Vorstand vor der Mitgliederversammlung

Der Vorstand der ELBB, wie es jetzt heisst, hatte seine letzte Sitzung vor Ablauf der Wahlperiode der jetzigen Vorstandsmitglieder (Ronald Schindler, Roland Schnell, Philipp Sonntag) am 15. Februar 2020. Es galt die nächste satzungsgemässe Jahreshauptversammlung vorzubereiten. Dafür ist für den 14. März 2020 ein Raum in der Orangerie (Kiezspinne) bestellt worden. Der Ort ist von den Zamenhof-Festen ein Begriff. Beginn 15 Uhr.

Das Vestibül der Orangerie mit der Galerie
Foto: Fritz Wollenberg

Es werden Wahlen für alle zu vergebenden Posten anstehen (Vorstand, Kassenprüfer, Beschwerdekommission) und in den meisten Fällen sind die bisherigen Personen bereit, das Amt erneut zu übernehmen. Vor Ort wird dann lediglich Bedarf für kurzzeitige Aufgaben (Diskussionsleitung, Wahlkommission) sein. Da sich im Moment keine Konflikte abzeichnen, könnte die Versammlung zügig über die Bühne gehen.

Vortrag am 14. März 2020: Bauhaus in Lichtenberg

Quelle: VisitBerlin

Peter Kühnel, vom Beruf Bauingenieur und damit eng am Thema, hat sich dankenswerteweise bereiterklärt, seinen Vortrag über die Architektur des Bauhauses, den er schon beim Esperanto-Weltkongress in Lahti (Finnland) gehalten hat, auf Lichtenberg zuzuschneiden. Hier erstecken sich östlich vom Zamenhof-Park Wohnsiedlungen, die der Tradition des “Neuen Bauens” zugeordnet werden. Die »Max-Taut-Schule«, in deren Aula ebenfalls ein grosses Zamenhof-Fest stattfand und durch die Eröffnung des Deutsch-Polnischen Esperanto-Kongresses vertraut ist, wurde als grösster Schulneubau der Weimarer Republik wegen seiner Funktionalität gerühmt.

Berichte aus den letzten Monaten und Vorschau 2020

Es wurden die Veranstaltungen der letzten Monate (Herbst, Winter 2019) Revue passieren gelassen. Über die meisten wurde schon hier und anderer Stelle berichtet: Expolingua, Zamenhoffest, JES, LUMINESK, NoRo. Einzelheiten im Protokoll der Sitzung.

Auch die anstehenden Verantaltungen der nächsten Monate wurden geplant

  • Frühlingstage Szczecin
  • Brückenfest Frankfurt / Oder (Fr. 1. Mai), Infostand 11 – 18 h, danach Rundgang durch Slubice, wo der Kongress TRAKO Stattfindet.
  • TRAKO (Gemeinsamer Esperanto-Kongress: Deutschland, Polen, Eisenbahner vom Freitag, 29. Mai 2020bis Montag, 1. Juni 2020, Thema: Nachbarn)
  • BARO (20. bis 24. Mai in Hameln), Die von Berlinern aus Kreuzberg vor vielen, vielen Jahren als »Waldtreffen« begründete Familienfreizeit findet zum 61. Mal statt.
  • ABELO : 28. – 31. August. Spielen im Naturfreundehaus “Hermsdorfer Fließtal” bei Berlin.

Esperanto als Therapie

Die Veranstaltungen in der Herbartstrasse 25 gehen planmässig weiter. Es gibt Interessenten für einen Anfängerkurs und Peter Kühnel würde als Lehrer zur Verfügung stehen. Es gibt den Vorschlag, den Termin wegen der Berufstätigen auf den Abend zu verlegen oder die Räume länger zu buchen.

Da sich die alte Gruppe von Hans Moser (ehemalige Gruppe Lietzensee) jetzt »Gruppe Trautenaustrasse« nennt und auch so im Kalender erscheint, gibt es keine Verwechslungen mehr. Die alten Mitglieder sind herzlich willkommen sich Montags zwischen 14 und 16 Uhr die neu gestalteten Räume anzusehen

Grüner Tee und Grüner Stern

Zu der sich langsam etablierenden Tradition des neuen Standorts gehört, dass Grüner Tee ausgeschenkt wird. Dieser hat, wie neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, nachweislich günstige Auswirkungen auf die Hirnfunktion und das Wohlbefinden.

Im Mai 2020 wird eine Delegation von Tee-Fachleuten aus China zu einer Tee-Ausstellung in Herzberg, das sich Esperanto-Stadt nennt, erwartet. Sie sollen auch Berlin besuchen. Vom So, 17.05.2020 – So, 24.05.2020 findet in Herzberg »Chinesisches Tee-Festival« statt.

Eine Gegenüberstellung der Wirkungen von Schwarzem und Grünem Tee (auf Esperanto) vom November 2019.

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Metzger zum Geburtstag * 3. Februar 1887

Der Geburtstag von Max Josef Metzger Anfang Februar wird weit weniger wahrgenommen als sein Todestag im April. An diesem Tag wird eher der schwermütigen Seite seines Lebens in den letzten Monaten vor seiner Hinrichtung gedacht.

Seine fröhliche Seite zeigt sich mehr in den jungen Jahren während der 10 Jahre in Graz. Er gab in der schweren Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die »Katholische Jugendzeitung« heraus. Darin gab es in jeder Ausgabe eine »Eine Plauderstunde mit dem Onkel« (unterzeichnet mit »Onkel Max«), in der er seinen jugendlichen Zuhörern erläutert, was in der Welt geschieht. In einem solchen Vortrag hat er sich als Liebhaber von Apfelstrudel bekannt.

Es wäre sicher in seinem Sinn, dass auf dem Max-Josef-Metzger-Platz neben der Müllerstrasse in Wedding viel Raum für Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche geschaffen wurde. Die neue Broschüre des Bezirksamts Mitte stellt den neugestalteten Platz auf Seite 122 im Abschnitt Kinder und Jugend in Wort und Bild vor.

Im Text wird auch erwähnt, dass sich auf der Laufbahn Worte in Esperanto befinden und angemerkt, dass sich Metzger für diese internationale Sprache eingesetzt habe.

Leider ist das der einzige Hinweis auf Esperanto auf dem Platz, denn in den Textafeln, die entlang der Müllerstrasse im Boden eingelassen sind, wird dieser Aspekt nicht erwähnt.

Mehr dazu in dem Bericht zur Einweihung am 6. Juni 2019.

Erstes Bodendenkmal als »ZEO«

Durch die als »motiviernd« gedachten Worte wird der ganze Max-Josef-Metzger-Platz zum »ZEO«, also zum »Zamenhof/Esperanto-objekto«, wie in der Esperanto-Szene alles bezeichnet wird, was sich irgendwie auf Esperanto-bezieht. Darunter so schwer ereichbare Dinge wie ein Asteroid und eine Insel in der Antarktis, aber auch viele Strassen oder Gedenksteine.

Dieses »ZEO« im Herzen von Berlin ist leicht erreichbar. Von nördlichen Ausgang der U6 (Wedding) kommt man direkt an die südliche Ecke des Platzes, wo im Sommer der Trinkbrunnen kostenlos Wasser spendet.

Wer mehr über den Bezirk Mitte erfahren will, kann die neue Broschüre zur Hand nehmen, die in den öffentlichen Einrichtungen und Bibliotheken kostenlos ausliegt. Sie ist auch auf der Website des Verlags  verfügbar. Die einzelnen Seiten werden als formatierter Text angezeigt (kein PDF). Der gedrucken Ausgabe liegt ein Stadtplan mit Netzplan des Verkehrsverbunds bei.

Auf der Seite 122 steht (Hervorhebung von Esperanto.berlin)

Neu gestalteter Max-Josef-Metzger-Platz an der Müllerstraße

Für Spiel, Sport, Spaziergang

Die Kinder hatten bereits den Kletterfelsen, die Hopse-Fläche und die Liegewiese erobert, als am 6. Juni der neu gestaltete Max-Josef-Metzger-Platz im Wedding der Öffentlichkeit ganz offiziell übergeben wurde. Grundschüler standen zum Staffellauf bereit. Die ca. 14.000 m2 große Spiel-, Sport- und Erholungsfläche zwischen Müller- und Gerichtstraße unweit vom U-Bahnhof Leopoldstraße war zuvor für rund 2,3 Mio. Euro umgestaltet worden – unter Einbeziehung der hier Wohnenden und nahen Grundschulen und Kitas. Bei der Eröffnung betonte Dr. Sandra Obermeyer, Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: „Als Fördermittelgeber sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“ Die Finanzierung erfolgte ja über das Städtebauförderungsprogramm Aktive Zentren. Das Büro bgmr Landschaftsarchitekten GmbH setzte sich mit seinem Entwurf durch, in den viele Ideen aus einem Bürger-Beteiligungsverfahren einflossen. Bezirksstadträtin Sabine Weißler wies noch auf einen speziellen Aspekt hin: „Besonders freut mich, dass wir durch die Neugestaltung ein neues Informationssystem aufbauen und die vorhandene Trümmersäule sanieren konnten.“ Seit 1954 gibt es die 12 Meter hohe und jetzt wieder ansehnliche Trümmersäule vom Künstler Gerhard Schultze-Seehof.

Durch in den Boden integrierte Bronzetafeln wird auf das Leben und Wirken des Namensgebers des Platzes, des Theologen und Philosophen Max Josef Metzger, aufmerksam gemacht. Er war einst Priester der Josephskirche am Platz und ist wegen seiner pazifistischen Überzeugungen 1944 ermordet worden. Die 400 Meter lange Laufstrecke auf dem Platz trägt nicht nur Streckenangaben, sondern auch farbige Wörter in Esperanto – einer internationalen Sprache, für die sich Metzger einsetzte. Munitionsfunde und Kriegstrümmer hatten die Baggerarbeiten zunächst monatelang verzögert. Mit Bauschutt und Altlasten belastete Böden mussten ausgetauscht werden. Baum- und Strauchbestand und die Liegewiese wurden weitgehend erhalten.

Unterm Rasen befindet sich jetzt eine wasserspeichernde Rigole für die Regenwasser-Versickerung, und ein Trinkbrunnen wurde aufgestellt. Noch ein Zugewinn: Die erneuerten Wege sind besser ausgeleuchtet.

Die sanierte Trümmersäule.

Die Kinder weihen aktiv den neu gestalteten Platz ein.

 

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Montags am Viktoriapark – Februar 2020 – Esperanto in Polen heute

Esperanto-Kulturabend im Esperanto-Laden, Katzbachstraße 25 (Kreuzberg), Beiträge und Gespräch in Esperanto – Für Gäste wird resümiert bzw. übersetzt.

Verkehrsverbindungen: U6, Buslinie 248 – Platz der Luftbrücke, Buslinien 104 und 140 – Dudenstraße/Katzbachstraße

3. Februar 2020, 19.30 Uhr

„Esperanto in Polen heute“

Johann Pachter besucht regelmäßig Esperanto-Kongresse und andere Treffen in Polen, auch die Vorbereitungsrunden für den Transponta Esperanto-Kongreso in Frankfurt und Słubice. Er ist Mitglied des Örtlichen Kongresskomitees für die Vorbereitung dieses Kongresses Die Aktiven des Polnischen Esperanto-Verbandes kennt er persönlich – den Vorsitzenden des Polnischen Esperanto-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift Pola Esperantisto Robert Kamiński und die Vorsitzende der Polnischen Esperanto-Jugend Romualda Jeziorowska ebenso wie Małgorzata Wanda Zaleska Zamenhof, die Urenkelin des Esperanto-Begründers und viele andere.

In dieser Veranstaltung wird er auf der Grundlage seiner umfangreichen Detailkenntnisse ein buntes Bild der aktuellen Situation von Esperanto in Polen zeichnen.

Zamenhoffest in Berlin im Dezember 2019 – Ralf Fröhlich stellt die Esperanto-Station in Halbe vor / Birke, Alena und Bertil musizieren / Brasilianische Esperanto-Freunde präsentieren ihr Land

Zu den Zuschauern und Mitgestaltern des interessanten Programms des Berliner Zamenhoffestes im Dezember 2019 gehörten gemäß der Tradition auch polnische Esperanto-Freunde.

Zamenhoffest in Berlin im Dezember 2019 – Anna Laskowska aus Lublin, Janusz Duda aus Zielona Góra, Aleksander Zdechlik aus Zabrze  und Irena Tomaszewska aus Szczecin auf dem Podium

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Jahresthema 2020 für Montags am Viktoriapark

Die Sprache Esperanto – Brücke zwischen Deutschen und Polen

Gemeinsamer Esperanto-Kongress: Deutschland, Polen, Eisenbahner vom 29. Mai bis 1. Juni 2020 in Frankfurt an der Oder und Słubice

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Zum Treffen: Montags am Viktoriapark

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Bericht Zamenhof-Frühstück

Die Plattform La Balta Ondo hat einen Bericht des Veranstalters unter dem Titel Zamenhofa Matentagmanĝo en Berlino übernommen. Darin heisst es:

Es haben in diesem Jahr (2019) 22 Personen teilgenommen, darunter einige Ausländer, die in Berlin leben. Es waren etwa weniger als früher, weil die Werbung zu spät einsetzte.  Früher waren es über 30, manchmal 40 Teilnehmer. Nicht alle sprechen Esperanto. Es kommen auch Lebenspartner und Kinder der Esperanto-Sprecher, so dass es immer einen Tisch gibt, an dem Deutsch gesprochen wird. Viele der Teilnehmer sind unter 50, also von einer Altersgruppe, die man sonst selten bei den Berlinr Esperanto-Veranstaltungen trifft.

Die Einladung (datiert auf den 4. Dezember 2019) lautete:

So. 8. Dezember, 10 bis 15 Uhr,  Zamenhof-Frühstück im Restaurant  Al Hamra Raumerstrasse 16, 10437 Berlin-Friedrichshain. Das ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein gemütliches Beisammensein von Esperanto-Sprechern aus der ganzen Welt, die in Berlin wohnen, studieren oder arbeiten.

Impressionen aus dem Jahr 2017

Mehr dazu

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Montags am Viktoriapark – Januar 2020 – Hermann Tautorat, die „Ĵaŭda Rondo” und Jan Stanisław Skorupski

Esperanto-Kulturabend im Esperanto-Laden, Katzbachstraße 25 (Kreuzberg, Beiträge und Gespräch in Esperanto – Für Gäste wird resümiert bzw. übersetzt.

Verkehrsverbindungen: U6, Buslinie 248 – Platz der Luftbrücke, Buslinien 104 und 140 – Dudenstraße/Katzbachstraße

6. Januar 2020, 19.30 Uhr

„Hermann Tautorat, die Donnerstagsrunde und ihr polnischer Gast Jan Stanisław Skorupski

Am 76. Geburtstag von Hermann Tautorat (1944-1996), Initiator der Donnerstagsrunde, die in der Katzbachstraße seit Oktober 2019 weitergeführt wird, blicken wir auf diese an verschiedenen Orten immer wieder aufblühende Esperanto-Runde und auf die Beziehung zwischen ihrem Initiator und dem polnischen Schriftsteller, Dichter und Essayisten Jan Stanisław Skorupski, der ab 1981 etwa ein Jahrzehnt in Berlin lebte.

Ina Tautorat, viele Jahre Gastgeberin der Donnerstagsrunde in Neukölln, und Gerd Bussing, der Skorupskis Esperanto-Texte häufig sprachlich begutachtete, werden dazu beitragen.

Hermann Taurat deklamiert aus dem „Faust” von Goethe in der Nikodemuskirche 1991

Jan Stanisław Skorupski während einer Diskussion beim Zamenhoffest in Berlin 1991

 

 

 

 

 

 

 

Auch Vera Tautorat wurde eingeladen, die im Jahr 2000 als Tochter das Buch „Hermann. Fragmente / Fragmentoj“ zusammengestellt und herausgegeben hat.

Jan Stanisław Skorupski schrieb in diesem Buch über Hermann Tautorat:

„Der Meister des Plauderns brillierte mit seinem Einfallsreichtum nicht in den großen Sälen, sondern in den Kongressbars und Kneipen. Natürlich war sein Hauptmedium die Berliner Donnerstagsrunde, wo er als Mitgastgeber sich am stärksten und freiesten fühlte. Einige Jahre moderierte er meine Kunstspektakel (jeden Mittwoch) in der Galerie „polnische kunst“ in Berlin und anderen Klubs und Theatern. Tausende Zuschauer und Zuschauerinnen erhielten eine Kostprobe vom praktischen Gebrauch des Esperanto. Auf der Bühne sang ich und sprach Esperanto,und er übersetzte den Inhalt ins Deutsche oft so gewandt, dass mein Theaterspiel unwichtig wurde weil er immer mal mehr sagte, als ich wollte …und immer verstand er es, die Zuschauer zu unterhalten, selbst ein mürrisch frostiges Publikum.“

In seinem Buch „…um die Polen zu verstehen“, erschienen 1991 im Aufbau Taschenbuchverlag Berlin, erzählt er von seinen Erlebnissen in der Berliner Donnerstagsrunde und mit seinen Berliner Esperanto-Freunden.

Es heißt da zum Beispiel: „An diesem Tag besuchte ich noch die „ĵaŭda rondo“, das obligate Donnerstagstreffen meiner Freunde Tautorat in Neukölln, um mich mit Bekannten über die Tagesereignisse auszutauschen. Wir diskutierten auch über die Arbeit des Bruder Roger Schutz in Taizé…

Außer meinen Freunden Tautorat und ihrer Tochter Vera, Gerd Bussing und weiteren Deutschen nahmen unter anderem auch Didier Izacard, ein Franzose, und der Amerikaner Dan Maxwell teil…“

Auch im Jubilea Libro 1903-2003 werden Hermann Tautorat, Jan Stanisław Skorupski und die Donnerstagsrunde vorgestellt.

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Jahresthema 2020 für Montags am Viktoriapark

Die Sprache Esperanto – Brücke zwischen Deutschen und Polen

Gemeinsamer Esperanto-Kongress: Deutschland, Polen, Eisenbahner vom 29. Mai bis 1. Juni 2020 in Frankfurto an der oder und Słubice

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Zum Treffen: Montags am Viktoriapark

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Lietzensee Dezember 2019 Start

Fast ein halbes Jahrhundert war das Haus in der Herbartstrasse 25 eine wichtige Grösse im Esperanto-Leben in Berlin. Es liegt am idyllischen Lietzensee im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Als Hans Moser Ende der 1970er Jahre zum Leiter des Hauses berufen wurde, war eine seiner ersten Initiativen die Gründung einer Esperanto-Gruppe. Diese hatte Bestand und traf sich regelmässig bis das Haus 2015 geschlossen wurde. Als Hans Moser in Pension ging und in ein Seniorenheim umzog folgten ihm die Mitglieder der Gruppe und feierten am 6. November 2019 das 40-jährige Jubiläum der Gruppe.

Zur gleichen Zeit wurde das Haus in der Herbartstrasse 25 unter einem neuen Träger (Rotes Kreuz, Landesverband Berlin) und nach gründlicher Renovierung in den Innenräumen wieder eröffnet. Es wird wieder eine Esperanto-Gruppe geben, allerdings mit einem neuen Konzept und neuen Teilnehmern. Im Haus sitzt auch der DRK Kreisverband Berlin-Zentrum.

Esperantogruppe Lietzensee, Herbartstr. 25, 14057 Berlin

jeden Montag 14 – 16 Uhr (Kaminzimmer)

 

Die Herbartstrasse ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Haltestelle Messe Nord/ICC mit S-Bahn (Ring) und Bus (X34, M49 ab Zoo) zu erreichen. Fussweg 5 min.

 

 

Zum Wirken von Hans Moser

Aus dem Jubilea Libro 2014

Beim 40-jährigen Jubiläum am 6. November 2019

Hans Moser skizziert in seinem Beitrag die Geschichte der von ihm 1978 begründeten Esperanto-Gruppe Lietzensee. Nachdem er 1977 Leiter des Kulturhauses am Lietzensee geworden war, lud er wöchentlich zu Esperanto-Treffen ein. Die Gruppe wuchs von 9 Teilnehmern 1977 auf ca. 40 in den 80-er und 90-er Jahren. Inzwischen wohnt Hans Moser mit seiner Frau Ursula in einem Seniorenwohnhaus und lädt die Gruppe (10 Personen) im 2-Wochen-Rhythmus abwechselnd in das „Nachbarschaftshaus am Lietzensee“ und in den Gemeinschaftsraum des Seniorenwohnhauses ein. Man trifft sich bei Kaffee, Tee und Kuchen, übt sich im Esperanto, übersetzt, singt und vervollkommnet seine Sprachkenntnisse.

Hans Moser erzählt von den vielen interessanten Aktivitäten der Gruppe, den Reisen zu Weltkongressen und anderen Esperanto-Veranstaltungen, den Treffen mit der Partnergruppe in Trient und in Berlin, den großen Veranstaltungen mit musikalischem Programm und seinen eigenen Geburtstagsfesten, zuletzt zum 75., mit ca. 60 Gästen. Hans Moser erinnert an die im Jahr 2013 im Alter von 93 verstorbene Ursula Palmer, die bis zuletzt aktives Gruppenmitglied war. Nun ist Maria Baier mit 93 die älteste. Die Gruppe besucht sie im Pflegeheim. Der rastlose Hans Moser, ein begeisterter Klavierspieler, wovon auch die Esperanto-Gruppe profitiert, blickt als Gruppenleiter hoffnungsvoll in die Zukunft.

Text: Fritz Wollenberg

Neues Konzept ab 2020: Esperanto als Therapie

Beim Roten Kreuz war man sehr angetan von dem Vorschlag eines neuen Konzepts, das auf den Erfahrungen eines Esperantisten aus Brasilien aufbaut.

In einem Beitrag für die Zeitschrift des Esperanto-Weltbundes UEA (Seite 85, April 2011) berichtet Alberto Flores (Brasilien) über die Anwendung von »Esperanto als Therapie«. Das wurde von 2010 an in einem Zentrum für Gesundheitsvorsorge von Senioren in Volta Redonda (RJ) erprobt (Centro de Prevenção à Saúde do Idoso Roque Garcia Duarte)

In seinem Beitrag geht zunächst auf Therapien im allgemeinen ein und identifiziert bei Esperanto die typischen Merkmale einer »Beschäftigungstherapie« mit einer zusätzlichen sozialen Komponente (neue Menschen kennenlernen). Das Lernen von Fremdsprachen wird oft als »Hirngymnastik« empfohlen, aber die meisten natürlichen Sprachen seien kompliziert und schwer zu lernen. Das führe nicht zu dem gewünschten Ergebnis, sondern zu Frustrationen.

Wegen des regelmässigen Aufbaus gäbe Esperanto den Teilnehmern mehr Selbstvertrauen gibt und erhöhe das Selbstwertgefühl. Man erfahre, dass man durchaus in der Lage sei eine Fremdsprache soweit zu erlernen, dass man damit kommunzieren könne. Und das Lernen in der Gruppe könne Spass machen.

Der 1923 geborene Alberto FLORES starb am 30. April 2019 im Alter von fast 87 Jahren. Bis ins hohe Alter wirkte er in seiner Heimatstadt als Esperanto-Lehrer.

Die Gruppe Lietzensee wird wissenschaftlich begleitet von zwei Experaten der Neurospsychologie:

  • Dr. Encarna Teruel, Berlin, fakdelegitino de UEA, Neurologisches Rehazentrum für Kinder und Jugendliche, HELIOS Klinik Hohenstücken, Klinische Neuropsychologin GNP / OPK, Psychologische Psychotherapeutin (VT). Supervisorin GNP / OPK

und

  • Dr. med. Christoph Klawe. Oberarzt Abteilung: Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier , Präsident der Universala Medicina Esperanto-Asocio, UMEA [umea.fontoj.net]

Die erste Aufgabe (ca sechs Monate) besteht darin Werbung für das neue Angebot zumachen, wobei das Einzugsgebiet primär Charlottenburg ist, aber auch die durch die Ringbahn erschlossenen Gebiete und die mit dem Bus erreichbaren Teile von Spandau.

Werbung für das neue Konzept in Zeitungen und den zuständigen Bezirksblättern, wie Beliner Woche und Abendpost, aber auch speziellen Seniorenzeitschriften.

Um dafür interessante Themen anbieten zu können, ist die Beteiligung aller Esperanto-Freunde in Berlin und Umgebung gefordert, die kurze Vorträge und Präsentationen (15 – 20 min) zu ihren Esperanto-Aktiviäten und Erlebnisse (internationale Kontakte und Reisen) an einem bestimmten Montag anbieten.

Möglich aus ist die Vorstellung (mit Lesung) aus einem Esperanto-Text (können auch eigene Werke sein) oder die Vorstellung von beliebten Esperanto-Liedern (auch zum Mitsingen). Materialien können in einem abschliessbaren Schrank aufbewahrt werden.

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Ausstellung zum Zamenhofpark in der Orangerie Lichtenberg

Der Zamenhofpark im Juni 2019 mit dem spektulären Rondell.
Foto: Fritz Wollenberg

Vom 19. November bis 14. Dezember 2019 wird die Ausstellung „10 Jahre ZamenhofparkEsperanto-Kultur in Berlin-Lichtenberg“, gestaltet durch die Esperanto-Liga Berlin in Zusammenarbeit mit dem Museum Lichtenberg im Stadthaus, auf der Galerie im Vestibül der Orangerie Lichtenberg (Kiezspinne), Schulze-Boysen-Straße 38, zu sehen sein.

Das Vestibül der Orangerie mit der Galerie
Foto: Fritz Wollenberg 2014

Das Jubiläum wurde am 9. August mit der Ausstellungseröffnung im Rathaus Lichtenberg eingeleitet. Die Ausstellung war dort bis zum 6. September zu besichtigen.

Ausstellungstafeln im Rathaus Lichtenberg
Foto: Fritz Wollenberg

Das Zamenhoffest der Esperanto-Liga Berlin-Brandenburg am 14. Dezember in der Orangerie (Lichtenberg) ist zugleich die Finissage der Ausstellung.

Auf 11 Tafeln wird anhand von historischen Fotos aus dem Museum Lichtenberg und Plänen zur gärtnerischen Gestaltung des Areals aus dem Straßen- und Grünflächenamt die interessante Geschichte des hübschen kleinen Parks zwischen Rosenfelder, Einbecker Straße und Marie-Curie-Allee dargestellt und, illustriert durch Fotos und Dokumente, gezeigt, wie Esperanto-Kultur in Lichtenberg zu verschiedenen Zeiten gepflegt wurde. Die 12. Tafel präsentiert die Sprache Esperanto im Überblick.

Themen der Ausstellungstafeln:

Ein Park entsteht am Friedrichsfelder Grenzgraben

Wie kam der Park zu seinem Namen?

Bürgerinnen und Bürger in ihrem Park

Das Esperantohaus in der Einbecker Straße

Esperanto-Kultur in der Partnerstadt Kaliningrad

Wir und Bialystok – die Geburtsstadt Zamenhofs

Zamenhofpark und Esperanto-Kultur in Leeuwarden

Die Esperanto-Gruppe in der Frankfurter Allee 285

Von Lichtenberg nach New York – der Verlag Mondial

Dänisch-Deutsch-Polnischer Esperanto-Kongress 2012

Hier tagt die Gesellschaft für Interlinguistik

Die Sprache Esperanto im Überblick

Etwas detaillierter wird die Ausstellung hier vorgestellt.

Fritz Wollenberg

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Wissenschaftler an der FU

Anfang November fand an der FU Berlin (Freie Universität in Berlin) eine wissenschaftliche Tagung mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 7. November statt. Sie wurde unter dem Titel »Das Ende von Babel?« mit dem Text  angekündigt.

  • Wie können wir bei über 6000 unterschiedlichen Sprachen auf der Welt eigentlich miteinander kommunizieren?

Auf dem Podium war unter anderem Federico Gobbo, der mit »Interlinguistik und Esperanto, Universiteit van Amsterdam« eingeführt wurde.

Es gab ein Interview mit Prof. Simon zu dieser Tagung in RBB Kultur und es wird eine Sendung im Deutschlandfunk Ende November (27. N0vember 2019, 19:05) geben.

Zum Inhalt der Diskussion heisst es:

  • Sollten wir alle als Zweitsprache eine Sprache sprechen, die leicht zu erlernen und für alle Menschen neu ist? Dafür plädieren Verfechter des Esperanto, einer Plansprache, die bereits im 19. Jahrhundert entwickelt wurde.
  • Oder sollten wir auf eine bestehende Sprache zurückgreifen und diese als „Weltsprache“ deklarieren, wie es mit dem Englischen der Fall ist?
  • Oder ist es vielleicht gar nicht mehr nötig, eine gemeinsame Sprache zu haben, da wir dank Künstlicher Intelligenz und maschinellen Übersetzungsprogrammen auch mittels unterschiedlicher Sprachen miteinander kommunizieren können?

Nach dem Bericht eines Teilnehmers (auf Esperanto in der Esperanto-Version dieses Beitrags).

Demnach konnten bei der Podumsdiskussion etwa 100 Teilnehmer gezählt werden (darunter fünf Esperanto-Sprecher) darunter der polnische Botschafter Andrzej Przyłębski, der mit der provokativen Forderung nach »Esperanto statt Englisch« im Sommer 2019 von der Presse zitiert worden war.

In dem Bericht heisst es, dass die Professoren der auf Latein basierten Sprachen sehr positiv auf Esperanto reagiert hätten und gar gefragt hätten »Warum sprechen wir eigentlich nicht alle Esperanto?«

Ein nicht namentlich genannter Professor, Spezialist für Englisch, soll angemerkt haben, dass die EU ja Esperanto als erste Sprache für alle Schüler einführen könne, wenn sie den Mut dazu hätte. Das sei nicht das, was man von einem Anglisten normalerweise erwarte.

Es gäbe offensichtlich mehr Unterstützer des Esperanto, zu denen aber die Espeanto-Community keine Verbindung hätte.

Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren:

  • Barbara Seidlhofer
    (Englisch als Lingua franca, Amerikanistik und Anglistik, Universität Wien)
  • Josef van Genabith
    (Multilinguale Technologien, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Saarbrücken)

Moderation: Matthias Hüning & Horst Simon (Freie Universität Berlin)

  • Begrüßung:
    Anita Traninger (Stv. Sprecherin Dahlem Humanities Center, Freie Universität Berlin
  • Georg Bertram (Dekan des FB Philosophie und Geisteswissenschaften, Freie Universität Berlin)

Prof. Horst Simon wurde am 4. November von  RBB Kultur zu der Tagung befragt.

Mitschnitt in der Mediathek als MP3-Datei 5 MB ca. 6:30 min

Sein Gebiet sei zwar die historische Sprachwissenschaft, aber er blicke auch in die Zukunft. Er spricht sich ausdrücklich für Englisch aus, weil es so einfach sei und weil der englische Kulturraum mächtig sei. Aber das könne sich ändern.

Es wird direkt nach Esperanto gefragt und Prof. Simon brilliert mit solidem Wissen über die Geschichte im 20. Jahrhundert und die aktuelle Zahl von Esperanto-Sprechern. Er weiss sogar, dass es Muttersprachler gibt und Esperanto heute in Familien gesprochen wird.

Die zweite Hälfte des Gesprächs dreht sich um den Niedergang von Latein und Griechisch zugunsten von Nationalsprachen und die Rolle der Künstlichen Intelligenz.

Dann wird zu der Verantstaltung an der FU eingeladen, die insgesamt öffentlich sei, darunter wird explizit ein Esperanto-Kurs erwähnt.

 

 

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Neustart Herbartstrasse

Gerade hat die Gruppe Lietzensee ihr 40-jähriges Jubiläum gefeiert und schon geht es weiter: Das Haus in der Herbartstrasse 25, das jahrzehntelang von Hans Moser geleitet wurde, hat einen neuen Träger: Das Rote Kreuz, Landesverband Berlin (Pressemitteilung 20. Juni 2019). Es soll zu einem Mehrgenerationenhaus werden.

Die neue Leitung konnte sich mit dem Gedanken anfreunden, dass es weiterhin eine Esperanto-Gruppe geben wird, welche die lange Tradition fortsetzen wird. Aber vermutlich mit anderen Teilnehmern. Vorläufig werden die Treffen jeweils

Montags von 14 bis 16 Uhr im Kaminzimmer

stattfinden. Allerdings gibt es einige Änderung zu früher. Da das Haus grundlegend renoviert wurde, befindet sich der Eingang jetzt an der Seite.

Die Eröffnung wird am 16. Dezember 2019 (nach 160. Zamenhofs-Geburtstag) stattfinden und wird sich um Leben und Werk des Begründers von Esperanto drehen.

Auch beim Konzept wird es Änderung geben. Es wird an die Arbeit von Alberto Flores angeknüpft, der in Brasilien in Volta Redonda (RJ)  unter dem Stichwort »Esperanto als Therapie« in einem Zentrum für Gesundheitsvorsorge von Senioren Kurse ageboten hat. Er berichtete darüber in der »revuo Esperanto« des Esperanto-Weltbundes UEA auf Seite 85 (2011).

Dr. Teruel m Esperanto-Park August 2019

Die wissenschaftliche Betreuung übernimmt Frau Dr. Encarna Teruel (HELIOS Klinik Hohenstücken Neurologisches Rehazentrum), die selbst seit vielen Jahren Esperanto spricht. Sie ist Fachdelegierte des Esperanto-Weltverbands und moderierte am 9. August 2019 die Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläums des Zamenhof-Parks in Lichtenberg.

 

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40 Jahre Hans Moser

Hans Moser nach 40 Jahren Esperanto-Gruppe

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Festsaal im »Seniorenheim Trautenaustrasse« am 6. November 2019 als Hans Moser zum 40-jährigen Jubiläum der »Esperanto-Gruppe Lietzensee« eingeladen hatte. Es waren alte Freunde und Weggefährten gekommen, darunter aus Tschechien der Verleger Petr Chrdle. Er überbrachte Grüsse vom Esperanto-Museum in Svitatiy, das Hans Moser selbst 2018 besucht hatte.

In seinem reich bebilderen Vortrag berichtete Hans Moser, wie er als Leiter des Nachbarschaftshauses Lietzensee 1979 die Esperanto-Gruppe mit neun Teilnehmern ins Leben gerufen hatte. In den folgenden Jahren baute die Gruppe ihre internationalen Konktakte aus, machte Reisen und liess kaum einen Esperanto-Weltkongress in Europa aus (Antwerpen 1982, Rotterdam 1988,  Prag 1996,  Bialystok 2009). Natürlich begrüsste die Gruppe auch beim Esperanto-Weltkongress in Berlin 1999, der im ICC quasi um die Ecke stattfand, die Freunde aus dem Ausland.

Gegenseitige Besuche gab es mit den Esperanto-Freunden in Trento (Trient), eine der Städtepartnerschaften von Charlottenburg.

Der Nachmittag war, wie es in der Esperanto-Grupe Lietzensee üblich war, reich mit Musik garniert. Zuweilen griff Hans Moser selbst in die Tasten und begleitete den Chorgesang.

Er hatte einen alten Text seines dänischen Freundes Kai Henriksen kopiert, der eine Esperanto-Fassung der Lied von »Lili Marlen« geschrieben hatte:

  • Sur la ŝip’ maristo sole sentas sin
    Dum en la haven’ knabin’ atendas lin.
    Noktojn plenĝuajn spertis li
    en haven’ kun ŝi. Lili,
    //: kun ŝi, Lili Marlen. ://

Zu den Lieder gehörten Klassiker, wie »Vivu la verda stel’« oder »Migrado mia korplezur’ (Das Wandern ist des Müllers Lust)« und zum Abschluss die »Eŭropa Himno« (Kantu kune amikaro, ni la ĝojon festas nun, nek rivero, nek montaro plu landlimoj estas nun’). Hans Moser hatte selbst die Übersetzung eines bekannten Liedes beigesteuert  (Wahre Freundschaft):

  • Amikeco daŭras eterne
    ankaŭ se ĝi estas for!
    Amikeco vivas je interne –
    ne forgesas fidelon la kor’Se la ŝtonoj portas viton
    kaj elfluas freŝa vin’;
    Kiam morto prenos la vivon
    ĉesos mi fideli vin.

Grüsse

Ronald Schindler (1. Vorsitzender) gratuliert im Namen der Berlin-Brandenburger Esperantisten.

Dr. Phillip Sonntag von Esperanto-Liga Berlin, deren Unterorganisation die Esperanto-Gruppe Lietzensee über vier Jahrzehnte war, gratulierte mit einer Deklamation im Namen des Vorstands auf Deutsch und Esperanto. Der Vorsitzende Ronald Schindler überreichte Blumen und ein Buche.

„Ich gratuliere insbesondere der Leitung der Lietzensee-Gruppe, das ist, für diese sensationell lange Zeit, Leitung und Umsicht von Hans Moser! Mi gratulas al la estraro de la Grupo Lietzensee, por sensacie longa tempo, la saĝan gvidadon de s-ro Hans Moser.
Die Gruppe lebt genau das, was L Zamenhof schon immer wollte: Harmonie in Bialystok, und weil es so einfach, so offensichtlich ist, war er ein Hoffender, der erste Esperantist: Esperanto sollte für die ganze Welt geeignet sein!

Und das wurde in Berlin angewandt, mit Gründung der Gruppe durch Hans Moser am 13. Juni 1977.

La grupo vivas ĝuste tion, kion Zamenhof jam ĉiam volis:

harmonio en Bjalistoko, kaj ĉar tio estas tiel simpla, tiel evidenta, li estis homo, kiu esperas: Esperanto taŭgu por la tuta mondo!

La ideo pri formado de Esperantogrupo estiĝis jam je la dektria de junio Mil-novcent-sepdek-sep. Tio estis la unua tago de Hans Moser kiel estro de la maljunula centro.

 

Auch Ulrich Brandenburg, der Vorsitzende des Deutschen Esperanto-Bundes überbrachte Glückwünsche.

Hans Moser und Aleksandr Danko

Zum musikalischen Rahmenprogramm gehörte ein Konzert der Akordeon-Virituosen Alekstandr Danko. Er brillierte zusammen mit Hans Moser auf dem Bajan, einer russischen Variante des Knopfakkordeons. Lange ist es her, dass er 1995 nach Berlin kam und seitdem allein und in verschiedenen Ensembles auftritt. Darunter auch im Klezmer-Bereich mit anderen Esperantisten (Harrys Freilach, wovon die Gruppe »Klezmorim Sennomaj« befruchtet wurden, die beim Esperanto-Treffen ARKONES in Poznan aufgetreten ist.

So hört sich Danko an: http://www.aldanko.de/Musik/Danko01.mp3

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