenn es alle sprächen – da gilt es das heutige Esperanto-Leben zu zeigen. Andere glauben, Esperanto würde nicht mehr oder abnehmend gesprochen – das Internet zeigt, dass dies ein Irrtum ist. Manche glauben, es gäbe keine Esperanto-Bücher, keine Kultur – das sollten wir zeigen.

    Ein Problem ist, dass die anderen nicht freiwillig sagen, was sie alles von Esperanto zu wissen glauben – ein netter Trick ist es, den/die andere/n zu bitten, einfach mal fünf Minuten lang alles zu erzählen, was er oder sie von Esperanto weiß. Dabei erfährt man manches, was man selbst über Esperanto noch gar nicht wusste 😉 – wie etwa in diesem Artikel, den der Yale-Professor Shyam Sunder mit Stella Fearnley geschrieben hat. http://faculty.som.yale.edu/shyamsunder/research/accounting%20and%20control/published%20articles/131.global%20reporting%20standards%20esperanto/standards-esperantopub.pdf Esperanto ist eben eine “failed language” – falls die Leser hier das noch nicht wussten 😀

    Hier folgt die Falsch-Einschätzung aus Yale: “Languages are alive with words with their meanings continually entering, evolving and becoming obsolete. Development is bottom-up, driven by users of language, not top-down, controlled by lexicographers. Esperanto failed because its promoters ignored the fundamental nature of language in their search for uniformity.” Falls unter den Lesern einige es noch nicht wussten – vor dem Nutzen eines Wortes immer bei den Lexikographen des Esperanto anfragen! Esperanto ist ja sooo anders als andere Sprachen…

    Dass in Wahrheit auch in Esperanto neue Wörter in Gebrauch kommen, sich entwickeln und dann wieder weniger benutzt werden, dass die Nutzer die Sprache bestimmen, nicht die Lexikographen – das wissen die Autoren des Artikels (und deren Informanten) offensichtlich nicht. Und wenn die beiden das veröffentlicht haben, dann ist das Problem auch den Referenten und den Herausgebern nicht aufgefallen… Vermutlich haben wir hier eine Stichprobe von mindestens zehn Leuten im Wissenschaftsbereich, die bereit waren, den Text so zu akzeptieren.

    Wie heißt es so schön? 🙂
    “Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden,
    als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.”
    Hamlet, 1. Akt, 5. Szene, Hamlet, William Shakespeare

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