
Der Stolperstein vor St. Joseph
Im grauen Pflaster vor der Kirche St. Joseph in Berlin-Wedding fällt seit dem 22. September 2016 ein metallisches Glänzen auf. Es wurde ein Stolperstein für Max Josef Metzger verlegt, der den folgenden Text trägt:
BRUDER PAULUS
JG. 1887
IM CHRISTLICHEN WIDERSTAND
VERHAFTET 29.6.1943
HOCHVERRAT
ZUM TODE VERURTEILT
BRANDENBURG-GÖRDEN
ENTHAUPTET 17.4.1944
Der Stolperstein erinnert an den katholischen Priester Max Josef Metzger, der in einer Wohnung im Hof hinter der Kirche bis zu seiner Verhaftung am 29. Juni 1943 gelebt hat.
Metzger hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg einige Zeit mit Esperanto beschäftigt und grosse Hoffnungen auf die volkerverbindende und religionsübergreifende Kraft der internationalen Sprache gesetzt. Bei den Konferenzen der Esperanto-sprechenden Katholiken warb er für eine “Katholische Internationale” und gab die Zeitung “Katolika Mondo” heraus.
Schon während des Studiums hatte aus sozialem Engagenent auf Alkohol und Tabak verzichtet und war Vegetarier geworden. Vor allem in der Propaganda für Abstinenz war er sehr aktiv. Seine Haltung und seine Aktivität waren sicher ein Grund, warum er von Johannes Ude nach Graz geholt wurde, wo ihm die organisatorische Verantwortung für zahlreiche Projekte übertragen wurde. Darunter ein Verlag und ein vegetarisches Speisehaus.
Auf Druck des Fürstbischofs musste er Graz verlassen und nach Meitingen in der Nähe von Augsburg umziehen. Dort begann er sich für die Ökumene zu interessieren, nachdem er zunächst vor allem die Einheit der Katholiken im Sinn gehabt hatte.
Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde er suspekt und er glaubte in der Anonymität der grossen Stadt Berlin sicherer zu sein. Er war in Verbindung mit Widerstandsgruppen und half jüdischen Mitbürgern.
Aber nicht deswegen musste er sein Leben lassen, sondern ein Spitzel verriet, dass er ein Manifest für die Gestaltung von Deutschland nach dem Krieg verfasst hatte. Das wollte er einem schwedischen Bischof zuspielen.
Programm der Gedenkwoche
| So. | 18. 9. | 9:30 | Kirche | Eröffnungsgottesdienst, anschliessend Ausstellungseröffnung in der Gedenkkrypta |
| Do. | 22. 9. | 8:50 | Kirche | Stolpersteinverlegung vor der Kirche
Chormesse mit Liedern und Texten von M.J.Metzger |
| Fr. | 23. 9. | 17:30 | Kirche | Anbetung mit Liedern und Texten von M.J.Metzger
Gedenkmesse Filmvorführung und Begegnung |
| Sa. | 24. 9. | 10:00 – 18:00 | Kirche | Offene Kirche mit Ausstellung in der Krypta |
| So | 25.9. | 9:30 | Kirche | Abschlussgottesdienst |


Er entführt den Leser ins spätantike Rom, in die Zeit der Schreckensherrschaft Neros. Detailverliebt gibt er dokumentarisch die historische Wirklichkeit wider. Er zeigt die dekadente und grausame Seite Roms, die von Gewalt gezeichnet ist. Seien es brutale Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen, der von Nero angeordnete Brand Roms oder schließlich die bestialische Christenverfolgung. Und mittendrin im Strudel des Chaos spielt sich eine Liebesgeschichte ab. Ein junger Offizier und Patrizier des römischen Feldherrn Corbulo, Marcus Vinicius, verliebt sich in die Königstochter Lygia. Sie ist Christin und lebt bei einer reichen römischen Familie, die zum Christentum konvertiert ist, jedoch ist sie aus dem Volk der Lygier (das etwa im Raum des heutigen Schlesiens liegt) und wurde als Sklavin von einem Feldzug mitgebracht und als Tochter angenommen. Eine Tragödie scheint vorprogrammiert zu sein. Doch es wäre nicht Sienkiewicz, wenn diese Love-Story nicht mit einem Happy End enden würde. Schließlich behauptet sich das Christentum in der Geschichte.
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