Immer, wenn ich eine neue Sprache lerne … Das 5. Sommerfest auf dem Esperantoplatz mit Reggae-Sänger Jonny M

Es herrschte eine gute Stimmung unter den etwa 100 Besuchern des Sommerfestes auf dem Esperantoplatz, von denen 20 die Sprache Esperanto sprachen. Die Ohrwürmer des Reggae-Sängers aus der Kölner Gegend handelten von der Lust am Sprachenlernen, von der positiven Kraft der Toleranz, von seinen Esperanto-Freunden in aller Welt, aber auch von den Gefahren der Atomenergie und unserer Verantwortung für die Tiere auf dieser Welt. In den Liedern von Jonny M vereinten die Weltsprachen Esperanto und Musik auf dem Esperantoplatz ihre positiven Energien.

Eröffnet wurde das Fest durch die Melodie der Europa-Hymne, gespielt von dem Musikanten Hartmut Mittag, dessen Musik man sonst im „Hauptmann von Köpenick“ oder im Friedrichshagener Spreetunnel lauschen kann. Das Willkommen auf dem Esperantoplatz erklang dann in mehreren Sprachen, unter anderem in Italienisch und Arabisch. Rolf Kemnitzer begrüßte die Festteilnehmer für das Interkulturelle Theaterzentrum Berlin (ITZ) und verwies auf die engagierte Theater-Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen vor allem mit Kindern und Jugendlichen am Esperantoplatz. Christian Schaaf wünschte allen im Namen von A-Z Hilfen Berlin (A-Z), das im Kiez eine verantwortungsvolle soziale Arbeit für in Not geratene junge Leute leistet, ein schönes Fest. Und der Vorsitzende der Esperanto-Liga Berlin (ELB) Ronald Schindler ging in seinen Begrüßungsworten vor allem auf die Symbolkraft der 25 Jahre alten nach dem Begründer des Esperanto benannten Zamenhof-Eiche ein.

Die Kinder der Löwenzahn-Grundschule und des ITZ bekamen für ihre Tänze und Lieder viel Applaus. An ihrem Weltkindertag konnten Kinder sich beim Fest am ITZ-Stand schminken, bei A-Z Sinnesspiele erleben und lustige Buttons herstellen, am Esperanto-Stand grüne Luftballons aufblasen, sich an der Aktionsecke der AG Urban betätigen und bei „Vorfahrt für Kinder“, einem Projekt, das erstmals beim Sommerfest dabei war, Erfahrungen mit dem Lastenfahrrad machen.

Erstmals dabei war auch das sehr gefragte Präventionsteam des Polizeiabschnitts 54 mit seinem Informationsstand.

Schon eine Woche vor dem Fest hatten unter der sachkundigen Führung des Projektes „Empowerment für Umweltbewusstsein“ (EfU) und mit den vom Projekt bereitgestellten Arbeitsmitteln und Pflanzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von A-Z, vom ITZ und vom Quartiersmanagement (QM) gemeinsam mit einigen Esperanto-Freunden die Grünflächen auf dem Platz gärtnerisch bearbeitet. Der Schaukasten war vom QM und die Erinnerungstafel vor der Zamenhof-Eiche von der ELB in Ordnung gebracht worden. Gemeinsam wurde der immer wieder drohenden Verwahrlosung des Platzes entgegengewirkt. Auch Mitarbeiter des Grünflächenamtes waren vor dem Fest auf dem Platz aktiv geworden und Herr Sodeikat nahm als Gast teil.

So wurde der Esperantoplatz am 20. September wirklich wieder als kleine grüne Oase erlebt, und die Teilnehmer der Pflanz- und Pflegeaktion des EfU gärtnerten voller Freude.

Schon traditionell mit dabei, begleiteten die Musikgruppe QUERBEET (KLEZMER & MEHR) und der Akkordeonist Alexander Danko mit ihrer stimmungsvollen Musik die Festaktionen. An Tischen sitzend, die die Kirchengemeinde St. Richard zur Verfügung gestellt hatte, ließ sich das Festgeschehen auch bei Kaffee und Kuchen oder einem nichtalkoholischen Mixgetränk verfolgen Für diese kulinarischen Genüsse sorgte A-Z.

Unter der Zamenhof-Eiche wurde Klartext gesungen und geredet. Die Moderatoren Rolf Kemnitzer und Fritz Wollenberg taten das zum Teil selbst oder animierten Festgäste dazu. Was am Esperantoplatz geliebt wird, sind das viele Grün und der nahe wunderbare Spielplatz, auf dem während des Festes Kinder und Jugendliche mit den Kolleginnen und Kollegen vom AWO-Jugendclub „Die Scheune“ sich dem Ballspiel hingaben. Ein Problem für das ITZ und die Kinder sind immer wieder die Drogendealer vor der Haustür. Im Theatersaal des ITZ zeigten Theaterkinder interessierten Besuchern als „Weltpremiere“ ihren Film „Das Haus am Esperantoplatz“ mit ihrer Sicht auf den Kiez.

Meinungen und Wünsche zum Platz sammelte auch das QM an seinem Stand.

Was wünschen sich die Leute? Zur Infrastruktur: einen Eisstand/ein mobiles Café, Spielmöglichkeiten (z.B. Tischtennisplatte), mehr Mülleimer, neue Bänke (Sitzgelegenheiten), Tiere, Kicker, Outdoor-Fitnessgeräte, mehr Feste.

Zur Gestaltung: mehr Pflanzen, z. B Rasen, Korkenzieherweide, Wildblumen, orangene Blumen, Sonnenblumen, weniger Müll, regelmäßige Pflege, einen Wandelpfad durch die Beete, Weiterbau der Vogel/Welt/Stadt, widerstandsfähige Blumen und Sträucher gegen Hundeurin, Sträucher als Barriere, damit die Hunde nicht auf die Flächen kommen (z B. Berberitzen), den Stern grün bepflastern.

Zu Wort kam auf der Bühne (dem Sternmosaik) auch der Vorsitzende des Deutschen Esperanto-Bundes Ulrich Brandenburg, der hervorhob, dass hier, wo sich so viele Nationalitäten treffen, die Esperanto-Sprecher natürlich dazugehören. Durch das Interview, das Rolf Kemnitzer mit Fritz Wollenberg führte, erfuhren die Besucher einiges aus der Kultur und Geschichte der Sprache Esperanto und ihrer Sprachgemeinschaft. Anlass dafür war das Erscheinen eines Jubiläumsbuches des Esperanto-Verbands Berlin-Brandenburg, in dem man am Esperanto-Stand blättern konnte.

Im erfolgreichen Zusammenspiel der verschiedenen Vereine, Projekte und Institutionen, zu denen auch die Auxilium-Klientenverwaltung gehörte, brachte das diesjährige Sommerfest, das mit Mitteln aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Richardplatz Süd im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ unterstützt wurde, viele kreative Begegnungen und Gespräche.

Fritz Wollenberg (Text und Fotos)

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Rathenau und Kliemke

Der Berliner Tagesspiegel erinnert am 28. September 2017 an den Geburtstag von Walter Rathenau vor 150 Jahren. Er wurde am 24. Juni 1922 von Rechtsradikalen in der Königsallee ermordet.

Rathenau ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die nachweislich mit einem Esperantisten Kontakt hatten. Der Berliner Ernst Kliemke begleitete Rathenau 1907 beim Besuch des Staatsekretärs Dernburg in der Kolonie Ostafrika. Kliemke war damals Direktor der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft. Er verstand es der Delegation mit wohlgesetzten Worten die Finanzierung des Weiterbaus bis zum Tanganjikasee schmackhaft zu machen. Rathenau ist auf die Rolle der Eisenbahn im Kapitel »Deutsch-Ostafrika« seines Buches »Reflexionen« (Seite 173 ff) eingegangen. Man darf annehmen, dass die sachkundigen Ausführungen nicht ohne Beratung mit dem Direktor der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft entstanden sind. Niedergeschrieben 1907 auf dem Dampfer »Prinzregent« auf dem Weg von Daressalam nach Neapel.

Gerade war die Strecke von Daressalam bis Morogoro fertig geworden, aber sie würde sich nur rechnen, wenn sie nicht nur eine Stichstrecke für Ausflüge ins Gebirge blieb. Wenige Wochen vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Bahn fertig und konnte zum Transport eines Dampfschiffs benutzt werden. Die heute noch verkehrende Liemba war von der Meyer-Weft in Papenburg gebaut, zerlegt und in hunderten Kisten verpackt nach Afrika geliefert worden.

Da hatte Ernst Kliemke seinen Posten bei der Ostafrikanischen Eisenbahn schon aufgegeben und betätigte sich als freier Schriftsteller.  Er hatte schon vorher kleinere Beiträge, auch über Esperanto, in heute kaum noch bekannten Zeitschriften veröffentlicht und war in der Berliner Gruppe aktiv. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift »Rund um die Welt«, in der er 1911 einen Beitrag unter dem Titel »Esperanto und der Kaufmann« veröffentlichte.

1925 wurde er zum Vorsitzenden des Deutschen Esperanto-Bundes gewählt.

1926 betreute er die »Biblioteko Tutmonda« und gibt als Kontaktadresse Schützenstrasse 24 in Berlin SW 68 an.

Er starb am 20. Februar 1929 in Berlin an einer Darmverschlingung. Im “Germana Esperantisto” vom März 1929 gibt es einen ausführlichen Nekrolog mit seinen Veröffentlichungen.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=e1a&datum=1929&page=41&size=45&qid=M1FGE5PLSEZKWRIRDWR0LNBLVHFWXN

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=e1a&datum=1929&page=42&size=45&qid=M1FGE5PLSEZKWRIRDWR0LNBLVHFWXN

Noch bevor Kliemke in den Dienst der Finanz- und Kolonialwirtschaft trat, interessierte er sich für Literatur. Er war im Vorstand einer »litterarischen« Gesellschaft und schrieb selbst Gedichte, wie dieses:

Erschienen in der Novemberausgabe der Zeitschrift »Der Zuschauer« 1893

 

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Weinhengst, Hans († 1945 Berlin)

Ein Eintrag im Taufbuch von Statzendorf (Niederösterreich) vermerkt lediglich, dass der 1904 geborene Johannes Weinhengst im Mai 1945 in Berlin gefallen sei.

Eine Recherche in der Datenbank des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. von Robert Weemeyer ergab, das sich sein Grab im Friedhof »In den Kisseln« in Spandau befindet: Block 113 Reihe 3 Grab 28. Es gibt dort eine Gedenkstätte für Kriegsopfer. Der Tagesspiegel vom 8. Mai 2015 schreibt dazu:

Der größte Friedhof für Kriegsopfer ist der Spandauer „Soldatenfriedhof“ In den Kisseln. Von den 6000 Toten, so schätzt Wernicke, sind rund ein Drittel Wehrmachtsangehörige. Auch Zwangsarbeiter aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten, Bombenopfer und Flüchtlinge aus dem Osten liegen hier begraben, jede Opfergruppe in ihrer eigenen „Abteilung“. Auf dem zentralen Gedenkplatz steht ein sieben Meter hohes Kreuz aus Sandstein.

In der Seite eines Denkmalprojekts  von Ahnenforschern findet sich im Ehrenfeld 113 der Name »Weinhengst J.« mit der Angabe 1939-1945. Das Grünflächenamt Spandau informiert:

Abteilung 113
Hier ruhen überwiegend deutsche Soldaten und Polizeibeamte.

Damit könnte geklärt sein, auf welcher Seite er gekämpft hat.

Hans Weinhengst war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und im Widerstandskampf der österreichischen Arbeiter gegen den Faschismus aktiv. Er lebte mit seiner Ehefrau und einer Tochter in ärmlichen Verhältnissen im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten.

Nachdem er nach und nach autodidaktisch Englisch, Latein, Holländisch und Ungarisch gelernt hatte, hat er laut »Historio de Esperanto« 1920 Esperanto gelernt. Er veröffentlichte in den Zeitschriften von SAT.

Er wurde zu einem führenden Mitglied der sozialistischen Esperanto-Bewegung, übersetzte Arbeiterlieder und veröffentlichte Lyrik und Erzählungen in Esperanto. Er schrieb regelmäßig in der in Paris erscheinenden Zeitschrift Internacia Socialisto Esperantista, etwa im Jahr 1933 mit einem Artikel gegen den Krieg.

Bei dieser Biografie würde man sich wünschen, dass er auf der »richtigen Seite« sein Leben geopfert hat.

Sein Roman Turstrato 4  wurde 1934 vom ungarischen Esperanto-Verlag Literatura  Monda  veröffentlicht.

Courtinat schrieb 1964 in »Historio de Esperanto« dazu:

Rakonto pri la vivo de malriĉa familio en laborista kvartalo de Vieno. La rakonto estas tute malgaja. Ĝi ne plaĉas en la ordinara senco de l’ vorto sed ĝi estas tamen bona libro. La aŭtoro volas montri al li kia estas la vivo en la mallumaj anguloj de nia socio. Sed la aŭtoro ne proponas sian solvon de la problemo pro tio, la libro donas impreson de plena rezigno, malkuraĝo. Tamen ĝi estas vere serioze verkita kaj havas celon kaj sencon. La stilo estas bona.

Das Buch ist auch in der Berliner Esperanto-Bibliothek vorhanden und kann während der Ĵaŭda rondo (immer donnerstags) eingesehen und ausgeliehen werden.

Österreichische Nationalbibliothek – Hans Weinhengst, 1940

In seiner »Concise Encyclopedia of the Original Literature of Esperanto, 1887-2007« stellt Geoffry Sutton auf Seite 165 in eine Reihe mit Varankin, der ja auch einen besonderen Bezug zu Berlin hat. Gerd Bussing hat darauf hingewiesen, dass Weinhengst bei Sutton noch als “verschollen” nach dem Anschluss Österreichs geführt wird.

Der Roman wurde von Christian Cimpa übersetzt und erscheint im Herbst 2017  im Wiener Verlag Edition Atelier mit einem Nachwort von Kurt Lhotzky.

Es gibt eine

Einladung: Buchpräsentation “Turmstraße 4”

am Donnerstag, 21. September, 19.00 Uhr

Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung (VGA)

Rechte Wienzeile 97, A-1050 Wien

Begrüßung: Georg Spitaler (VGA)

Lesung aus dem Roman (Esperanto und Deutsch): Christian Cimpa (Übersetzer) Gespräch über Hans Weinhengst, die Arbeiterbewegung und die Geschichte des Esperanto: Kurt Lhotzky (Nachwort) & Christian Cimpa Moderation: Jorghi Poll (Edition Atelier)

Es heisst zum Inhalt:

Turmstraße 4. Alles könnte so einfach sein für Martha und Karl, doch das Leben legt ihnen nur Steine in den Weg. Während sie unter ihrem gewalttätigen und kriegstraumatisierten Vater leidet, findet er seit Jahren keine Arbeit und kann seine Eltern und Geschwister nicht unterstützen. Die Gründung einer gemeinsamen Familie rückt ohnehin immer mehr in die Ferne, sie leiden Hunger und Kälte, die Not scheint kein Ende zu nehmen. So wie dem jungen Paar geht es vielen Menschen in Wien zu Beginn der 1930er-Jahre. Die beiden fassen schließlich einen folgenschweren Entschluss.

Turmstraße 4 ist eine ungeschönte und herzzerreißende Sozialstudie der Arbeiterklasse, die neben bitterer Verzweiflung auch Hoffnung zeigt.

Es gibt ein Video zum Buch

Turmstrasse 4 haben wir auch in Berlin. Es ist in Moabit gegenüber dem Amtgericht Tiergarten und Sitz eines Sushi-Lieferdienstes. Direkt daneben liegt die Dorotheenstädtische Buchhandlung, die auch Lesungen veranstaltet.

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Zamenhof-Fest 2017

Bericht von 2016

Zamenhof-festo 2017

kaj Zamenhofa Matentagmanĝo

Ni invitas ĉiujn al agrabla kunestado dum la ĉi-jara Zamenhofa kaj librofesto:

Loko: Kiezspinne – Oranĝerio,

Schulze-Boysen-Straße 38, D-10365 Berlin

Tempo: Sabate, la 25-an de novembro 2017,

15:00*-21:00 h

Provizora programo**:

  • Malfermo/festprelegeto

  • Salutvortoj de gastoj

  • Fritz Wollenberg: Jubilea Libro – 111 jaroj de

Esperanto en Berlino kaj Brandenburgio

  • Kontribuoj bonvenas

  • Chuck Smith: Amikumu

  • Komuna kantado

  • Publika koncerto de Suzana Kornicka, Poznań

  • Libroservo

Do, venu amase kaj ĝuu internacian kaj neforgeseblan etoson, pligrandigu vian librotrezoron kaj ĝojigu vian stomakon per unika bufedo de frandaĵoj aŭ simple babilu kun malnovaj aŭ novaj amikoj aŭ havu ideojn por kristnaskaj donacoj!

Partoprenkotizo: 5,00 €

Ni vidos nin en Berlino,

Ĝis tiam

Ronaldo

prez. EABB/ELB

Kontakto por demandoj pri alvojaĝo aŭ aliaj detaloj: RonaldSchindler(ĉe)web.de

* preparado ek de la 14-a horo por helpemuloj

** programŝanĝiĝoj eblas

 

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Info der Stabi

Im  Blog der Staatsbibliothek Berlin gibt es ein Interview mit Fritz Wollenberg zu dem Werkstattgespräch am 21. September 2017.

Die Fragen stellte Friederike Schmidt aus dem Bereich „ Medien und Kommunikation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz“. Sie gehört auch zur Redaktion des  spk-newsletter, der in nächsten Ausgabe darüber berichten wird.

Auch die  Stiftung Preußischer Kulturbesitz  hat in ihrem Blog die Veranstaltung erwähnt.

Mag. Bernhard Tuider vom der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien hat mitgeteilt, dass das „Jubilea Libro“ dort im Freihandbereich der Plansprachensammlung de ÖNB steht und während der Öffnungszeiten eingesehen werden kann.

Zum Jubilea Libro

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Sommerfest Plakat

Das Plakat zum Sommerfest auf dem Esperanto-Platz in Neukölln ist da!

Mi. 20. September

ab 15 Uhr

Es erinnert daran, dass vor 25 Jahren die Zamenhof-Eiche gepflanzt wurde und Eichenlaub ist das beherrschende Gestaltungsmerkmal.

Das ganze Plakat sieht so aus, wie auf dem starkt verkleinerten Bild hier rechts zu sehen ist. Eine Druck- und Kopiervorlage als PDF kann man sich hier herunterladen (720kB)

Es wird einen Infostand zu Esperanto geben.

Vor allem werden reichlich Musiker aus dem Esperanto-Umfeld auftreten:

  •  Jonny M., (Reggae)
  • „QuerBeet – Klezmer und mehr“
  • Hartmut Mittag
  • Alexander Danko

Frühere Meldungen zum Thema Esperantoplatz

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5. Sommerfest auf dem Berliner Esperantoplatz

Am 20. September 2017 von 15.00 bis 18.00 Uhr laden wir zum fünften Mal zu einem Sommerfest auf dem Esperantoplatz, den wir damit als grüne Oase und Ort der Begegnung erlebbar machen wollen. Neben den Veranstaltern Interkulturelles Theaterzentrum, A-Z Hilfen Berlin und Esperanto-Liga Berlin werden das Fest mitgestalten:

Zamenhof-Eiche und Sternmosaik auf dem Esperantoplatz
Foto: Fritz Wollenberg

Quartiersmanagement Richardplatz Süd, Auxilium Klientenverwaltung, Löwenzahn-Grundschule, Projekt: „Engagement für Umweltbewusstsein“, AG Urban, Projekt „Vorfahrt für Kinder“,  AWO-Jugendclub „Die Scheune“ und Katholische Kirchengemeinde St. Richard.

Das diesjährige Sommerfest wird geprägt vom Weltkindertag unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“, von der Europäischen Mobilitätswoche und dem 25. Geburtstag der Zamenhof-Eiche auf dem Esperantoplatz, die an den Begründer der Sprache Esperanto erinnert.

Im Vorfeld des Festes treffen sich Interessierte am 12. September 2017 ab 13.00 Uhr zu einer Pflege- und Pflanzaktion auf dem Esperantoplatz mit den Mitarbeitern des Projektes „Engagement für Umweltbewusstsein“.

Am 20. September beginnen die Vorbereitungsarbeiten für das Fest um 12.00 Uhr auf dem Platz.

Um 15.00 Uhr sind die  Eröffnungsworte der Veranstalter der Auftakt für das Bühnenprogramm auf dem Sternmosaik in der Mitte des Platzes und für die Aktion „Rede Klartext unter der Zamenhof-Eiche“, bei der Bürger sich zum Esperantoplatz äußern.

Zum Bühnenprogramm gehören Darbietungen von Kindern aus der Löwenzahn-Grundschule und vom Interkulturellen Theaterzentrum am Esperantoplatz. Unter den Musikern, die auftreten, ist der Reggae-Künstler Jonny M, der in Esperanto und Deutsch singt.

Beteiligte Projekte stellen sich an Ständen und auf der Bühne vor und laden zu Beteiligung und Spiel ein, zum gemütlichen Verweilen bei Kaffee, Tee und Kuchen, zum Lastfahrradparcours, zur Pflanz- und Begrünungsaktion, zur kreativen Gestaltung von Buttons und zum Ballspiel auf dem benachbarten Bolzplatz.

Der Esperantoplatz, das Tor zum Böhmischen Dorf mit dem Comenius-Garten  befindet sich an der Kreuzung Schwarza-, Schudoma-, Braunschweiger Straße nahe dem S-Bahnhof Sonnenallee.

 Interkulturelles Theaterzentrum Berlin 

Tel: 030 33842219 /  E-Mail:

A-Z Hilfen Berlin gGmbH                              

Tel.: 030 63225130 / E-Mail:

Esperanto-Liga Berlin

Tel: 030 / 5106 2935 / E-Mail:

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Esperanto in Mexiko

Bei der Vorfreude über die Präsentation von Fritz Wollenberg am 21. September in der Stabi (Standort Potsdamer Strasse), wurde die Meldung des Ibero-Amerikanischen Instituts (an selber Stelle) übersehen.

Unter dem Titel Ein Leuchtturm für Esperanto wird auf die Verwendung von Esperanto in Mexiko hingewisen, wo man durchaus gleichauf mit Berlin war:

Bereits 1903 wurde in Mexiko von Anselmo Morín, Ambrosio Vargas, Enrique Lamicq, José R. Ávalos, Fernando Blancos und Amador Saldaña die erste Vereinigung zu Verbreitung des Esperanto gegründet. Ihre Zeitschrift „Meksika Lumturo“ (El Faro Mexicano) mit dem Untertitel „Organo de la Societo Meksika por Propagandi Esperanton“ (… das können Sie ganz leicht selbst übersetzen, oder?) erschien von 1904 bis 1905. Das Ibero-Amerikanische Institut konnte nun ein fast vollständiges Set dieser Rarität erwerben.

Vieleicht eine weitere Gelegenheit für eine Präsentation, die man mit einem Schluck des in Mexiko hergestellen »Tequilla Esperanto« begiessen könnte. Tequila Esperanto wird in Arandas, Jalisco im Hochland auf ca. 2.000 m von Productos Finos de Agave hergestellt.

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Esperanto-Kultur in der Staatsbibliothek Berlin – Leseproben aus den Jubiläumsbüchern der ELB und des EVBB

Die Staatsbibliothek zu Berlin hat am 26. Juli bei Facebook auf den Geburtstag der Sprache Esperanto aufmerksam gemacht und auf den Beitrag von Dr. Ulrich Lins in ihrem Bibliotheksmagazin 2/2017 hingewiesen. Sie hat sich damit in die weltweiten Aktionen zur Ehrung des Esperanto-Begründers Ludoviko Lazaro Zamenhof eingereiht, die von der UNESCO anlässlich seines 100. Todestages für 2017 angeregt wurden.

Für den 21. September 2017 von 18.15 bis 19.45 Uhr lädt die Staatsbibliothek zu einem Werkstattgespräch mit Fritz Wollenberg, Esperanto-Liga Berlin, im Schulungsraum im Lesesaal des Hauses Potsdamer Straße 33 ein.

Thema:  „Esperanto-eine Sprache, die begeistert – Zur Kultur und Geschichte einer unterschätzten Weltsprache“

Da wird einiges Wesentliche und Erstaunliche aus der Kultur und Geschichte der Sprache und der Sprachgemeinschaft vorgestellt, wofür Esperanto-Publikationen aus dem reichhaltigen Bibliotheksbestand herangezogen werden. Wer weiß schon, dass die in Paris erschienene Erstausgabe des „Fundamento de Esperanto“, die verbindliche Beschreibung der Grundlagen der Sprache, aus dem Jahr 1905, in der Staatsbibliothek einzusehen ist, dass das Enciklopedia vortaro esperanta-germana (Enzyklopädische Wörterbuch Esperanto-Deutsch) des Begründers der Terminologiewissenschaft Eugen Wüster im Lesesaal Unter den Linden steht und Ottfried Preußlers Kinderbuch „Die kleine Hexe“ in Esperanto (La malgranda sorĉistino) in der Kinderbuchabteilung, Westhafenstraße 1 ausgeliehen werden kann?

Bei der Veranstaltung am 21. September wird das neue zweisprachige (Esperanto, Deutsch) Jubiläumsbuch des Esperanto-Verbandes Berlin-Brandenburg für 1903-2014 der Staatsbibliothek übergeben.

Leseprobe aus dem neuen Jubiläumsbuch von 2017

„ Esperanto – Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg – 111 Jahre“, Hrsg. EVBB, Red. Fritz Wollenberg, Verlag Mondial – New York, Berlin, 509 Seiten, etwa 200 Illustrationen, ISBN 978-1-59569-340-2 (USA)

 

5.5 Esperanto-Sammlungen / Esperanto-kolektoj

Die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz

stellt auf ihrer Internetseite: … ausführlich ihre Esperanto-Sammlung vor. Danach enthält sie über 2.000 Bände Literatur über Esperanto und Plansprachen, vor allem Texte in Esperanto, auf Deutsch, französisch und englisch (Zeitschriften, Sammelbände, Kongressberichte, Monographien und Akten von Esperanto-Vereinigungen) und ist vollständig im Konventionellen Sachkatalog (Esperanto-Sammlung) erschlossen. Signaturenbereich: 17 ZZ 1 – 17 ZZ 2810.

Auf den Bestand an Übersetzungen und Original-Werken in Esperanto wird verwiesen, speziell auf Belletristik, z. B. Übersetzungen von Klassikern der Weltliteratur (Goethe: Faust; Shakespeare: Hamlet; Voltaire: Candide; Mickiewicz: Pan Tadeusz), Märchensammlungen (Grimms Märchen, Märchen aus 1001 Nacht), sowie Werke zu einzelnen Wissenschaftsgebieten wie Naturwissenschaften (z. B. terminologische Wörterbücher, Nomenklaturen), Technik, Medizin, Wirtschaft, Geschichte, Politik, Philologie, Theologie, Philosophie, Musik, Kunst und landes- und ortsbezogene Literatur (z. B. Reiseführer).

Literatur zu Esperanto gibt es auch im Alten Realkatalog unter:

          Kunstsprachen

                    > Sprachen. Literaturen > Linguistik … > Kunstsprachen

                    Notationsbereich: V 8581 – V 8647/280

          Esperanto:

                    > Sprachen. Literaturen > Linguistik … > … > Esperanto

                    Notationsbereich: V 30540 – V 31398

Informiert wird darüber, dass seit Begründung des Esperanto durch Ludwig Lazar Zamenhof 1887 die Bibliothek die wichtigste einschlägige Literatur gesammelt hat.

In der Broschüre “La Vendreda Klubo“, herausgegeben 1921 von Johannes Dietterle bei Ferdinand Hirt & Sohn, Leipzig wurde unter den 11 original in Esperanto verfassten Artikeln auch der Beitrag von Elisabeth Wunderlich (1889-) „La ŝtata Saksa Esperanto-biblioteko“ („Die staatliche Sächsische Esperanto-Bibliothek“) veröffentlicht (S. 100-102). Elisabeth Wunderlich war die Sekretärin des Sächsischen Esperanto-Instituts (ab 1923 Esperanto-Institut für das Deutsche Reich). Sie beschreibt in ihrem Beitrag den Bestand von 1921.

Leseprobe aus dem Jubiläumsbuch der Esperanto-Liga Berlin von 2006

„Esperanto – Sprache und Kultur in Berlin – 100 Jahre“ Hrsg. ELB, Red. Fritz Wollenberg, Verlag Mondial – New York, Berlin, 368 Seiten, ISBN 978-1-59569-340-2 (USA)

5.7. Esperanto-kolektaĵoj en Berlin (Esperanto-Sammlungen in Berlin)

Die Esperanto-Bibliothek in der Staatsbibliothek

Die Bibliothek des Esperanto-Instituts für das Deutsche Reich in Leipzig wurde von dessen letztem Direktor Albert Steche der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin angeboten, nachdem die Deutsche Bücherei … das Angebot nicht akzeptiert hatte. Die wertvolle Bibliothek entstand ab 1908, als in Dresden das Esperanto-Institut für Sachsen gegründet wurde.

Für November 1936 war die Auflösung des Instituts geplant. Das Verbot der Esperanto-Organisationen war bereits seit Juli in Kraft.

Über den gesamten Vorgang existieren Briefe des Instituts in Leipzig und der Bibliothek in Berlin. 1800 Publikationen und 72 Zeitschriften in 268 Bänden waren mit Katalog in 25 Kisten nach Berlin gesandt worden. Im Dezember bestätigte die Bibliothek die Ankunft der Kisten.

In den 60-er Jahren ordneten, reinigten und katalogisierten Berliner Esperantisten wie z.B. Karl Maier und seine Frau Hedwig die Bücher. Durch einige neue Bücher aus dieser Zeit ergänzten sie die Sammlung.

Ein Artikel aus dem „Berlina Informilo“ vom September 1995:

Letztendlich: Staatliche Sorge für Esperanto

Ein freundlicher Bibliothekar führte mich nach einem Moment des Nachdenkens (Esperanto-Sammlung? Wirklich? Wo?) zu ihr, besser zu deren Katalog. Dieser Katalog befindet sich ganz hinten im Zimmer des Systematischen Katalogs, an einem Ort, wo sich auch die anderen Sondersammlungen befinden. Das bedeutet, dass die Esperanto-Sammlung nicht im Allgemeinen Katalog zu finden ist.

Sie umfasst 3 Karteikästen, geordnet nach dem Alphabet und nach Themen, aber vertrauen Sie nicht zu sehr dem systematischen Teil…

Erwähnenswert ist die französische Monatszeitung „la pirato“ (Der Pirat). Sie wurde ab 1933 veröffentlicht und befindet sich in der Sammlung bis 1935. Es handelt sich um eine sehr geistreiche „Zeitschrift für Satire, Humor und Freiheit …relativ“, deren Chefredakteur Raymond Schwartz war…

Sebastian Hartwig

Anmerkung: Aktuelle Beschreibung der Esperanto-Sammlung in der Staatsbibliothek – siehe: http://staatsbibliothek-berlin.de/sammlungen/galerie/?tx_sbbcollectionsbe_pi2%5Bdlink%5D=53

 

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Video aus Seoul

Es wurden schon einige Videos über den 102. Esperanto-Weltkongress in Seoul (Korea) veröffentlicht. Eine Reisegruppe (auf Esperanto: karvano) ist am 2. Juli in Berlin gestartet und hoffentlich wohlbehalten angekommen.

Offizielle Website des Veranstalters (UEA) mit Download des Kongresa Kuriero (tägliche Zeitschrift für die Teilnehmer) und Presseportal.

Ein Facebook-Kanal (anscheinend ohne lästige Werbung) mit allerlei Eindrücken und Videos. Die koreanischen Tänze müsste man auch noch hinbekommen.

Das Video von Evildea belegt, dass zumindest Chuck Smith aus Berlin in Seoul eingetroffen ist und sich an koreanisches Essen gewagt hat.

Eindrücke vom Kongress

Evildeas Beiträge

Einige Beiträge des Video-Bloggers Evildea (man muss seinen hektischen Stil mögen). Wahrscheinlich kommen noch viele dazu.

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