
Esperanto-Kulturabend im Esperanto-Laden, Katzbachstraße 25 (Kreuzberg).
Verkehrsmittel: U6, Buslinie 248 – Platz der Luftbrücke, Buslinien M43 und 140 – Dudenstraße/Katzbachstraße.
5. Oktober 2026 um 19.30 Uhr
Der 4. zweisprachige Berlin-Stadtführer Deutsch-Esperanto
Fritz Wollenberg stellt das Manuskript seines 4. zweisprachigen Berlin-Stadtführers Deutsch-Esperanto vor. Es erscheint in der Reihe Reise durch Berlin und seine Esperanto-Kultur als Doppelband Nr. 4-5 unter dem Titel Vom Humboldt Forum zum Tiergarten.
Dieser Stadtführer beginnt am U-Bahnhof Rotes Rathaus, führt durch das Humboldt Forum und geht dabei auf die 600-jährige Berliner Geschichte am Schlossplatz ein, streift dann die Gebäude rund um den Schlossplatz, berührt Lustgarten und Museumsinsel, erzählt Geschichte und Geschichten zur Straße Unter den Linden, dem Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor und endet im Tiergarten.
Dabei werden Bezüge zur Esperanto-Kultur hergestellt, z.B. zu einer Führung durch das Schlossmuseum im originalen Esperanto-Roman Metropoliteno von Warankin und zu den Wissenschaftlern an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Esperantisten waren oder zum Esperanto gelehrt und geforscht haben, beginnend mit dem Astronomen Wilhelm Foerster über den Geophysiker Adolf Schmidt, den Slawisten Viktor Falkenhahn, den Kommunikationswissenschaftler Georg Friedrich Meier, den Interlinguisten Detlev Blanke bis hin zu der Kulturwissenschaftlerin Liliana Ruth Feierstein, die aktuell zum sozialen Umfeld Zamenhofs und der Entstehung des Esperantos forscht und veröffentlicht.
Natürlich darf die historische Esperanto-Sammlung in der Staatsbibliothek und die umfangreiche aktuelle Literatur in und über Esperanto nicht übergangen werden.
Der Spaziergang Berliner Esperanto-Freundinnen und Freunde mit der japanischen Esperantistin Mikiko Shojama zu Erinnerungsorten an Krieg und Gewaltherrschaft im Jahr 2018 spielt ebenso eine Rolle wie die Teilnahme der Esperanto-Jugend (DDR) am Runden Tisch der Jugend in der Zeit der politischen Wende im damaligen Haus der Jugend und dem heutigen Zollenhof mit den ZDF-Studios.
Das Otto-Wels-Haus des Deutschen Bundestages gibt Gelegenheit an Rudi Graetz zu erinnern. Er war ab 1965 der erste Vorsitzende des Zentralen Arbeitskreises Esperanto im Kulturbund der DDR nach der Aufhebung des Esperanto-Verbots. Damals war er als Handelsrat beim Ministerium für Außen- und Innerdeutschen Handel beschäftigt, das im heutigen Otto-Wels-Haus seinen Sitz hatte.
Schließich kann an der Wilhelmstraße, wo das Kultusministerium und seine Nachfolger ihren Sitz hatten, auf die wechselvolle Geschichte des Umgangs mit dem Esperanto eingegangen werden.
Das Titelbild zeigt die Verabschiedung einer Familie am Brandenburger Tor im Jahr 2018. Per Fahrrad war sie auf dem Weg zum Esperanto-Weltkongress in Lissabon.

Bisher erschienen Band 1 bis 3



Alle Bände sind im Esperanto-Laden, Katzbachstraße 25, erhältlich
Sie sind auch im Buchhandel und über einige Plattformen zu bestellen, so bei Dussmann.
Zum Treffen: Montags am Viktoriapark