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Protokoll der Vorstandssitzung EABB/ELB – 2016-06-04
Veröffentlicht unter Verein
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Vorstellung des Umbaus Max Josef Metzger Platz
Im Rahmen des »Tages der Städtebauförderung« fand im Wedding eine Besichtigung des Max-Josef-Metzger-Platzes statt. Es wurde über den Stand der Planungen zur Neugestaltung informiert.

Die Gartenarchitektin erläutert am Tag der Städtebauförderung die Pläne für den Max Josef Metzger Platz im Wedding
Esperanto wird sichtbar
Es sollen in den Boden eingelassene Tafeln über das Wirken von Metzger informieren. Dem Esperanto-Aspekt soll zudem dadurch Rechnung getragen werden, dass etwa auf der Laufbahn, die auf Wunsch der Schule rund um den Platz geht, motivierende Schriftzüge auf Esperanto angebracht werden. Aber sind noch Vorschläge möglich.
Für die südliche Ecke werden die Berliner Wasserbetriebe einen Trinkbrunnen stiften, der kostenlos Wasser spendet. Das hätte Max Josef Metzger gefallen, der sich ja schon kurz nach der Priesterweihe dem Kampf gegen die »Trunksucht« verschrieben hatte.
Veröffentlicht unter Infostand, Max Josef Metzger
Verschlagwortet mit Max Josef Metzger, Wedding
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Mit dem Bus zu Esperanto
In Warschau geht das problemlos. Und jetzt sogar in einem typisch Berliner Doppeldecker. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. jährigen Jubiläum der Städteparterschaft besuchte der Regierende Bürgermeister Müller am 7. und 8. Mai 2016 die Partnerstadt Warschau.
Noch bis Ende Mai ist ein anderer Berliner in Warschau unterwegs. Der Bus der BVG mit der Nummer 3537 befährt die Linie 180, die eine Endhaltestelle ESPERANTO hat. Infolgedessen zeigen die Leuchtanzeigen auch dieses Ziel an. Die BVG hat einen Fahrplan nach Berliner Muster an allen Haltestellen dieser Line aushängen lassen.
Die Warschauer Busse haben seit Jahren diese Anzeige, worüber schon vor Jahren die Sendung mit der Maus gestaunt hat. Ob es jemals einen Esperanto-Kurs in der Straße Esperanto gegeben hat, ist nicht bekannt.
ABELO – Spielewochenende auf Esperanto
Zu den monatlichen Spielenachmittagen im Wedding kommt nun ein Spielewochenende hinzu:

Freitag, den 29. Juli 2016 – Sonntag, den 1. August
NaturFreundehaus Hermsdorfer Fließtal
Seebadstr. 27
13467 Berlin
Google-Maps
Anmeldung & Infos (auf Esperanto)
Wie Karl Vanselow 1931 zu Esperanto gekommen ist
Der durch eifriges Studium historischer Dokumente brillierende Bernardo hat einen Schatz in der Zeitschrift Pola Esperantisto vom März 1960 entdeckt. Es handelt sich um einen Nachruf auf den Ende 1959 in Berlin verstorbenen Karl Vanselow, geschrieben von jemand, der Vanselow nicht nur persönlich gekannt hat, sondern der ihn sogar zu Esperanto gebracht hat. Auch Jean Forge (Pseudonym von Jan Fethke) ist mit Berlin verbunden, wo er 1980 begraben wurde.
Fethke gibt an, dass er Vanselow bei seinem 55 Geburtstag, also im März 1931 von Esperanto erzählt hätte. Fethke war damals 28 Jahre alt und hatte seit acht Jahren, also seit 1923, in einer literarischen Gesellschaft verkehrt, die Vanselow gegründet und viele Jahre geleitet hatte. Tatsächlich hatte Vanselow nach Angaben von Andreas Pretzel – der seinerseits als Quelle Pfitzner, Der Naturismus nennt – in den 1920er Jahren in Berlin eine »Vereinigung Schönheit und Jugend« mit einem Zweigverein »Ardesia« (Arbeitsgemeinschaft der sieben Abteilungen)” gegründet. Nach dem Krieg hat Vanselow diesen Namen als Aro da Esperantistoj ideale amikaj gedeutet. Seine Esperanto-Gruppe Verda Stelo trug das ebenfalls als Beinamen und es gab eine “Ardesia-eldono” in der von ihm herausgegebenen Serie “Nia Lingvo Esperanto” mit den zwei Gedichten 124) Ardesia-amikaro und 127) ARDESIA.
Leider ist über den Verein von Vanselow aus den zwanziger Jahren bisher nichts bekannt. Vanselow hat aus seiner Bekanntschaft mit Fethke nie ein Geheimsnis gemacht. Nach dem Krieg hat er ihm sogar ein Gedicht gewidmet und darin gefragt, ob jemand seine Adresse kennen würde. E. Markau aus Hamburg schickte ihm die Adresse in Lodz auf einer Postkarte vom 26. September 1956.
KARL VANSELOW
Estas interesa sperto, kiun mi faris en mia longa esperanta praktiko. Ekzistas homoj, kiujn oni ne bezonas varbi aŭ konvinki pri nia afero. Ili estas kvazaj naskitaj esperantistoj. Al tiaj homoj apartenis mia kara amiko Karl Vanselow.
„Vi ŝtelis al mi ok jarojn de mia vivo”, li riproĉis al mi kelkfoje. „Ĉar vi konis min dum ok jaroj kaj neniam parolis al mi pri Esperanto. Nur nun mi komencas mian veran vivon enpaŝante en Esperantujon”.
Tion diris Vanselow, kiam li estis 55-jara. Efektive mi konatiĝis kun li en Berlino, kiam mi kiel junulo vizitadis lian societan kaj literaturan klubon, kiun li fondis kaj gvidis dum multaj jaroj. Kiam mi hazarde iutage parolis pri Esperanto, li en la sama tago havigis al si lernolibron kaj studis ĝin dum la tuta nokto. Mi estis tute surprizita, kiam li alparolis min la sekvintan tagon en nia lingvo. Lia entuziasmo kreskis rapidege kvazaŭ lavango, la verda fajro ekbrulis je helega flamo, nova vivo-energio trafluis lian maljuniĝantan korpon.
Dum la lastaj jaroj ĉiam, kiam mi estadis en Berlino, mi vizitis lin. Sidante en lia hejmo, kiam li regalis min per kafo kaj kukoj, mi foliumis en liaj „kongresaj albumoj” kaj travivis kune kun li ĉiujn kongresojn, kiujn li regule partoprenadis. Centoj, miloj da subskriboj kaj fotoj de liaj geamikoj el la tuta mondo troviĝis en tiuj albumetoj. Li legis al mi siajn poemojn kaj kantojn, kiujn li verkis kaj eldonis en formo de broŝuretoj. Kaj — li revis pri vojaĝo al nia 44-a [UK] en Varsovio [en 1959]…
Tamen liaj fortoj de jaro al jaro malkreskis. Lia dekstra mano nervoze tremadis tiom, ke nur malfacile li povis skribi. Liaj multaj korespondantoj vane atendis respondon. Lia sanstato ne permesis al li veturi al Varsovio. Ni ĉiuj kiuj konis lin persone, rimarkis kun malĝojo, ke estingiĝas lia vivo-flamo. 82-jara li foriris el niaj vicoj.
Karl Vanselow estis poeto kaj verkisto de sia frua aĝo. Multajn volumojn de liaj germanlingvaj poemoj mi vidis en lia biblioteko, multajn jarkolektojn de l’ revuo „Die Schönheit”, kiun li eldonadis antaŭ la unua mondmilito. En la esperanta literaturo li okupas specialan lokon, tiu nia „verda trobadoro”. Liaj kantoj kaj poemoj eksonos ankoraŭ ofte inter ni esperantistoj kaj atestos pri liaj meritoj en nia literaturo. Ni ne forgesos vin, kara amiko!
JEAN FORGE
[t.e. Jan Fethke en Pola Esperantisto de Mar. 1960:40:2, p. 10]
Der Vorwurf „Vi ŝtelis al mi ok jarojn de mia vivo” ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen. Fethke war 20 Jahre alt als 1923 er dem sehr viel älteren Vanselow begegnete, der schon auf eine Karriere als erfolgreicher Verleger (Die Schönheit, Geschlecht und Gesellschaft) verweisen konnte und in der Berliner Szene gut vernetzt war, auch wenn er aktuell eher kleine Brötchen backen musste. Vom Verlag und der feudalen Villa in Werder hatte er sich 1914 trennen müssen. Er ist im Adressbuch in dieser Zeit als Schriftstell. u. Verl. Buchhdl. Charlottenburg, Schillerstr. 114 E zu finden.
Veröffentlicht unter Berlin, Geschichte, Nekrologo
Verschlagwortet mit Ardesia, Fethke, Forge, Vanselow
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Ein neuer Turmbau, anders als der zu Babel
Vortrag von Philipp Sonntag beim Deutschen Esperanto-Kongress 2016 in München
Ein neuer Turmbau, anders als der zu Babel

Phillip Sonntag (rechts) bei einer Lesung in Steglitz
Veröffentlicht unter Vortrag
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Patronatsfest St. Joseph, Wedding

Das Patronatsfest der Gemeinde St. Joseph im Wedding ist für die Esperanto-Freunde in Berlin immer eine willkommene Gelegenheit auf die Beziehung von Max Josef Metzger zu Esperanto aufmerksam zu machen. Es findet im Hof hinter der Kirche St. Joseph (Müllerstrasse 161) unter den Fenstern der einstigen Wohnung von Metzger statt. Nur wenige wissen, dass es einen zweiten Zugang in der Willdenowstr. 8 gibt.
Das 107. Kirchweih- und Patronatsfest begann um 9:30 mit einem Festgottesdienst. Danach gab es im Hof Essen und Trinken, Spiele für die Kinder und eine Tombola.
Für die Information über Esperanto wurde ein grosser Tisch zur Verfügung gestellt, auf dem zielgruppengerechtes Material präsentiert wurde (Bibel und Gesangbauch auf Esperanto). Hans Moser hatte noch einige Exemplare katholischer Esperanto-Zeitschriften mitgebracht.
Dass Esperanto nicht gar so alt aussah war Anna Gamaleja, die gerade aus Moskau zu Besuch war, und Yuto Kawabata aus Japan zu verdanken.
Den Stand betreuten Gerd Bussing (Vorstandsmitglied) und Roland Schnell (Nachbar). Es entwickelten sich freundschaftliche Gespräche mit Besuchern, die teilweise schon in früheren Jahren Erfahrungen mit Esperanto gesammelt hatten.
Zu denen, die sich informieren wollten, gehörte auch der Pfarrer Ladislao Jareno Alarcon, der dank seiner portugiesischen Wurzeln die Bibel auf Esperanto auf Anhieb flüssig lesen konnte. Seine Gemeinde hat einen internationalen Charakter, wie alles im Wedding. Es gibt katholische Christen aus Vietnam (Hl. Messe am 1. Sonntag 14 h auf vietnamesisch) und aus Polen (Hl. Messe Sonntags 17 Uhr auf polnisch).
Aber immerhin, es gab auch Interesse an Esperanto und Anfängerkursen. Eine junge Dame konnte für den Esperanto-Kurs von Hans Moser gewonnen werden, in dem Gerd Bussing unterrichtet.
Johann Pachter hatte weitere Bücher zur Verfügung gestellt und er verfügte vor allem noch über einen reichlichen Vorrat der Broschüren, die zum Vortrag über das Esperanto-Leben von Max Josef Metzger im letzten Jahr von Jomo Ipfelkofer mitgebracht worden waren.
Weiteres zu Metzger
im Blog informilo.wordpress.com

Anna Gamaleja (2. von links) hat dann Johann Pachter (2. von rechts) zum Brückenfest nach Frankfurt/Oder begleitet.
Veröffentlicht unter Infostand, Max Josef Metzger
Verschlagwortet mit Katholisch, Metzger, Wedding
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Discussion
Bericht von Johann Pachter
Ein Streitgespräch war es eigentlich nicht, aber ein sehr interessantes Gespräch war es schon. Es begann überraschend mit der Erwähnung von Esperanto durch den Moderator Müller (Süddeutsche Zeitung, Büro in Berlin), im Vortag bei der Vorstellung von Van Parijs und seines Buches am Vortag.
Worüber es am Vortag gegangen war, wurde nicht erwähnt. Beide Streitkontrahenten sind befreundet und Van Parijs sprach Professor Trabant stets als Jürgen an.
Der Moderator präsentierte Van Parijs nicht als Autor, sondern als Uni-Professor für Ökonomie und Sozialaethik im mehrsprachigen Belgien und seinen beruflichen Werdegang. Van Parijs sagte, dass sein Buch auf seiner beruflichen und privaten Erfahrung in seiner Heimat Belgien als Sitz wichtiger EU- Organen und internationaler Instanzen (NATO) basiere, wo viel Englisch verwendet werde, sowie über seiner reichen weltweiten Erfahrung mit Englisch (Promotion in Oxford, Studien in Harward-Uni, u.a.).
So sagte er, seine deutsche Freunden mit denen er früher Deutsch gesprochen hätte, mit ihm jetzt lieber Englisch sprechen würden. Es ist eine weltweite Tendenz die Benutzung von Englisch als die Weltsprache und hat sehr wichtige wirtschaftliche Bedeutung , was er auch befürwortet.
Trabant war mit ihm nicht ganz einverstanden. Trabant sagte, er sein Linguist und hat zu Sprachen eine andere Einstellung und ist für Sprachenvielfallt.
Am meisten redete Van Parijs und es gab eigentlich wenige Streitpunkte. Es ging stark um den Inhalt seines Buches. Nach dem Streitgespräch gab es viele interessante Fragen aus dem Publikum. Einige Fragenden machten sogar einen Vortrag, z.B. über das Teritorialprinzip bezogen auf Sprachen.
Der letzte Fragender war Horst Gruner, der sich als Esperantosprechender vorstellte. Da gab es sofort Erstaunen und besonders, als Herr Gruner sehr intelligent und klug präsentierte, wie und warum er Esperanto gelernt hatte und seine Erfahrung mit und durch die Sprache darstellte. Van Parijs sagte, dass der Verlag eigentlich den Teil über Esperanto in seinem Buch nicht gewollt hatte und der Autor das aber vom Verlag darauf bestanden hatte. Mit Erfolg wie man sieht.
Ich ging zu Herrn Gruner, den ich noch aus meiner Studien- und TEJO-Zeit kenne. Wir beiden gingen (Esperanto sprechend) zu Van Parijs und mit ihm zum Stehempfang auf die Dachterrasse der Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften. Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch mit ihm. So meinte Van Parijs, Esperanto sei zu europäisch, z.B. für die Inder, die eine ganz andere Sprachmentalität hätten. Die Inder, die schon Englisch als Zweitsprache hätten, würden keinen Sinn sehen, um eine weitere Sprache wie Esperanto zu lernen. Summa summarum: Es war ein interessantes “Streitgespräch”. Ich, und scheinbar Horst Gruner, hatte ein sehr interessantes Gespräch mit dem angenehmen, interessanten, weltoffenem Professor und Buchautor Van Parijs, mit dem wir uns besonders über seine Meinung über Esperanto austauschen konnten – bei gutem Essen und Getränke, die kostenlos von der Berlin-Brandenburgischer Akademie der Wissenschaften gestellt und von hübschen Damen serviert wurden.
Leicht sprachlich überarbeitet von Roland Schnell
Veröffentlicht unter Vortrag, Berlin
Verschlagwortet mit Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Horst Gruner, Trabant, Van Parijs
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